Noch mehr Raum zum Rausgehen

Gemeindebau mit einem großen Terrakottarelief (c) STADTBEKANNT

Unterwegs in den Begegnungszonen

Auch wenn es langsam Lockerungen der Corona-Maßnahmen gibt, so sind wir doch von unserem gewohnten Alltag noch ganz schön weit entfernt. Besonders jetzt, wo der Frühling kommt und die Temperaturen steigen, fällt es zunehmend schwer, den ganzen Tag zuhause zu verbringen. Wir stellen euch deshalb drei weitere temporäre Begegnungszonen vor, die ihr erkunden und mit einem Stadtspaziergang verbinden könnt. Auch wenn ihr leider die Lokale noch nicht betreten könnt, so bieten viele von ihnen temporär einen Lieferservice oder die Möglichkeit der Selbstabholung an, sodass ihr auf eurem Spaziergang noch die ein oder andere Leckerei für zuhause ergattern könnt.

7. Bezirk – Kandlgasse und Hermanngasse von Westbahnstraße bis Kandlgasse

Der siebte Bezirk ist bekannt für sein geschäftiges Treiben, die vielen kleinen Geschäfte und gemütlichen Bars und Lokale. Auch wenn dieses Leben zurzeit stillsteht, so ist Neubau trotzdem kein bisschen langweilig. Denn zahlreiche historische Gebäude und interessante Geschichten über den Bezirk warten nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Die Kandlgasse hat beispielsweise angeblich ihren Namen nach einem Hausschild „Zum goldenen Kandl“ erhalten und die Hermanngasse hieß zwischen 1770 und 1862 noch Rauchfangkehrergasse. Jetzt, wo die Straßen leerer sind, werft euren Blick auf die Fassaden der Gebäude und ihr werdet hie und da auch ein kunstvolles Relief entdecken.
Hier geht’s zum Stadtspaziergang

10., Fernkorngasse von Raxstraße bis Quellenstraße und von Pernerstorfergasse bis Hasengasse

Der 10. Bezirk bietet mit seinen 31,8 km² Platz für einige Stadtspaziergänge und so gibt es hier auch zwei temporäre Begegnungszonen zu erkunden. Seinen Namen hat Favoriten übrigens von der damaligen „Siedlung vor der Favoritenlinie“, die ihrerseits ihren Namen von dem kaiserlichen Lustschloss Neu Favorita – dem heutigen Theresianum – erhalten hatte. Auch der Name der Hasengasse kommt nicht von ungefähr, wurden auf dem Gebiet im 19. Jahrhundert noch Hasenjagden veranstaltet. Später war die Hasengasse schließlich Schauplatz der Kultserie „Ein echter Wiener geht nicht unter“, in der Karl Merkatz als Mundl tief in die Wiener Seele blicken ließ. Kulinarisch ist Favoriten vielseitig und bietet für jeden Geschmack vielerlei Köstlichkeiten an.

Hier geht’s zu Lokalen in Favoriten, die aktuell einen Lieferservice anbieten.

10., Rotenhofgasse von Triester Straße bis Zur Spinnerin und von Sonnleithnergasse bis Reumannplatz sowie Buchengasse von Herndlgasse bis Schrankenberggasse

Auch bei der Rotenhofgasse war der Namensgeber ein Schloss, nämlich das Jagdschlössl Rotenhof von Karl V. Ebenfalls Teil dieser temporären Begegnungszone ist die allseits bekannte „Spinnerin am Kreuz“. Diese gotische Steinsäule, die bis 1868 als Schauplatz öffentlicher Hinrichtungen diente, ist eines der ältesten bis heute noch erhaltenen Bauwerke jener Gegend. Unser Stadtspaziergang führt euch auch zum Amalienbad am Reumannplatz, das ihr zwar leider noch nicht besuchen dürft, dessen Geschichte aber nichtsdestotrotz beachtlich ist. Erbaut wurde es nämlich schon 1926 und ist seitdem ein fixer Bestandteil des 10. Bezirks.

Hier geht’s zum Stadtspaziergang.

Temporäre Begegnungszonen:
3. Bezirk – Rechte Bahngasse
8. Bezirk – Florianigasse von 2er-Linie bis Skodagasse
18. Bezirk – Schopenhauerstraße
16. Bezirk – Hasnerstraße
2. Bezirk – Alliiertenstraße und Pazmanitengasse
4. und 5. Bezirk – Kettenbrückengasse, Große Neugasse, Schaumburgergasse von Wiedner Hauptstraße bis Waltergasse, Waltergasse und Graf Starhemberg-Gasse von Waltergasse bis Südtiroler Platz
7. Bezirk – Kandlgasse und Hermanngasse von Westbahnstraße bis Kandlgasse
10., Fernkorngasse von Raxstraße bis Quellenstraße und von Pernerstorfergasse bis Hasengasse
10., Rotenhofgasse von Triester Straße bis Zur Spinnerin und von Sonnleithnergasse bis Reumannplatz sowie Buchengasse von Herndlgasse bis Schrankenberggasse

1 Comment

  1. Anni Mayr

    8. Mai 2020

    ..ich verstehe ja gar nicht, warum die beiden Begegnungszonen im 13. Bezirk nicht erwähnt werden (Woinovichgasse und Weidlichgasse….:-) liegt wohl daran, dass sich jeder fragt, wozu man sich allen Ernstes für einen Spaziergang extra dorthin begeben sollte, auch der Autoverkehr soll sich dort bereits ohnehin in sehr eingeschränkten Ausmaß bspielen…

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