Steinkreis Donauinsel (c) STADTBEKANNT

Beeeindruckende Orte in Wien

Man muss nicht abergläubisch oder besonders religiös sein um gewisse Orte in Wien als besonders kraftvoll wahrzunehmen.

 

Mozarts Ruhestätte

Dem Friedhof St. Marx werden schon seit 1874 keine Verstorbenen mehr beigesetzt. Mehrmals war deshalb der Fortbestand schon gefährdet. Doch auch weil Mozart hier einst einem nicht gekennzeichneten Grab beigesetzt wurde, konnten sich die Wiener gemeinsam mit anerkannten Heimatforschern durchsetzen. So verbindet der Friedhof heute Gedenkstätte, Kulturdenkmal und Parkanlage in einem. Viele Wiener schätzen die stimmungsvoll-unheimliche Anlage als besonderen Ruheort. Besonders zur Zeit der Fliederblüte (April bis Mai), aber auch an einem verschneiten Wintertag empfiehlt sich ein Besuch.

 

Klein aber oho

Maria am Gestade (c) STADTBEKANNT
Maria am Gestade (c) STADTBEKANNT

Es gibt nicht viele davon, aber es gibt sie: Ruhige Plätzchen im 1. Bezirk. Ein ganz besonderer ist der Passauer Platz mit einer der ältesten Kirchen der Stadt. Maria am Gestade wurde bereits 1137 das erste Mal urkundlich erwähnt und dient heute als Gotteshaus der tschechischen und slowakischen Gemeinschaft in Wien. Die Kirche ist sehr schmal und länglich gebaut und vermittelt somit ein Gefühl der Enge. Für viele Menschen ist dies aber durchaus positiv – sie fühlen sich hier besonders gut geborgen. Wer genau schaut, kann übrigens einen Knick im Kirchenraum erkennen. Dies wurde damals wohl absichtlich so gebaut um die Gebäudeachse nach unterschiedlichen Sonnenaufgangsständen auszurichten.

 

Unter der Erde…

Mitten in der Stadt gibt es einen Platz, der von vielen Leuten als besonders beeindruckend und „kraftvoll“ beschrieben wird. Interessanterweise handelt es sich dabei nicht um den Stephansdom oder ein anderes pompöses Gebäude, sondern um einen fast vergessenen Raum, der erst beim U-Bahn-Bau 1973 wiederentdeckt wurde: Die Virgilkapelle. Sie kann von der U-Bahn-Station Stephansplatz aus besucht werden (Eintritt: 5,- Euro). Die Kapelle stammt aus dem Jahr 1250 und ist der größte erhaltene gotische Innenraum in Wien. Sie war von Anfang an unter der Erde – nämlich unterhalb der Magdalenskapelle, deren Umrisse heute noch im Straßenpflaster des Stephansplatz zu sehen sind. Die Virgilkapelle dürfte als Begräbniskapelle konzipiert worden sein, diente ab dem 14. Jahrhundert wohl aber als Gruft einer reichen Wiener Kaufmannsfamilie.

 

…oder hoch am Himmel

Baumkreis am Himmel (c) STADTBEKANNT.jpg
Baumkreis am Himmel (c) STADTBEKANNT.jpg

Die Himmelwiese im 19. Bezirk bietet nicht nur einen unglaublichen Ausblick über Wien, sondern auch einen besonders magischen Ort: Den Baumkreis. Dass hier an Wochenenden klassische Musik gespielt wird, unterstreicht die mystische Atmosphäre noch einmal. 1997 gepflanzt, decken alle 40 Bäume eine bestimmte Geburtstspanne ab. Somit hat jeder Besucher seinen eigenen Baum, je nach Geburtstdatum. Sprechen können die Bäume übrigens auch – zumindest die Tonsäulen vor den Bäumen, die die Besucher mit Informationen um ihren Lebensbaum versorgen.

 

Marienwunder im Wienerwald

Der Sage nach soll die heilige Gisela im Jahr 1042 krank durch den Wienerwald spaziert sein um sich zu erholen. Durstig trank sie von einem nahegelegenen Brunnen und fand darin eine Marienstatue. Doch nicht nur das – sie wurde augenblicklich gesund! Die Statue erlebte im Lauf der Geschichte so einiges und steht heute nahe ihrem Fundort in der Kirche Mariabrunn. Dass die Statue eigentlich aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt und somit nicht jene sein kann, die Gisela einst gefunden hat, tut der besonderen und friedlichen Stimmung dieses Wallfahrtsortes keinen Abbruch. Es handelt sich angeblich übrigens um den ältesten Wallfahrtsort nahe Wien. Ein historischer Brunnen auf dem Kirchenplatz erinnert heute noch an das Marienwunder.

 

Little Stonehenge

Steinkreis Donauinsel (c) STADTBEKANNT
Steinkreis Donauinsel (c) STADTBEKANNT

Der mystische Steinkreis auf der Donauinsel nahe der S-Bahn Station Schnellbahnbrücke ist nicht so alt, wie er aussieht – denn so lange gibt es die Donauinsel noch gar nicht. 1990 wurde er von Herbert Wimmer errichtet und besteht eigentlich aus mehreren Kreisen. Es handelt sich dabei um einen Astronomischen Kalender, der die Frühlings- und Herbst-Tag-Nachtgleiche, sowie die Sommer- und Winterwende anzeigt. Hier trifft man immer wieder auf Menschen, die die besondere Stimmung des Steinkreises zu schätzen wissen und mit ihm einen Ort gefunden haben, an dem sie ungestört in sich kehren können.

 

Wiener Stadtspaziergänge

Ihr habt Lust noch mehr beeindruckende Orte in Wien kennen zu lernen? Dann seht euch unsere Historischen Adressen an und lernt, wo in Wien berühmte Persönlichkeiten gelebt haben oder außergewöhnliche Dinge passiert sind. Oder lest, wo die schönsten Spaziergänge der Stadt zu machen sind.

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