Bauwerke und Sehenswürdigkeiten in Ottakring

Sandleitenhof Brunnen (c) STADTBEKANNT

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

Ottakring hat weder ein Schloss Schönbrunn, noch einen Stephansdom im Repertoire. Dennoch lohnt es sich auch hier, einige historische Bauwerke genauer unter die Lupe zu nehmen: Ob aussichtsreich mit Blick auf Wien oder die Sterne, geschichtsträchtig mit bewegter Vergangenheit, oder zweckmäßig industriell – diese Bauten im 16. sollte man gesehen haben.

 

Kuffner Sternwarte

Etwa auf halber Höhe des Wilhelminenberges thront ein unverputztes historisches Gebäude mit auffälligen Kuppeln: die Kuffner Sternwarte. Auch heute noch wird von der 1886 fertiggestellten Warte aus mittels Riesenfernrohr, Heliometer oder Meridiankreis-Instrument in die Sterne geschaut. Interessierte können in Führungen und Workshops die Kunst der Himmelsbeobachtung erlernen. Ein Muss für Astronomie-Fans und alle, die es noch werden wollen!

Kuffner Sternwarte (c) STADTBEKANNT
Kuffner Sternwarte (c) STADTBEKANNT

Kuffner Sternwarte
Johann-Staud-Gasse 10

 

Schloss Wilhelminenberg

Einst private Villa, dann skandalumwittertes Kinderheim und schließlich 4-Sterne-Hotel mit Restaurant und Kaffeehaus – das Schloss Wilhelminenberg hat in seiner langen Geschichte wahrlich schon einiges gesehen und erlebt. Besonders schön ist es, vor dem Schloss in der Wiese zu picknicken und einfach nur die wundervolle Aussicht auf die Stadt zu genießen.

Schloss Wilhelminenberg (c) STADTBEKANNT
Schloss Wilhelminenberg (c) STADTBEKANNT

Schloss Wilhelminenberg
Savoyenstraße 2

 

Bahnhof Wien Ottakring

Der Bahnhof Ottakring wurde 1898 nach den Plänen von Otto Wagner fertiggestellt und brachte über die Vorortelinie rasch Leben in den zuvor doch sehr abgelegenen Bezirk. Eine wichtige Rolle spielte die Linie nicht nur für Personenverkehr, sondern auch für den Güterverkehr: Hier wurden einst Tabakwaren der Ottakringer Tabakfabrik und Marmeladen von Meinl im großen Stil verschoben. Das Stationsgebäude beherbergt heute die Schnellbahn S45 und steht unter Denkmalschutz.

 

10er Marie

Schon im 19.Jahrhundert pilgerte die Stadtbevölkerung gerne nach Ottakring, um in der malerischen Buschenschank der Familie Haimböck das eine oder andere Glaserl Wein zu genießen. Den Namen der Haimböck-Tochter trägt das 1740 gegründete Lokal heute noch – und auch Wein gibt es nach wie vor in Hülle und Fülle! An prominenten Gästen mangelte es der 10er Marie übrigens nie. Schon Kronprinz Rudolf, Franz Schubert, Johann Strauß Vater, die Schrammel-Brüder oder Franz Lehar kehrten gerne hier ein. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

10er Marie Heuriger (c) STADTBEKANNT
10er Marie Heuriger (c) STADTBEKANNT

10er Marie
Ottakringer Straße 222-224

 

Sandleitenhof

Als größter Gemeindebau Wiens verfügt der in der Zwischenkriegszeit erbaute Sandleitenhof über 1.587 Wohnungen. Da die Gebäude sich allerdings offen aneinander reihen – teils durchbrochen von Wegen und zahlreichen Grünflächen – wirkt der Bau dennoch weit weniger trutzig als der ähnlich große Karl-Marx-Hof mit seinen 1.382 Wohnungen. Zur Anlage gehören auch eine ehemalige Wäscherei, eine städtische Bücherei, ein Brunnen sowie ein Kindergarten. Entworfen wurde der Sandleitenhof von Schülern Otto Wagners, die sich jedoch stilistisch schon deutlich der Moderne zugewandt hatten. Nicht nur für Architektur-Fans sehenswert!

Sandleitenhof (c) STADTBEKANNT
Sandleitenhof (c) STADTBEKANNT

Sandleitenhof
gelegen zwischen Sandleitengasse, Gomperzgasse und Rosa-Luxemburg-Gasse

 

Palais Kuffner

Das aus zwei Gebäuden bestehende späthistorizistische Palais Kuffner wurde anno 1892/3 für den Brauereibesitzer und Ottakringer Bürgermeister Moritz Kuffner erbaut und entzückt auch heute noch das Auge. Heute ist das Palais in in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich – lediglich in Harmer’s Bar, einer Event-Location direkt im Palais, lässt sich der gutbürgerliche Flair von damals noch nachfühlen. Musikliebhabern seien insbesondere die stimmungsvollen Jazz-Sessions in Harmer’s Bar ans Herz gelegt.

Palais Kuffner
Ottakringer Straße 118-120

 

Jubiläumswarte

Auf dem Gipfel des Gallizinberges gelegen, bietet die 1956 errichtete Jubiläumswarte einen grandiosen Rundumblick über Wien und seine Hausberge. Ist die Sicht klar, kann man von hier sogar den Schneeberg sehen! Architektonisch handelt es sich um einen eher unspektakulären Betonbau, doch die Höhe von knapp 31 Metern, die große Aussichtsplattform sowie die kühne Wendeltreppe rund um den Turm wissen durchaus zu beeindrucken.

Gut zu wissen: Schon 1898 gab es am selben Ort eine hölzerne Aussichtswarte, die anlässlich des Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. erbaut wurde. Nachdem ein Sturm diese noch im selben Jahr zerstörte, baute man rasch eine neue aus Eisen. Im Verhältnis zur heutigen Jubiläumswarte maß diese allerdings „nur” 27,5 Meter.

Interessant ist jedoch nicht nur, was sich von oben aus sehen lässt, sondern auch, was sich unter der Warte befindet. Während des zweiten Weltkrieges wurde im Berg ein Schutzbunker gegraben, der zeitweise zu abenteuerlichen Entdeckungsexpedition von Hitler-Anhängern führte. 1989 wurder der Bunker vom Forstamt Wien nachhaltig zubetoniert.

Jubiläumswarte (c) STADTBEKANNT
Jubiläumswarte (c) STADTBEKANNT

Jubiläumswarte
Johann-Staud-Straße 80

 

Unterwegs in Ottakring

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