Lifestyle – Im Gespräch

(c) Bernd Manhartseder
(c) Bernd Manhartseder

Gespräche 2011 – ein Rückblick.

25. Dezember 2011 • Im Gespräch1 Kommentar zu Gespräche 2011 – ein Rückblick.

Was für ein Jahr, was für Gesprächspartner: von interessanten Musikern, Kabarettisten bis hin zu legendären Schriftstellern haben wir 2011 grandiose Leute zu Kaffee, Bier oder Wein getroffen. Ein Rückblick zum Jahreswechsel. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und mit ein paar Anekdoten.

Literatur!

Ein großes Highlight dieses Jahres war das Gespräch mit Ed Sanders, übrigens der einzig englischsprachige Artikel, den stadtbekannt je veröffentlichte. Hier nachzulesen. Sanders, Autor, Musiker („The Fugs“), Legende der Beat- und Hippiegeneration und Aktivist trafen wir im ORF Funkhaus, wo er gerade mit der Schule für Dichtung einen Jim Morisson-Abend gestaltete. Und wenn man schon einen dermaßen legendären US-Autor vor dem Mikrophon hat, bietet sich da der englische O-Ton natürlich an. Ein tolles Gespräch über die Beats, die Hippies, Morrison, Dylan und mehr.  Eigentlich fast schon auch als US-Autor (wenngleich Deutscher) geht Carl Weissner durch, der gerade wieder auf Wien-Lesereise war. Weissner wurde bekannt als Übersetzer/Freund/Kollaborateur von Charles Bukowski, Allen Ginsberg und Burroughs. Ein Protagonist der Cut Up-Technik, der wunderbar assoziativ über seine Erfahrungen in den US-Riots 1968 und die damalige Zeit sprach. Ein interessantes Gespräch, hier nachzulesen.

Kabarett und Satire!

Kabarettinteressierte kamen dieses Jahr bei stadtbekannt definitiv auf ihre Kosten. Namedropping: nun, zum Beispiel Josef Hader, den ein Dreier-Redakteursgespann von uns traf. Hier nachzulesen. Auch Clemens Haipl trafen wir erneut, dieser hatte gerade seinen aktuellen Roman „Goodbye Rock’n’Roll veröffentlicht“.


Beweisphoto #1: Grissemann, Stermann und wir
(Photobooth-Tradition)

Grissemann und Stermann trafen wir dann zur Dreier-Conference im Rabenhof zu einem Gespräch der etwas anderen Sorte. Und nachdem ich "treffen Grisse&Ster" im Rabenhof als Facebook-Status postete, kommentierte Peter Hörmanseder von Maschek  sinngemäß "Dann bleib gleich im Rabenhof, spielen heute abend dort und könnten ja gleich reden". Weil maschek längst überfällig waren, traf ich die äußerst netten Herren kurz vor ihrer Show. Es war recht knapp vor Showbeginn und höflichkeitshalber wollte ich ein wenig früher aufhören. "Eure Show beginnt in zehn Minuten, soll ich Euch jetzt nicht lieber in Ruh lassen?". "Ach. Wenn’s eine Minute vorher aufhört ist auch okay, der Weg zur Bühne ist ja nicht weit". Das nenne ich mal Gelassenheit.

Thomas Maurer war ebenso unser Gesprächsgast. Kurz dachten wir, er lässt uns sitzen, also noch einen Abwartungsmelange und dann mal kurz bei ihm anrufen. "Tut mir sehr sehr leid, bin gleich da. Ist mir noch nie passiert, dass ich so spät bin". Beim Morgenkaffee gab es dann das hier nachzulesende Gespräch.

Musik !

Auch im Musik-Bereich gab es vieles. So lud unter anderem Ausnahmemusiker Christian Fennesz in sein Studio um über seine genreprägende Musik, das Dasein als Vielflieger wie auch über einige Technik-Details zu sprechen. Definitiv eines meiner persönlichen Highlights.

Hans Söllner trafen wir in Klagenfurt kurz vor seinem Konzert. Hier  kann man das Gespräch – dessen Auszug ein gutes Monat Söllners Frontseite zierte, nachlesen. Auch der Jazz kam nicht so kurz: so durfte ich mit Magnus Öström den ehemaligen Schlagzeuger einer meiner Alltime-Favorite Bands, dem Esbjörn Svensson Trio, treffen und mit ihm in der Hotellobby über seine neue Band, den leider verstorbenen Esbjörn Svensson und seine Zukunft sprechen. Wolfgang Muthspiel trafen wir im Café Drechsler, der hatte mit „Drumfree“ wiedermal ein interessantes neues Projekt am Start, und wenn wir schon bei Jazzvirtuosen sind: Alex Machacek war wiedermal aus der USA zurück. Wir haben uns zwar im richtigen Café, nur leider in verschiedenen Filialen ein Treffen vereinbart, eine Taxifahrt später klappte es dann aber doch. Hier nachzulesen.


Beweisphoto #2: Hans Söllner verlinkt unseren
Artikel auf soellner-hans.de

Unsere Redakteurin Thesere Kaiser traf Joyce Muniz sowie Szene-Urgestein Rudy Wrany, Kollege Philipp Köstenberger traf das Elektrokollektiv wherethesh.it – außerdem gab’s mit Bernhard Eder und Sir Tralala auch von den Songschreibern dieses Landes was zu hören. Die Isländer Arstidir baten wir via Skype zum Gespräch und im Zuge unseres „stadtbekannt feiert den Sommer“-Festes, für das wir viele tolle Bands gewinnen konnten, trafen wir unter anderem Laura Rafetseder von „Laura And The Comrats“ und Mary Lamaro von der Mary Broadcast Band. In der Waldviertel-Wien Connection trafen wir unter anderem die Freischwimma, die gerade ihre neue Platte am Start hatten. Mit dem WUK Musikteam Hannes Cistota und Daniel Eberharter haben wir uns auch verabredet zum WUK Jubiläumsgespräch.

Mit Remasuri gab es eine Wienerliedband im Gespräch, auch Pianist/Songschreiber Martin Klein gab uns ein Interview anlässlich seines neuen Albums. Die VSA – Vienna Songwriting Association, beziehungsweise deren Delegation Klaus Totzler und Jenny Blochberger traf ich in der Früh zum Kaffee nicht lang vor deren Blue Bird Festival. Und Bob Dylan-Konferenz Organisator und Literaturwissenschafter Eugen Banauch sprach mit uns über die Konferenz und Dylans 70. Geburtstag. Da war noch mehr, blättert Euch mal durch die Musik-Sektion.

Film und Fernsehen!

Mit Schauspieler Manuel Rubey und Regisseur/Autor Georg Weissgram plauderten wir im Rüdigerhof über deren geniale neue Internetserie „Fauner Consulting“. Hier nachzulesen. Und weil stadtbekannt ja auch für Satirisches wie unsere „Saturday Night Life“-Berichte berüchtigt ist, trafen wie die SNF-Protagonisten Molti, Spotzl, Eigi und Pichla zum Plaudern. Ein wenig, nun, ernster in den Filmbereich trieb es Kollegin Lengger – die glaube ich mehr Vormittags-Kinovorstellungen besuchte als jemand anderes – zu  Ruth Beckermann, mit der sie über ihren neuen Film „American Packages“ sprach. Auch traf sie sich, hier nachzulesen, mit den Regisseuren Joachim Krenn und Gerhard Filleis um mit ihnen über ihren Kurzfilm "New York… November" zu reden.

Soziales und anderes superes!

Mit Ute Bock trafen wir uns auch – und was soll man zu ihr sagen. Wir bewundern sie und es war super. Unterstützenswert wie nur was. Auch sozial engagiert: Ersterer beim Integrationshaus, Zweiterer beim Freunde Schützen haus sind Willi Resetarits und Peter Blau, mit denen ich dieses Jahr jeden Sonntag bei ihrer Radiosendung „Trost & Rat“ zusammenarbeiten durfte und die ich dann auch gleich zum Gespräch über allerlei bat.  Auch mit der  LIMDA Flüchtlingshilfe haben wir uns getroffen.

Ach ja. Und: Ausblick!

Wir haben es immer gesagt, dass wir es tun – und dann war es auch soweit: vier Buchstaben, eine Legende: RAPP. Als Redaktionsinsider war es eine Frage der Zeit, bis es geschah und wir den von uns hochgeschätzten  Peter Rapp  trafen, und wie sich das stilgerecht gehört gleich in der Küniglberg-Kantine kurz vor Aufzeichnung seiner Brieflosshow. Und er war witzig und jovial, wie wir uns das erwartet haben. Projekt-X geprägt wie wir sind, gibt es auch ironische Redaktionsikonen, und eine deren musste ich aus Respekt leider ablehnen. Die Redaktion diskutiert heute noch, ob das würdig und recht war.


Beweisphoto #3: Rapp und stadtbekannt-Redakteur.

Rückblickend: eine Menge. Und es geht nächstes Jahr gleich weiter, mit großen Plänen. Interessante Szeneleute wie große Namen, Musik, Literatur, Film – was uns ein Gespräch wert erscheint, das werden wir treffen. Und wo wir gerade bei Ikonen waren: zuviel will ich noch nicht verraten, aber letztens an der Küniglberggarderobe stand… nun, der Erfinder der Decoder-Karte und ein großer ehemaliger Schnauzbartträger nebenbei… mehr nächstes Jahr, auf stadtbekannt. Danke an Euch alle fürs Lesen und danke an die KünstlerInnen für die lustigen, interessanten, aufschlussreichen Gespräche, die oft bei dem einen oder anderen Getränk noch lange nach Abschalten des Diktiergerätes weiter gingen.

(Markus Brandstetter)

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  1. Marie sagt:

    Bitte besser Korrekturlesen…
    …ist echt mühsam zu lesen wenn Abstände und Groß- bzw. Kleinschreibung kontinuierlich so daneben gehen. danke!

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