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Universität Wien (c) STADTBEKANNT
Universität Wien (c) STADTBEKANNT

Wie „wurschtel“ ich mich durchs Studium

26. September 2016 • Lifestyle

Der ultimative Wurschtel – Guide

Studieren. Für viele ist es die Herausforderung ihres Lebens, für andere wiederum bloß Mittel zum Zweck nicht gleich nach der Matura ins Arbeitsleben einsteigen zu müssen. Um dem Feindbild des faulen Studenten gerecht zu werden, widmet sich STADTBEKANNT genau dieser Thematik und zeigt wie man sich am besten durchs Studium „wurschtelt“.

 

Kontakte knüpfen

Oberste Priorität (vor allem an Erstsemestrige gerichtet) ist es Kontakte zu knüpfen, jedoch weniger auf der Uni, sondern im Club, auf Uni-Parties und bei Konzerten. Sprich fortgehen was das Zeug hält, natürlich alles im Sinne der Bildung. Diese Kontakte könnten von größerer Wichtigkeit werden, wenn es darum geht Skripten und Informationen auszutauschen. Dabei sollte man auch über den Tellerrand seines Studiums blicken, schließlich wollen auch Wahlfächer belegt werden und wenn man da nicht interdisziplinär denkt, steht man bald ohne Skripten-Connection da und muss gar noch selber zu den Vorlesungen pilgern. Ein irrwitziger Gedanke. Also auch in fremden Gewässern fischen. Wem aber selbst Ausgehen zu anstrengend ist, dem seien Facebook-Gruppen der Studienrichtungen und die Dropbox ans Herz gelegt, dort lässt es sich bequem von zuhause aus online nach Skripten und Mitschriften stöbern.

 

Immer Ausreden parat haben

Wem ist das noch nicht passiert. Erste Einheit einer Übung oder eines Seminars und man verpennt. Blöd gelaufen, vor allem wenn es nach dem Prinzip „der Schwächste fliegt“ geht, wird man normalerweise gleich zu Beginn von der Lehrveranstaltung ausgeschlossen. Nicht aber wenn man eine geeignete Ausrede parat hat. Klassiker wie; „die Straßenbahn ist nicht gekommen“ oder „die U-Bahn ist stecken geblieben“, bieten sich leider nicht mehr an. Das inflationäre Auftreteten  von Verkehrsstörungen der Wiener Linien zu Semesterbeginn hat Tradition und ist daher nicht mehr allzu glaubwürdig (der Autor weiß wovon er spricht). Grundsätzlich gilt je ausgefallener desto besser. „Ich wurde Zeuge eines Banküberfalls und musste den Täter stellen“, „ich wurde beim Schwarzfahren erwischt“ oder „meine Mitbewohnerin hat mich in die Wohnung eingesperrt und aus Versehen meine Schlüssel mitgenommen“. Der Kreativität soll dabei keine Grenzen gesetzt werden.

 

Flirten oder Heulen

Sollte es einmal hart auf hart kommen, so sollte man sich auch nicht zu schade sein bei mündlichen Prüfungen den Charme spielen zu lassen oder auf die Tränendrüse zu drücken. Dem/Der Professor/In mal schöne Augen machen oder sich vor Verzweiflung heulend auf den Boden werfen und voilà; statt den „Fetzn“ steht ein „Bestanden“ zu Buche. Natürlich sollte man es nicht übertreiben, vor allem mit dem Flirten.

 

Schummeln

Das Schummeln macht den Grande-Teil des arbeitsresistenten Studentenlebens aus. Musste man sich früher noch allerlei kreative Verstecke für seine Zettelchen und Notizen ausdenken, so ist es heutzutage im Zeitalter der Smartphones ein Leichtes sein ganzes Studium mittels tragbarem Skriptum in Taschenformat zu bewältigen. Wer aber von diesem technischen Schnick-Schnack wenig hält und es lieber oldschool mag, der greift auf die traditionellen über Jahrzehnte weitergegebenen und perfektionierten Schummelmethoden zurück. Nichts für Anfänger, doch wer sich Tipps holen will, kann sich dazu auch schon diverse Youtube-Tutorials ansehen.

 

Den Keilern ausweichen

Wie Bojen treiben sie hin und her vor den Instituten und Unis dieser Welt, sie sehen zwar lethargisch und harmlos aus, doch sieht man ihnen einmal zu lange in die Augen, werfen sie sich mit ungeahntem Enthusiasmus, wie ausgehungerte Hyänen auf ihr nichtsahnendes Opfer und überfallen dieses mit einem pathosgeschwängerten Wortschwall. In minuten-langen Gesprächen versuchen sie einem das Brieftascherl zu lockern und das Herzerl zu erweichen. Denn schließlich würde ohne deine 5 Euro im Monat ein Pandababy in Asien sterben. Nicht einlullen lassen! Wie man diesen Keilern am besten aus dem Weg geht, haben wir schon einmal an dieser Stelle verraten.

 

TEAM = Toll, ein andrer machts

Wenn es darum geht sich zu Referatsgruppen/teams einzufinden gilt Obacht! Hat man die freie Wahl so sollte man bedenken, sich immer mit jenen Mitstudenten zusammen zu tun, welche möglichst in den vorderen Bänken platziert sind. Dieser Indikator ist zwar nicht zu 100 Prozent verlässlich, jedoch liegt die Wahrscheinlichkeit höher hier „den Streber“ zu finden als sonst wo. Man muss hier eindeutig pokern. Besonders schwierig: „Der Streber“ hat seine Aufmachung geändert, er kommt fast anonym daher – Hornbrillen trägt schließlich schon jeder! Es bedarf schon einer gewissen Menschenkenntnis diesen Schlag von Mensch zu erkennen. Hat man die Nadel im Heuhaufen dann aber erst gefunden, kann man sich glücklich schätzen da ein anderer die vielleicht nicht vorhandene Kompetenz und den fehlenden Arbeitseifer ausmerzt. Somit profitieren beide, der eine darf den Klugscheisser raushängen lassen und der andere darf sich entspannt zurücklehnen. (Tipp: Dabei aber nie erkennen lassen, dass man selbst eine Null ist.)

 

Wenn du diese Tipps beherzigst, sollte einem entspannten Studieren nichts mehr im Wege stehen. STADTBEKANNT wünscht allen ein schönes (und hoffentlich nicht aaaaaallzu anstrengendes) Wintersemester!

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