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Wiener Christkindlmarkt Rathausplatz (c) STADTBEKANNT Zohmann
Wiener Christkindlmarkt Rathausplatz (c) STADTBEKANNT Zohmann

Weihnachts-Shopping in Wien

6. Dezember 2014 • Lifestyle

Der Weihnachtszeit sehen die Händler in Wien jedes Jahr mit großer Freude entgegen, schließlich sind in dieser Zeit immer hohe Umsätze zu erwarten. In diesem Jahr allerdings wird der Umsatz in der Weihnachtszeit unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Dies geht aus einer Mitteilung der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer hervor. Der Umsatz wird demnach in diesem Jahr bei rund 345 Millionen Euro liegen. Das entspricht einem Minus von rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Niveau sei dennoch solide, heißt es von Spartenobmann Erwin Pellet.

 

Gründe für den Rückgang

Ein Grund für den Umsatzrückgang im Weihnachtsgeschäft sei die abgeschwächte Konjunktur und die damit einhergehende Zurückhaltung beim Konsum. Ein weiterer Grund sei auf Veränderungen im Einkaufsverhalten zurückzuführen. Die Kunden verschenkten zunehmend Gutscheine, die erst im neuen Jahr eingelöst würden. Zudem gingen die Käufer immer früher auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken. 22 Prozent der Wiener kauften einzelne Geschenke schon im Oktober. Im November haben 53 Prozent bereits alle Geschenke besorgt. Diese Umsätze fehlen dann natürlich im Dezember. 18 Prozent planen den weihnachtlichen Shopping-Bummel lange im Voraus, Spontankäufer sind immer seltener zu finden.
Außerdem kaufen längst nicht mehr alle Kunden im stationären Handel ein, sondern ordern ihre Weihnachtsgeschenke zunehmend in Online-Shops. Während der Umsatz für das Weihnachtsgeschäft in Wien zurückgeht, wird für den Online-Handel ein Plus erwartet.

 

Online-Shopping boomt

Laut einer Studie der KMU Forschung Austria, die im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich – Bundessparte Handel durchgeführt wurde, kauft jeder zweite Erwachsene in Österreich gelegentlich im Internet ein. Insgesamt liegt der Anteil der Online-Shopper bei 62 Prozent. Laut Angaben von Statista ist die Nutzung von Online-Shopping von 2003 bis 2014 um 35 Prozent gestiegen. Dank immer sicherer Zahlungsmethoden wie der Prepaidkarte Paysafecard wagen auch immer mehr Skeptiker den Einkauf im Internet. Neben der breiten Auswahl an Produkten spielt vor allem die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der Online Shops eine wichtige Rolle für das vermehrte Einkaufen im Internet. Die meisten Einkäufer im Internet bevorzugen Zeiten zwischen 19:00 und 22:00 Uhr für ihre Bestellungen – also Zeiten, zu denen die meisten Läden in der Stadt bereits geschlossen haben. Zu den am häufigsten bestellten Produkten gehörten 2013 Printerzeugnisse, Kleidungsstücke und Elektroartikel.

 

Was wird am häufigsten verschenkt?

Im Wiener Einzelhandel wird mit Printerzeugnissen im Dezember immerhin 6 Prozent des Jahresumsatzes gemacht, genauso wie beim Elektrohandel. Juweliere und Spielzeughändler erwirtschaften in der Weihnachtszeit je 12 Prozent ihres Jahresumsatzes. Schmuck und Spielzeug gehören zu den Produkten, die vergleichsweise eher wenig im Internet bestellt werden. Zum Vergleich: 2013 gaben die Österreicher insgesamt 790 Millionen Euro für Elektroartikel und 650 Millionen für Bücher/Zeitschriften im Internet aus. Für Spielwaren beliefen sich die Ausgaben auf 210 Millionen Euro und für Uhren/Schmuck nur auf 120,- Euro.

 

Neben Büchern, Spielwaren, Schmuck und Elektroartikeln werden in diesem Jahr auch wieder viele Tickets bzw. Einladungen für Veranstaltungen verschenkt werden. Durchschnittlich wird jeder Wiener in diesem Jahr acht Präsente verschenken. Das bedeutet ein Geschenk mehr als im Vorjahr. Insgesamt gibt jede Person rund 350 Euro für Weihnachtsgeschenke aus. Die festliche Stimmung in den Wiener Fußgängerzonen wird der erwartete Umsatzrückgang indes nicht trüben.

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