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SNF Tara Marvin

Saturday Night Fever 6.6 – Über Plastik in Plastik und verbalen Watschen die auch körperliche Spuren hinterlassen

18. April 2012 • Film / TV1 Kommentar zu Saturday Night Fever 6.6 – Über Plastik in Plastik und verbalen Watschen die auch körperliche Spuren hinterlassen

Vom Pizza Benni zum Watschen Benni

Während Benni den "Pizza Mario" macht und sich ins Haifischbecken Gastgewerbe stürzt, gehen die anderen beiden Sonnenbank – Strahlemänner einen anderen Weg, nämlich den des Sports. Ganz nach Fendrichs „Es lebe der Sport“ versucht Clemens den nicht nur mehr in Farbe, sondern mittlerweile immer mehr auch mer in Gestalt einem Coffee – Drops gleichenden Roman in Form zu bringen. Doch dieser zeigt sich enttäuscht: Radfahren? Hanteln stemmen und Gewichte heben, so hat er es sich zumindest vorgestellt, doch der Schwarzenegger Traum scheint schon hier zu scheitern. Doch Klemens ist nicht nur Mentor sportlicher Natur, auch in Sachen weiblicher Anatomie weiht er Roman in die Schattenseiten des Sports ein: Die Schrumpfbrust. Ob diesen Schocks noch immer paralysiert, muss der Frust wie gewohnt im Alkohol ertränkt werden.

Und Benni? Das Solarium gegen den Pizzaofen getauscht, ist der frischgebackene Jungunternehmer nun in die Gastronomiegeschäft eingestiegen. Vielleicht demnächst was für unseren Lokalführer? Doch der alten Zeiten wegen, lässt Benni sich doch breittreten seinen Pizzatempel zu verlassen und sich bei einen Abstecher ins Nachtleben zu stürzen, inklusive Freundin Sanja. Und das Drama nimmt seinen Lauf, denn Benni macht scheinbar nicht nur in der Küche einen auf Italiener, sondern auch in Sachen Libido lässt er nichts anbrennen ( höhö ), zumindest in fremden Betten. Dass, das Sanja nicht gefällt, ist klar und so ist die neue Liebschaft so schnell sie da war auch schon wieder Geschichte. Jedoch nicht ohne ein Abschiedsgeschenk in Form eines ( O-Ton ) „verbalen“ aber doch körperlichen Handabdrucks im Gesicht des nunmehr Ex-Freundes zu hinterlassen.

Tara – Plastik verpackt in Plastik

Ein letztes Mal “durfte” man Tara nun bestaunen. Ein letztes Mal Babyalarm, doch eben diese wollen erst einmal gebändigt werden. Mit Hilfe ihrer „Freundin“ Marvin können sie doch noch gezähmt und in einem Kleid, welches mehr einem Ganzkörperpräservativ gleicht, als einen Kleidungsstück, untergebracht werden. Das Ergebnis: Ein Traum aus Plastik. Das ganze Tam -Tam für einen Mann. Dermatologen werden aufschreien, doch für Tara ist er die braunste Versuchung seit eines gewissen Kärntner Lebensmenschen. Zufälligerweise heißt der Auserwählte ebenfalls, no na ned, Stefan. Doch „ErsguterJunge“, so der erste Eindruck. Geschmiert und geölt präsentiert sich Tara dem Mann ihrer (Zweit)-Wahl, denn eigentlich wäre ja der Stripper viel eher ihr Typ. Doch zumindest stellt Stefan ihr ein würdiges Zeugnis aus, indem er sagt Tara sei unglaublich.
Das stimmt, doch die Konnotation des kleinen Wörtchen „unglaublich“ lässt sich bekanntlich ja vielseitig deuten. Doch schnell bekommt die Panier Risse. Tara erkennt in Stefan immer mehr den rauchenden Dorftrinki, statt des braungebrannten Adonis für den er sich selbst zu halten scheint. Doch mit einer Rose ist sämtlicher Rauch verflogen.

Der Reißer von Seeham – Ein Drama in 4 Akten

Paketzusteller Chris konstatiert seine Traumfrau muss blond sein. Mit diesen eher puristischen Grundvorausetzungen, die er an seine potenzielle Zukünftige stellt, ist es aber noch längst nicht getan, denn einen Busen sollte sie dann doch auch haben. Der Reißer von Seeham, wie ihn der Seehamer Volksmund nennt, wird seinem Namen nur bedingt gerecht, denn mit „Grias eich, wie geht’s eich, eeeehm werdma furt gehen und so?“ lässt sich kein Blumentopf bei der Damenwelt gewinnen, schon gar nicht wenn das Gesicht mindestens Zwei Promille widerspiegelt.

Doch einmal ist keinmal, deshalb Versuch zwei, doch auch dieser scheint  schon im Keim zu ersticken.Der dritte Anlauf endet ebenfalls in einem Fiasko und der Zuschauer kommt aus dem Fremdschämen kaum mehr raus. Die Schönheit des Scheiterns. Different place, same story. Auch bei wechselnder Location, bleibt das Bild, dass der Reißer von Seeham ein weiteres Mal abgibt, ein Trauriges. Die Fallhöhe, die Katharsis steigert sich bis zum pathosgeschwängerten Höhepunkt eines klassischen Dramastücks, indem er von seinem vierten Versuch nicht nur verbal sondern sogar körperlich abgestoßen wird, zu viel für den Reißer von Seeham und somit tritt er gezeichnet vom Leben den Heimweg an. Denn irgendwann muss auch der größte Reißer schlafen gehen.

Fazit: Die Sendungen wirken immer mehr gescriptet, doch dieses Mal gab es wenigstens wieder einen „ehrlichen“ Rausch seitens Klemens zu bewundern. Außerdem wissen wir jetzt, dass eine Verbal-Watschen auch körperliche Spuren hinterlassen kann.

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Eine Antwort auf Saturday Night Fever 6.6 – Über Plastik in Plastik und verbalen Watschen die auch körperliche Spuren hinterlassen – Verstecken

  1. enne sagt:

    wie peinlich
    ist die tara???!! get a life girl!!

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