Wien – Leben

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Interviews 2010

25. Dezember 2010 • Leben

2010 neigt sich dem Ende zu, und zurückblickend hat sich bei stadtbekannt einiges getan, auch in Punkto Interviews. Viele interessante und oft sehr amüsante Gespräche mit Leuten quer durch die österreichische (und manchmal auch internationale), grob gesagt, Kunstlandschaft, an die ich mich gerne erinnere – hier ein persönlicher Überblick darüber was 2010 in Punkto Gesprächen bei stadtbekannt so passierte:
 
Clemens Haipl haben wir in diesem Jahr zwei Mal zum Gespräch gebeten. Beim ersten Mal (hier nachzulesen)im April hatte er gerade sein Buch „Sind wir bald da – Clemens Haipl sucht den Jakobsweg“ beim Residenzverlag veröffentlicht (von denen wir auch zwei handsignierte Exemplare verlost haben). Wir saßen gut zwei Stunden im Urania zusammen und unterhielten uns ausführlich über seine Arbeit als Programmgestalter, Berufskreativer und plauderten auch ausführlich über „Projekt X“. Sein Projekt „Depeche Ambros“, in dem er (gemeinsam mit Peter Pansky und Peter Zirbs) Depeche Mode Sounds mit Austropop Songs mischt, haben wir kurz angeschnitten – wenige Zeit später war die erste Single, „Da Hofa“ draußen und wir trafen uns, hier nachzulesen, beim einen oder anderen Bier, zum ausführlichen Gespräch über das Projekt, Computer, New Wave und das Produzieren von Musik. Lustig hatten wir es bei beiden Treffen.
 
Mit Herrn Hermes verbrachten (klick) wir einen lustigen Abend im 4. Bezirk, in dem er uns über seine aktuelle Arbeit, sein Leben vor FM4, seine Liebe zur Vekehrsplanung sowie seine Vorstellung von Stil und Anstand gab. Außerdem gab er unseren Lesern einen wertvollen Tipp im Umgang mit der holden Weiblichkeit mit auf den Weg, hier nachzulesen. Es war uns ein Volksfest, Herr Hermes.

French Horn Rebellion, das Elektro-Duo aus New York, baten uns in die Backstage Räume der Pratersauna anlässlich der Levi’s Colour Of Noise Tour. Eigentlich hätten wir das gesamte Künstler-Line Up der Tour interviewen wollen, leider sagten die beiden anderen Künstler der anwesenden Presse kurzfristig ab. French Horn Rebellion plauderten mit uns bei Champagner und Bier unkompliziert über das Tourleben, ihre Arbeit am Album und Musik generell, und blieben mit uns auch in Kontakt. Hier nachzulesen.

 
David Schalko war einer meiner absoluten Wunschgesprächspartner. Wir trafen uns im Café Ritter im 7. Bezirk und machten nebenbei ein paar Fotos – ein Ungustl am Nebentisch regte sich furchtbar darüber auf, weil erdachte dass wir absichtlich IHN und nicht David fotografieren würden. „Fotografierens wo anders“, schäumte er, was uns alle ein wenig verdutzt und peinlich berührt stocken ließ. Der Autor und Regisseur nahm sich ausführlich Zeit um mit uns über seine Arbeit zu plaudern. Heraus kam ein, wie ich glaube, sehr interessantes Gespräch – hier nachzulesen.
 
Bunny Lake bat ich ins Café Prückl zum Gespräch über ihr aktuelles Album “The Beautiful Fall. Bei aller Freundlichkeit waren am Ende beide Parteien glaube ich nicht ganz so glücklich miteinander, da die Band mit den Fragen zur Konzeptualität und Referenzialität (Mode, Film, et cetera) nicht wirklich viel anfangen konnte und somit das Gespräch mit der Zeit ein wenig ins Stocken geriet und sich nicht mehr ganz erholte. Hier nachzulesen.
 
Als ich die Heavy-Band Boon zum Gespräch bat, hatten sie gerade ihr Album „The Almighty Love“ auf den Markt gebracht. Was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass sie ein paar Monate später für AC/DC eröffnen würden – und weil ihr Auftritt im Wiener Happel Stadion beim AC/DC Umfeld so gut ankam, wurde das Quartett für zwei weitere Konzerte in Deutschland eingeladen. Eine Einladung, der das Quartett selbstredend gerne nachging. Das ausführliche Gespräch hier nachzulesen.
 
Das Gespräch mit Florian Scheuba zählt definitiv zu meinen Faves. Wir saßen gut anderthalb Stunden zusammen und sprachen über seinen Werdegang bei den Hektikern, über Innenpolitik, die Relevanz von Politsatire und viel mehr.  Ein politisches, sympathisches und lustiges Gespräch, bei dem wir viel gelacht haben, hier nachzulesen.
 
Im Rahmen unserer „Musikindustrie von Innen“ Reihe besuchten wir Pate Records-Chef und Amadeus Erfinder Mario Rossori in seinem Büro. Rossori nahm sich ausführlich Zeit für uns, auch wenn er – das Dauerläuten seines IPhones zeigt das deutlich – sicher auch ohne uns genug zu tun gehabt hätte. Wir sprachen über die Entwicklung der österreichischen Musikindustrie, über sein Label, Amadeus Awards neu und das Leben als Musikschaffender in Österreich.
 
Nova Music-Chef und Nova Rock Erfinder Ewald Tatar empfing uns backstage im Gasometer beim Cypress Hill Konzert. Ein sehr interessantes, hier nachzulesendes Gespräch mit einem sehr sympathischen Gesprächspartner, der hierzulande die Festival-Saison in seiner Hand hat.
 
Rapper MAdoppelT hatte gerade sein aktuelles Album „Hybrid“ mit einer Releaseparty im Flex gefeiert, am Tag darauf traf ich ihn ihm Nelson’s im vierten Bezirk um mit ihm ausführlich über jeden Aspekt des Musikmachens zu sprechen.Hiernachzulesen.
 
Aus dem Hause des Labels und mittlerweile Kulturverreins LiMuPic traf ich mich dieses Jahr mit zwei Bands: Mit Lausch saß ich bei strahlendem Sonnenschein im Gastgarten der Stieglambulanz zusammen um über das aktuelle Album „Friend Of The Captain“ zu sprechen. Sergeant Pluck Himself veröffentlichten dieses Jahr ihr Zweitwerk „The Owner“. Im schönen Waldviertel traf ich Sergeant Pluck-Chef Matthias Ledwinka.
 
Ulrich Drechsler traf ich zum Kaffee bei ihm zuhause, um über sein  großartiges Album „Concinnity“ mit dem Cello Quartett zu sprechen. Natürlich sprachen wir auch ausführlich über die allseits beliebten Café Drechsler sowie seine Folgeprojekte. Ein äußerst charismatischer, unkomplizierter Gesprächspartner, hier nachzulesen.
 
Summa summarum war das ein Jahr mit tollen Gesprächen, netten Gesprächspartnern und vor allen Dingen jeder Menge Gesprächsstoff. Bleibt mir nur übrig, mich bei den Künstlern für die interessanten und lustigen Gespräche zu bedanken, die zu späterer Stunde oft auch bei abgeschaltetem Diktiergerät und dem einen oder anderen Bier weitergingen.

Und unserer ebenso superen Leserschaft, der stadtbekannt community: großes Danke fürs Lesen, kommentieren, verlinken, kritisieren, diskutieren et cetera. 2011 wird es auch in Punkto Interviews einiges geben – bleibt auch 2011 ein Teil von stadtbekannt !

 

Markus Brandstetter

Geschichten rund um den Song Noir. Von strauchelnden Protagonisten, Mythen und Mixtapes.

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