Lifestyle

Mobbing

Die digitale Klowand

23. März 2011 • Lifestyle7 Kommentare zu Die digitale Klowand

Eine deutsche Website lädt zum hemmungslosen Beleidigen und Mobben ein.

Was sich früher mehr oder weniger dezent auf der Schultoilette abgespielt hat, das passiert in den Zeiten des Web 2.0 weltweit nachlesbar in Social Networks. Es wird gemobbt, gepöbelt, verleumdet und verlacht. Während in den meisten Netzwerken wie Facebook, oder StudiVZ solche Aktivitäten einen widerlichen Auswuchs darstellen bietet sich die Deutsche Page isharegossip.com vollkommen offen als digitale Klotür an. Wem es nicht genug am Schulklo seine Beschimpfungen zwischen Brandlöchern und Klopapierfetzen hinzusudeln der kann hier die ganze Welt wissen lassen wen er oder sie geil, hässlich, stinkend oder schlicht und ergreifend scheiße findet. Vollkommen öffentlich und total anonym. Die Kommentare sind dabei streng nach Bundesland, Stadt, Bezirk und Schule kategorisiert. Es gibt Sektionen sowohl für Deutschland als auch für Österreich.

Reale Opfer

Dass Cybermobbing kein Spaß ist und sehr reale Konsequenzen haben kann zeigte bereits vor längerer Zeit der Fall einer 13-jährigen Amerikanerin, die sich nach einer Mobbing-Attacke das Leben nahm. Ein Gewaltopfer, es stellt sich die Frage ob es das erste war, hat nun auch isharegossip.com auf dem Gewissen. Ein 17-Jähriger wollte eine Aussprache zwischen seiner Freundin und ein paar Mädchen organisieren die sie auf der Plattform gemobbt hatten. Als Reaktion darauf wurde er von einer Gruppe Jugendlicher niedergeschlagen und fast ins Koma geprügelt.

Immer noch online

Bei Deutschen Staatsanwaltschaften gingen bereits zig Anzeigen wegen Beleidigung, Übler Nachrede, Volksverhetzung etc sowohl gegen User als auch die Betreiber ein. Registriert über das US-Unternehmen WhoisGuard in Lettland und auf einem schwedischen Server gelegen ließ sich bisher wenig gegen die Seite und jene die dahinter stehen übernehmen.
Zumindest lukrativ dürfte das miese Geschäft mit der Beleidigungsplattform für die Hintermänner nicht gewesen sein, ist doch ein Werbebanner darauf laut SpiegelOnline bereits für fünfzig Euro zu haben.

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7 Antworten auf Die digitale Klowand – Verstecken

  1. errm sagt:

    errrm
    und wo ist der link?

    oder was ist jetzt der inhalt dieses artikels…?

  2. freddurst sagt:

    na und?
    ist das jetzt webtipp?

    eigentlich eh eine gute idee…!

  3. maxi sagt:

    website
    hab auch schon davon gehört… jugendliche können wirklich bösartig sein.

  4. Ralf sagt:

    .
    nach einem tipp schaut es weniger aus, oder?

  5. Joe sagt:

    mies
    @freddurst: wie menschenverachtend muss man drauf sein um das für eine gute idee zu befinden?!

  6. gehbitte... sagt:

    also echt.
    wer da draufschaut ist selber schuld – wenn ich da gemobbt werden würde dann wüsst ich das nichtmal.

  7. paul sagt:

    ich glaub schon, dass
    wenn eine schule da mitmacht und regelmäßig gerüchte auf dieser website verbreitet, kann es schon sehr viel einfluss haben und "geh bitte" / drüberzustehen ist halt schwer in diesem alter.

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