Ich bin der fesche Lula…

Kugelsichere, pinke Autobahnen und Affen als Sicherheitskräfte bei den Olympischen Spielen in Rio, waren nur einige der Ankündigungen des vermeintlichen brasilianischen Präsidenten Luiz Ignacio Lula da Silva, genannt Lula, bei mehreren Interviews mit internationalen Medien. Kein Wunder, dass der Brasilianer den Redakteuren des australischen TV-Senders SBS bald spanisch vorkam. Hatte sich doch der Stimmenimitator eines lokalen Radiosenders aus Lulas Heimat einen Scherz erlaubt, wie der Guardian berichtete.
Ganz im Stile des echten Lula, ohne Punkt und Komma und mit markigen Formulierungen, schwadronierte der Falsche mehr als zwanzig Minuten lang daher. Er wolle vor Freude die ganze Welt und alle Brasilianer küssen, weil die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro stattfinden. Im übrigen melde er sich gerade aus einer Favela, die der sicherste Ort der Welt sei. Mitgebrachte Laptops und Kameras könne man dort einfach herumliegen lassen. Dass seine rauchige, markante Stimme nicht von ungefähr kommt, bewies der falsche Präsident als er auch noch laut hörbar einen Schluck Rum forderte.
Weniger kritisch als die australischen Kollegen waren Redakteure in Mosambik und Angola wo der getürkte Lula auf Sendung ging.
Der Spaß vergangen dürfte inzwischen auch dem Stimmenimitator sein. Er bekam Besuch von der brasilianischen Staatspolizei.

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