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Puch Maxi

Ode an das Mofa

2. April 2013 • Lifestyle7 Kommentare zu Ode an das Mofa

Freiheit auf zwei Rädern

Was ist schöner, als wenn einem bei warmem Sonnenschein der Fahrtwind durchs Haar zaust oder, für die Verantwortungsvollen unter uns, zumindest um den Helm weht? Was ist schöner als die Freiheit auf zwei Rädern? Und weil es in Wien für eine Harley oder eine Hayabusa doch etwas an Auslauf fehlt, kann das nur eines heißen: ab aufs Mofa.

Zum einen schafft das Mofa (von unseren helvetischen Nachbarn liebevoll „Töffli“ genannt) eine wunderbar ausgeglichene Bilanz zwischen notwendigem Aufwand und individuellen ökonomischen und technischen Möglichkeiten zur Fortbewegung in der großen Stadt. Was sind die ganzen Stadtbauern in ihren SUVs (dt. Pritschenwagen) doch für arme Würstel die sich zum sommerlichen Hitzeausgleich ihrer Klimaanlage bedienen müssen. Lasst euch gesagt sein: Wer den Spittelberg erklimmen will braucht dazu nun wirklich keinen Jeep oder keine Pistenraupe, andere schaffen’s sogar mit dem Dreirad!

 

Born to be wild

Zum anderen, und hier apropos Dreirad, sorgt das Mofa einfach für jeden ansonsten noch so schnöseligen Zeitgenossen für das notwendige Understatement. Es sagt, hier ist einer, der muss sich nicht in eine fette Karosse setzen um wie Steve McQueen daherzukommen. Oder hat auch ohne Harley den Peter Fonda drauf. Hier ist ein Mensch der setzt sich bar jeden Schutzes und so wie er ist, halt mit Helm, allen Gefahren aus, trotzt Wind und Wetter, lacht dem Sturm grimmig ins Gesicht. Auch wenn dieser nur aus einem sanften Ostwind aus der ungarischen Puszta besteht.

Das Mofa ist sowohl Reminiszenz aus der Jugend, als auch ein Fingerzeig in die Zukunft. Früher konnte man sich nichts Besseres leisten und nun wäre es blöd mehr zu wollen, als das was man im eigenen Innenhof oder Fahrradständer verstauen kann. Sollen doch die Lugneranten dieser Stadt in ausgemusterten Leopard II unterwegs sein. Wer das braucht, dem kann auch ein Tomatengarten am Balkon ein kein Alzerl Lässigkeit geben.

 

Es kann nur eine geben!

Mofafahren heißt also nicht nur Freiheit in der Bewegung, weil einem keine Lücke widerstehen kann, ob zum Parken oder Durchfahren. Es heißt auch ökonomische Freiheit. Kleinere Reparaturen sind sogar für Technik-Noobs zu schaffen und sollte es einmal kaputt gehen ist das auch nicht der Untergang der Titanic.

Die Deluxe-Klasse des Mofas ist zweifellos die Puch Maxi. Wer einmal mit den knapp fünfzig ccm durch die Stadt getuckert ist, der weiß wen Roger Miller mit King of the Road gemeint hat. Zwar vielleicht nicht geschwindigkeits-, jedoch stilmäßig lässt man damit jede schnöde Vespa klar hinter sich.
Also auf die Böck’ und ab geht’s. Denn: Wir sind die Coolsten, wenn wir cruisen…

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7 Antworten auf Ode an das Mofa – Verstecken

  1. brandstetter sagt:

    mein mofa
    ich hatte eine KTM Hobby. Die war alt, aber dafür 2 Gang – pipifein mit Kickstarter. Vor’m Gymnasium war sie solange cool, bis sie anfing nicht mehr anzuspringen =) Die anderen hatten neue Puch Maxis, die waren zwar IMHO nicht so cool, aber während sie schon ready waren bin ich hinten gestanden und hab den Kickstarter totgetreten, bis sie letztlich angesprungen ist. hätte ich gerne wieder, die mofettn, wie der kärnter sagt.

  2. jehova sagt:

    TRAUM!
    Ich brauch eine!!!!

  3. Tom Schaffer sagt:

    i want one
    wenn jemand sein mofa nicht mehr braucht und erschwinglich an einen studenten abzugeben hätte, der es lieb haben wird, ich wär interessiert. 🙂

  4. Joe sagt:

    mofa
    aber wenn nur the one and only: puch maxi!

  5. suit sagt:

    FAIL
    Harley ist ein Hersteller, Hayabusa ist eine Marke von Suzuki.

    Für eine Harley braucht man keine Anlauf, damit fährt man langsam – für eine GSX 1300 R sind auch die Straßen und Autobahnen in Wien kurz genug – in 3 Sekunden von 0 auf 100 und in 13 Sekunden auf gut 300.

    Aus umweltbewusstseinsgründen fährt man im Sommer eh nicht mehr mit dem SUV, da fährt man mit dem Porsche Cabrio-Zweitwagen.

    Ökonomische Freiheit ist auch gut ja – eine Puch-Maxi um 50 Euro muss man 1x die Woche herrichten, eine Vespa 2x die Woche – ob das ökonomisch ist, wage ich zu bezweifeln. 4-Takt-Maschinen sind zwar teuerer, aber wesentlich weniger wartungsintensiv – wenn mal was kaputt geht, ist es aber aufwändiger, das stimmt.

    Neben dem ökonomischen Aspekt muss man aber den ökologischen Aspekt dazunehmen: ein 2-Takt-Moped ist eine laute dreckschleuder – eine Puch Maxi hat 1 kW und frisst dafür über 3 Liter Benzin-Öl-Gemisch – der CO2-Ausstoss liegt bei gut 50 g pro 100 km. Weil wir grade bei der Hayabusa waren: die verbraucht gut das doppelte, der CO2-Ausstoss 148 g/km und das bei etwa der 150-fachen Leistung – dazu muss man sagen, dass der Verbrauch beim Fahren als Mix (Ort, Land, Autobahn) gerechnet wird. Wenn man mit einer Hayabusa in der Stadt im "Standgas" fährt (der erste Gang geht bis gut 130), ist der verbrauch deutlich darunter.

    Darum: verbot für 2-Takt-Dreckschleudern. Einfache 4-Takter kaufen – und nein, es muss keine Hayabusa sein :p

  6. stadtbekannt sagt:

    von marken und modellen und umweltschutz
    zur klärung der begriffe: harley-davidson ist eine marke des herstellers harley-davidson. hayabusa ist ein modell der marke suzuki (des herstellers suzuki).

    der umweltaspekt ist natürlich nicht zu vernachlässigen, das stimmt.

  7. saftpackerl sagt:

    Maxi schlägt Vespa ?
    In welcher Bizzaro Welt schlägt ein Puch Maxi Motorfahrrad eine (oder jede) Vespa ?????
    Sogar eine schirchere Vespa PK der neueren Bauart hat in der linken Hinterbacke mehr Stil als jede noch so schön hergerichtete Maxi…

    Zugegeben,wWenn man auf den Stil des motorisierten Fahrrades steht versprüht eine Maxi einen gewissen Grundcharme, stilvolleres Aussehen in genau dieser Ecke gibt es aber bei älteren Puch Modellen mit Pedalen…

    Also den praktischen , hemdsärmligen Charme einer Puch Maxi überhaupt mit dem Stil des geschwungenen Blechkleides einer Vespa zu vergleichen bzw darüber zu stellen, kann einfach nicht ernst genommen werden, sorry

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