Wien – Gut zu wissen

Grand Whiskey (c) Mautner stadtbekannt.at
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Katervorbeugung: So geht’s.

15. Oktober 2015 • Gut zu wissen

Tipps zur Katervermeidung

Am Wochenende wird bekanntlich nicht wenig  getrunken: Wer plant, zu tief ins Glas zu schauen, sollte sich bereits zuvor der Katervermeidung widmen. Wir zeigen euch wie’s geht.

 

Viel essen

Ohne Grundlage geht nix. Alkohol auf einen leeren Magen lässt sich bedingt bei Ebbe im Portemonnaie empfehlen, weil es die Alkoholaufnahme im Blut beschleunigt. Auch wenn das jetzt attraktiv klingen mag, ist das Durchhaltevermögen bei leerem Magen schwer eingeschränkt. Also, gut zu Abend essen. Bei der Auswahl gilt es grundsätzlich sich vorzustellen, das Gegessene könnte den selben Weg retour kommen. Also keine allzu ausgefallenen Geschmäcker, ganz schrecklich ist da beispielsweise Fisch. Pasta oder Kartoffel füllen den Magen am besten, dazu in jedem Fall beim Fett nicht sparen. Fetthaltiges und Eiweiß brauchen länger, um verdaut zu werden, ihr Konsum zögert den Rausch hinaus.

 

Die Getränkeauswahl

Süße Mischgetränke bescheren bekanntlich den schlimmsten Kater, zeigen aber auch am schnellsten ihre Wirkung. Zucker und Kohlensäure beschleunigen die Aufnahme von Alkohol im Blut. Bei Sekt wiederum bewirkt das Gas eine bessere Durchblutung der Magenschleimhaut, weshalb die verhältnismäßig kleinen Flöten oft große Wirkung zeigen. Hier gilt es auch die individuelle Wirkung zu berücksichtigen, die verschiedene Alkoholika beim Konsumenten entfalten.

 

Die Mischung machst

Vorsicht walten lassen sollte man in der Kombination unterschiedlicher Getränke. Die sicherste Variante ist, bei einem Getränk zu bleiben. Wem das zu langweilig ist, der sollte bei Höherprozentigem mitunter zu qualitativ Höherwertigem greifen: Schnaps ist nicht gleich Schnaps. Für Bauernweisheiten à la ‚Bier auf Wein, lass es sein, Wein auf Bier, das rat ich dir‘, können wir an dieser Stelle keine Garantien abgeben. Hier gilt es, den eigenen Erfahrungsschatz mit Rauschmitteln zu konsultieren. Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass der mischfaule Trinker am nächsten Tag erwartungsgemäß besser aus der Wäsche schaut.

 

Wasser trinken!

Weil man ja ohnehin die ganze Zeit trinkt, vergisst man leicht, dass mit Verweisen auf den Flüssigkeitshaushalt – im Allgemeinen – immer Wasser trinken gemeint ist. Also: immer wieder ein Glas Wasser trinken, um den Alkohol im Magen zu verdünnen. Wer Wasser nicht mag, kann auch Saft trinken. Wer nur Schnaps trinkt, würde zum Verdünnen wohl Bier verwenden.

 

Vor dem Schlafengehen

Beim Alkohlabbau über Nacht verliert der Körper viel Flüssigkeit, davon entstehen am nächsten Tag die Kopfschmerzen. Am effektivsten für deren Vermeidung sind leider genau jene Vorkehrungen, die direkt vor dem Schlafengehen getroffen werden müssen, also sinngemäß auch zu jenem Zeitpunkt, an dem meist nichts mehr geht. Wer sich hier noch aufrafft, wird allerdings belohnt: ein Glas Wasser oder eine Kopfschmerztablette präventiv vor Eintreten des Katers können Wunder wirken.

 

Der nächste Morgen

Beim Katerfrühstück gehen die Meinungen auseinander: die Einen schwören auf English Breakfast, weil das Fett den Alkohol am besten aufsaugt. Andere halten es mit dem Reparaturseidl klassisch homöopatisch: similia similibus curentur – Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden. Wiederum Andere bekommen gar nichts hinunter, was den praktischen Nebeneffekt hat, dass dadurch der Kalorien-Überschuss durch den Alkohol wieder ausgeglichen wird.

Der Mär von den eingelegten Heringen begegnet man in der Realität zwar ohnehin kaum, trotzdem soll an dieser Stelle warnend gesagt werden, dass dazu nur greifen soll, wer sich sicher ist, dass der Magen das Schlimmste überstanden hat. Das medizinisch empfohlene Katerfrühstück entspricht dem klassischen Fit-Frühstück: mit Vollkornweckerl und Obst, um den Vitaminhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Frische Luft und eine kalt-warme Wechseldusche, oder – für die ganz Harten – Sauna oder Dampfbad sind übrigens auch wirksame Mittel gegen den Kater. Am eindeutigsten suggeriert aber ohnehin das ausgetrocknete Mundgefühl, im Volksmund auch Filzpapn oder Pelzpapn genannt, was zu tun ist. Viel trinken! Wasser und Säfte bringen einen wieder unter die Lebenden.

Wenn all das beim Rezipienten keine Wirkung zeigt oder dieser Artikel erst nach dem Alkoholkonsum gelesen wurde, sei auf verschärfte Maßnahmen zur Katerbekämpfung verwiesen. Interessierte können hier weiterlesen.

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