Bonbons (c) STADTBEKANNT

Wiener Bonbonsgeschäfte

Es war die aufregendste Szene in Pippi Langstrumpf: Alle Kinder drücken sich am Schaufenster des Zuckerlgeschäfts die Nase platt, während Pippi mit einem Goldstück drei Viertel des Sortiments aufkauft. Und erst der Jubel, als alle zugreifen dürfen!

Was als Kind der ultimative Traum war, ist als Erwachsener der bitteren Realität der Vernunft gewichen. Bloß nicht zu viel Zucker, leere Kalorien und so ungesund! Dabei gibt es manchmal nichts schöneres als sich der Nostalgie hinzugeben, sich ein kleines Sackerl voller Pralinen oder Lakritz zusammenzustellen und sich mindestens so froh wie Pippi zu fühlen. Schließlich macht ja die Dosis das Gift. Zum Glück gibt es in Wien noch immer eine Handvoll kleiner, liebevoll geführter Zuckerlgeschäfte, die all die Köstlichkeiten unserer Kindheit im Sortiment haben – hier fühlt sich der Einkauf an wie ein Bummel in vergangenen Zeiten!

Bonbons Anzinger

Anzinger (c) STADTBEKANNT
Anzinger (c) STADTBEKANNT

Gegenüber der Albertina bietet dieses kleine Geschäft die unvermeidliche Flut an Touristenware: Mozartkugeln in Familienpackungen und die dazugehörigen Häferln und Dosen. Darüber hinaus gibt’s aber auch Trüffel und Pralinen nach Gewicht, wie etwa Wiener Schichten.

Tegetthoffstraße 7
1010 Wien

Altmann & Kühne

Die hausgemachten Pralinen kommen hier auch im Puppenstubenformat daher: kleine Liliput-Pralinés, die in sogenannten Naschkasterln verkauft werden, sind die Spezialität des Hauses. Absolut herzig!

Am Graben 30
1010 Wien

Reimer

Seit über 70 Jahren und bereit in der 3. Generation gibt es den Familienbetrieb Reimer in der Wollzeile. Ob Kirschstängli, Kaisernougat oder hausgemachte kandierte Feigen oder Veilchen – hier bleibt kein süßer Wunsch offen. Und wenn doch – Sonderwünsche und Spezialanfertigungen werden ebenfalls entgegengenommen.

Wollzeile 26
1010 Wien

BonBons

Bonbons (c) STADTBEKANNT
Bonbons (c) STADTBEKANNT

Schon die mintfarbene Fassade erinnert an die Fünfzigerjahre. Die wunderschön dekorierten Auslagen locken ins Innere, indem man sich dank dem entzückenden Interieur fühlt wie in einer Zeitmaschine. Die Naschwaren werden hier noch auf einer großen, knallroten Waage abgewogen: zum Beispiel Oblaten, Erdnussbrot, Orangenscheiben oder Saure Spalten. Pralinenpackungen aus dem Hause Hofbauer gibt es ebenso.

Neubaugasse 18
1070 Wien

Confiserie zur Lerche

Confiserie zur Lerche Bonbons (c) STADTBEKANNT
Confiserie zur Lerche Bonbons (c) STADTBEKANNT

Seit 1913 gibt es die Confiserie zur Lerche bereits, und das spiegelt sich noch immer in der eleganten jugenstiligen Einrichtung. Neben Bonbons und Pralinen gibt es hier auch Hochprozentiges in Flaschen zu kaufen, ein besonders hübsches Mitbringsel sind allerdings die Schokoladentafeln mit der historischen Ansicht der Lerchenfelderkirche, die dem Geschäft gegenübersteht.

Lerchenfelder Straße 112
1080 Wien

Engelecke

Das Süßwarengeschäft am Eck gegenüber dem Alten AKH ist das Überbleibsel eines einstmals großen Zuckerimperiums. Johann Engel besaß vor dem Krieg in Wien 18 Zuckergeschäfte, bis er 1938 vor den Nazis in die USA flüchtete. Die Engelecke in der Alserstraße konnte er jedoch nach dem Krieg zurück bekommen – und das Geschäft läuft bis heute unter seinem Namen, obwohl es inzwischen von einem neuen Besitzer geführt wird. Besonderes Schmankerl: hier gibt es im Sommer hausgemachtes Eis.

Alserstraße 21
1080 Wien

Confiserie zum süßen Eck

Hier gibt es neben klassischen süßen Spezialitäten eine einzigartige Vielfalt an Lakritze, von schwedischem Salzlakritz hin zu Salmiak- oder veganer Lakritze. Wer trotz Zuckerrrausch noch nicht wach genug ist, bekommt auch die Original Afri-Cola, mit dem dreifachen Koffeingehalt der heutigen. James Bond war übrigens auch schon zu Gast: Das süße Eck war 1987 Drehort für „Der Hauch des Todes“.

Währingerstraße 65
1090 Wien

Süße Träume

Am Fuße der Berggasse findet man bei Süße Träume hauptsächlich Schokolade aus Belgien, Finnland, Italien, Frankreich, England und Deutschland. Eine eigene Produktion hat das kleine Geschäft nicht, dafür werden auch kuriose Süßwaren importiert: kandierte Koriandersamen zum Beispiel.

Schlickgasse 5
1090 Wien

Zuckerltante

Bei der Zuckerltante im 20. Bezirk ist wirklich alles in klebrig-süßem Rosa gehalten. In den großen Vitrinen findet sich so ziemlich alles, was das Pralinenherz begehrt, die „Zuckerltanten“ hinter der Theke bedienen seit 1922 stilecht im weißen Kittel. Hier gibt es handgefertigtes Konfekt und Trüffel, für die Kleinsten gibt es ein „Kinderstüberl“.

Klosterneuburger Straße 30
1200 Wien

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