Wiens Höhen und Tiefen

Wo ist Wien am höchsten, wo am tiefsten? 

Der Wiener ist ein Wellenwesen, manchmal ist er „auf der Welle“, dann will er wieder, dass die ganze Welt „in Gatsch hupf’n und a Well’n schlag’n soll“ (Danzer). Volksdichter Johann Nestroy betitelte ein Stück „Zu ebener Erde und erster Stock“ und meinte damit wahrscheinlich das ständig Manisch-Depressive seiner Stadtsleute, heute Heurigenpartie, morgen a schene Leich. Insofern ist der tiefste Punkt der Stadt wahrscheinlich das Wiener Gemüt.

Abgesehen davon ist es aber mit 151 Metern über dem Adrianiveau die Lobau. Wobei die U-Bahnstation Schwedenplatz (U1) noch um neun Meter tiefer liegt (142 m ü. A.). Der tiefste Punkt Österreichs ist Hedwighofen im Burgenland (114 m).

Dafür hat das Burgenland den höheren Berg. Der Geschriebenstein (884 m) überragt den Hermannskogel als höchsten Punkt Wiens (542 m) sogar um 342 Meter. Auf dem Kogel an der Grenze zu Niederösterreich steht die denkmalgeschützte Habsburgwarte, die von 1892 bis 1918 der sogenannte Fundamentalpunkt für die Vermessung Österreich-Ungarns war. Der höchste Punkt Österreichs ist natürlich der Großglockner (3798 m ü. A. und 3256 ü. W.)


„Darf’s a bisserl mehr sein?“

Weitere Fragen zu Wien und deren interessante Antworten findest du in Wann verlor das Riesenrad seine Waggons? von Axel N. Halbhuber erschienen im Metroverlag.  

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