Wien und Umgebung mit dem Fahrrad erkunden

Fahrrad (c) STADTBEKANNT

Fahrrad in Wien

Wien hat als kulturelles, politisches und wirtschaftliches Zentrum Österreichs eine Menge zu bieten. Besonders berühmt ist die knapp 1,9 Millionen Einwohner zählende Metropole zum Beispiel für ihre Kaffeehäuser, den Stephansdom und Schloss Schönbrunn. Aber gerade in den letzten Jahren hat sich Wien noch in einer anderen Hinsicht einen internationalen Namen gemacht: als sehr fahrradfreundliche Stadt.

Während vielerorts über schlechte Luft in der Innenstadt bei gleichzeitig schlechter Fahrrad-Infrastruktur geklagt wird, investiert Wien in Radwege und steigt im Ranking der fahrradfreundlichsten kräftig auf. Aber auch das Umland lädt zum Radeln ein. Im Burgenland beispielsweise wimmelt es vor großartigen Radwegen.
Ein Stück Sachertorte mit einem dampfenden Wiener Mokka. Klingt nach dem perfekten Energieschub. Und diesen kann man vor allem dann gebrauchen, wenn man Österreichs Hauptstadt mit dem Fahrrad erkunden möchte. Die Voraussetzungen hierfür sind ideal. Wien gilt als überaus fahrradfreundlich, zudem sind alle wichtigen Sehenswürdigkeiten innerhalb einer überschaubaren Zeit erreichbar. Und wer genug vom Großstadttrubel hat, dem sei ans Herz gelegt: Fahrradträger aufs Auto, Bikes darauf und ab ins grüne Umland der Donaumetropole.

Wien: Die neunt fahrradfreundlichste Stadt der Erde

Schon 2017 stieg Wien auf Platz 12 der weltweit fahrradfreundlichsten Städte auf. In der Tabelle von 2019 ist dies nun sogar die neunte Position. Ein Platz unter den Top Ten also. Gemessen wird dabei der sogenannte Copenhagenize Index. Dieser beurteilt das Bemühen von Städten, das Fahrrad als festes Verkehrsmittel langfristig zu etablieren. Allein die Zahlen sind beeindruckend: Im Stadtgebiet Wiens befinden sich Fahrradwege mit einer Gesamtlänge von 1.400 km. Als internationale Strecke führt zum Beispiel der Donauradweg durch die Stadt. Viele Fahrradfahrer lernen auf diese Art und Weise Wien kennen, zum Beispiel auf der Durchreise von Deutschland entlang der Donau bis Ungarn. Sehr beliebt ist auch die Route rund um die Ringstraße, welche die Altstadt einmal komplett umrundet. Von hier aus geht man zum Beispiel auf Tauchfühlung mit folgenden Wahrzeichen Wiens:
– Rathaus
– Parlament
– Wiener Staatsoper
– Kunsthistorisches Museum
– Hofburg

Eine entspannte Radtour im Grünen, ohne das Auto nutzen zu müssen, ist im Prater möglich. Steile Berge sind hier nicht anzutreffen, sodass man es gemütlich angehen lassen kann.

Die Umgebung Wiens bietet zahlreiche attraktive Radwege

Auch außerhalb der Stadt finden sich viele attraktive Fahrradrouten, zum Beispiel der Thermenradweg in den Wiener Alpen. Idealer Startpunkt ist die Wiener Innenstadt. Von dort führt die Route direkt entlang am Wiener Neustädter Kanal nach Süden und verbindet einen idyllischen Weinort mit dem nächsten, vorbei an den namensgebenden Thermen der Kurstadt Baden. Mit dem Auto aus Wien angereist, präsentiert sich das Burgenland als wahres Radlerparadies. Zu den bekanntesten und gleichzeitig beliebtesten Radwegen Österreichs gehört der um den Neusiedler See. Im direkten Grenzgebiet zu Ungarn lässt es sich in der flachen Ebene entspannt trampeln und zwischendurch auf den größten See Österreichs blicken. Wer sich richtig anstrengen möchte, ist dagegen besser in den Wiener Alpen aufgehoben. Zum Beispiel auf der Radstrecke Weltkulturerbe, benannt nach den historischen Viadukten der im 19. Jahrhundert erbauten Semmerinbahn. Aber Obacht: Diese Route ist nur etwas für gut Trainierte: Der niedrigste Punkt liegt bei 435 Metern, der höchste bei 1.042 Metern.

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