Wien – in der lebenswertesten Stadt der Welt wohnen

Stephansdom Wienblick (c) STADTBEKANNT

Wien – wohnen in der lebenswertesten Stadt der Welt

Die einen denken bei Wien an wunderschöne, historische Architektur, die anderen an eine moderne Metropole mit Universität, vielen Arbeitsmöglichkeiten und großem Kulturangebot. Es ist kein Wunder, dass die Stadt regelmäßig im globalen Ranking als lebenswerteste Metropole auf der Spitzenposition landet. Erneut hat die Stadt Wien Platz eins inne – zum zehnten Mal in Folge.

Im globalen Ranking des Beratungsunternehmens Mercer konnte sich Wien gegenüber 231 Städten durchsetzen und wurde 2019 erneut zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt, gefolgt von Zürich. Platz drei teilen sich Vancouver, München und Auckland. Wie kommt es, dass Wien immer wieder zur lebenswertesten Stadt gekürt wird?

Hierfür gibt es sicherlich nicht den einen, ausschlaggebenden Grund, sondern eine Vielzahl verschiedener. Beispielsweise steht für die Bürger der Stadt ein abwechslungsreiches und attraktives Angebot an Kultur und Freizeit zur Verfügung. Zum anderen gibt es eine hohe Anzahl an Bildungseinrichtungen, so zum Beispiel auch internationale Schulen und die Hochschule.

Zugleich punktet die Stadt durch eine äußerst niedrige Kriminalitätsrate, welche der effizienten Strafverfolgung zu verdanken ist. Des Weiteren bewertete das Mercer-Ranking auch das Angebot an Wohnraum hinsichtlich der Qualität der Wohnungen und Häuser. Auch hier schnitt Wien sehr gut ab.

Wonach wird die lebenswerteste Stadt ermittelt?

Die Mercer-Studie untersucht pro Jahr 231 Großstädte weltweit und bewertet den Ist-Zustand der Orte, niemals die Zukunft. Die Bewertung umfasst 39 Kriterien wie beispielsweise medizinische Versorgung, Umweltfreundlichkeit, Bildung und Soziales. Jeder Faktor wird dabei jährlich auf Aktualität geprüft. Zudem wird die Bevölkerung über ihre Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und zur politischen Stabilität ihrer Stadt befragt. Im Jahr 2019 erreichte Wien 99,1 von möglichen 100 Punkten.

Die Wohnungssuche ist nicht einfach

Die hohe Lebensqualität in Österreichs Hauptstadt führt dazu, dass Wien ein beliebter Wohnort ist und die Stadt weiter wächst. Als Konsequenz ergeben sich steigende Mieten. Längst ist die Nachfrage größer als das Angebot.

Eine Besonderheit des Wiener Wohnungsmarktes ist, dass rund zwei Drittel der Wiener in sozialen Wohnungsbauten wie dem Gemeindebau und in geförderten Wohnungen leben. Diese Bewohner leben relativ günstig und sind nur von moderaten Preissteigerungen betroffen. Das letzte Drittel muss sich am ungleich verteilten, privaten Wohnungsmarkt durchsetzen, um eine Bleibe zu ergattern.

Einer Studie der Arbeiterkammer zufolge zahlen die Wiener für eine 72 Quadratmeter große Wohnung im Gemeindebau kalt 540,- Euro im Monat, im Genossenschaftssektor rund 600 Euro und auf dem privaten Wohnungsmarkt über 790,- Euro. Hinzu kommt auf dem privaten Sektor, dass sehr viele befristete Mietverträge vergeben werden.

Weiterhin beklagten die Befragten, dass die Wohnungssuche in Wien nicht einfach ist. 60 Prozent der Haushalte gaben an, dass es für sie eher beziehungsweise sehr schwierig war, eine Wohnung in Wien zu finden. Zwar lassen sich die Wohnungsangebote relativ einfach im Internet recherchieren, allerdings stießen die Befragten durch die hohen Preise und Maklerprovisionen oft an ihre finanzielle Grenzen.

Aber auch hier gibt es wieder gute Nachrichten. Der Österreichische Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) gab eine Vorschau über die Entwicklungen des Wiener Wohnungsmarkts im Jahr 2020 bekannt: Demnach blieben der Nachfrageüberhang und die steigenden Preise nach wie vor eine Herausforderung, doch immerhin würden zwischen 60 und 70 Prozent der Wohnungen, die 2020 gebaut werden, Mietwohnungen sein. Dies wird immerhin die Nachfrage entspannen.

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