Wie oberflächlich bist du?

Warum wir immer wieder auf Äußerlichkeiten hereinfallen

 Es ist immer dasselbe: Da gibt es Leute, die haben eine super Ausbildung, massig Erfahrung und ziemlich viel Ahnung von etwas – und trotzdem macht jemand anderes das Rennen!

Und wer? Jemand, der fesch, dynamisch, jung und fit rüberkommt; jemand, der sich verkaufen kann und strahlend vor Kameras zu verstehen gibt, was er/sie denn alles drauf hat. Auch wenn de facto nichts dahinter steckt außer vielleicht ein bisserl heiße Luft. Ob in der Wirtschaftswelt, in Hollywood, oder in der Politik – Attraktivität hilft immer.

Das ist oberflächlich? Natürlich. Doch es entspricht leider ganz und gar der menschlichen Natur, andere nach dem Aussehen einzuschätzen. Eine Studie von 2010 hat gezeigt, dass sogar Wahlentscheidungen indirekt vom Gesicht der Kandidaten abhängen: Attraktive, jung und fit wirkende Personen werden tendenziell als kompetenter und intelligenter eingeschätzt als weniger attraktive, ältere oder kranke Personen.

Kein Wunder also, dass auch Österreich immer wieder von gutaussehenden supersauberen “Talenten” wie Karl-Heinz Grasser mitregiert wird – und heute einen Mann Kanzler nennt, der eine gute Figur und ein junges Gesicht hat.

Das Tragische an der ganzen G’schicht: Niemand ist gegen diese Art von Oberflächlichkeiten gänzlich gefeit. Nur politische Bildung und rationales Nachdenken schützen ein wenig vor allzu instinktgesteuerten Entscheidungen.

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