Von Hexen, Meerwundern und der Apokalypse

Albrecht Dürer (Nürnberg 1471-1528 ebda.), Das Meerwunder, um 1498, Kupferstich © Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien.

Ausstellung im Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum

Im Kupferstichkabinett gibt’s derzeit ordentlich was zu sehen! Frühe Druckgraphiken von Albrecht Dürer – das Genie mit dem Hasen – zeigen uns, wie sich der Künstler im 15. und 16. Jahrhundert mit verschiedenen gesellschaftlichen Themenkreisen auseinandergesetzt hat und diese zu Papier, ähm, Holzschnitt und Kupferstich gebracht hat. 

Dürer, das Genie

Albrecht Dürer ist uns allen ein Begriff, insbesondere wenn unser Weg uns ab und zu an der Oper oder der Albertina vorbeiführt. Da sitzt doch dieser knallpinke Feldhase am Eingang zum Dinners Club links der Oper. Und einer in grün bewacht das Dach vom Würstelstand Bitzinger. Dürer war um kurz vor 1500 einer derer, die sich ausgiebig mit Kupferstichen auseinandergesetzt und ihnen zur Hochblüte verholfen haben. Gelernt hat der Nürnberger die Kunst wohl während seinen Wanderjahren im jungen Erwachsenenalter. Er widmete sich verschiedenen Themenkreisen, darunter religiösen Inhalten, Genreszenen und Allegorien oder Erzählungen aus der antiken Mythologie und dem humanistischen Gedankengut.

Ausstellung bis März 2019

Das Kupferstichkabinett bietet uns nun bis 3. März 2019 die Möglichkeit, in einer eigenen Ausstellung eine Auswahl von 29 Blättern von Albrecht Dürers Kupferstichen, Holzschnitten und Eisenradierungen zu bewundern. Unter den Werken befinden sich Stück mit klingenden Namen wie Vier nackte Frauen (Die vier Hexen), oder Die Versuchung des Müßiggängers (Der Traum des Doktors). Die vollständige Buchserie der Apokalypse ist ebenfalls Teil der Ausstellung.

Albrecht Dürer (1471 – 1528): Die Versuchung des Müßiggängers (Der Traum des Docktors), um 1498, Kupferstich, © Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien
Albrecht Dürer (1471 – 1528): Die Versuchung des Müßiggängers (Der Traum des Docktors), um 1498, Kupferstich, © Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien

Zu Gast, zu Gast

Normalerweise ist das Kupferstichkabinett gemeinsam mit der Gemäldegalerie ja in der Akademie der Bildenden Künste zu Hause. Die Räumlichkeiten haben sich allerdings mal eine ordentlich Rundumerneuerung verdient, damit die ausgestellten Kunstwerke auch richtig strahlen können. Das Theatermuseum hat seine Tore geöffnet und die beiden heimatlosen Institute freundlich aufgenommen. Bis 2021 wird Kupferstichkabinett also dort zu Gast sein und freut sich, uns zu begrüßen. Und da freuen wir uns auch, denn das Kupferstichkabinett hat neben der Dürer Ausstellung so einiges zu bieten!

Alles auf einen Blick

Ausstellung „Von Hexen, Meerwundern und der Apokalypse Frühe Druckgraphiken von Albrecht Dürer“

Wo Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien zu Gast im Theatermuseum, Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
Wann 5. Dezember 2018 bis 3. März 2019, Mi – Mo 10:00 – 18:00 Uhr

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