Viertel Zwei – Eine Business-Oase in der Stadt

In Wien wird momentan an so vielen Stadterneuerungsgebieten gleichzeitig gebaut, dass die WienerInnen gar nicht alle bemerken. Natürlich bekommen die BewohnerInnen der Stadt den Umbau und Neubau der Bahnhöfe, wie den Westbahnhof, den Hauptbahnhof, dem Franz-Josef-Bahnhof oder Wien Mitte mit. Auch das Entstehen der Seestadt Aspern dürfte langsam ins kollektive Gedächtnis der Stadt sickern, da die Stadt Wien diesbezüglich viel für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ausgibt. Doch was ist eigentlich mit dem Viertel Zwei oder den vielen anderen Zielgebieten der Stadtplanung wie Rothneusiedl, dem Donaukanal oder dem Donaufeld?

Entlang der U2 Verlängerung ist innerhalb von kurzer Zeit, relativ unbemerkt ein neuer Stadtteil erbaut worden, das Viertel Zwei. Stadtbekannt hat sich für euch auf die Expedition ins neue Businessviertel im zweiten Bezirk begeben und hat es sich angeschaut.
Auf dem 40.000 m² großen Grundstück in der Vorgartenstraße gleich neben der Trabrennbahn, wurde das Viertel Zwei federführend von der IC Projektentwicklung GmbH aus dem Boden gestampft. Dieses soll als neues Businessviertel der Stadt mehr internationalem Flair geben und hat es geschafft große Firmen wie die OMV anzulocken. Welche es sich schon mal im Viertel Zwei gemütlich gemacht hat und ihr Head Office dort eingerichtet hat. Auch die Immobilien AG der Sparkasse ist in das Viertel, als Besitzer der Bürogebäude Hoch Zwei und Plus Zwei, involviert.

Das Konzept

Die Idee hinter dem Viertel Zwei ist die Etablierung eines neuen Business Districts in Wien außerhalb der so genannten „Schutzzone“, welcher mittels Nutzungsmischung belebt werden soll. Das Viertel setzt sich aus den Bürogebäuden, mit den sehr kreativen Namen: Hoch Zwei, plus Zwei, Biz Zwei und Rund Vier, so wie aus dem Hotel Zwei (Marriott) und einem Wohnbau, welcher Raum für 80 Wohnungen bieten soll, zusammen.

Das Gestaltungskonzept

Das Gestaltungskonzept erinnert in Bezug auf den Grünraum etwas an Manhattan, natürlich im Maßstab von Minimundus, kann aber als gelungen bezeichnet werden. Wenn man durchs Viertel Zwei schlendert, dominieren die „Waterfront“ und die vielen kleinen und größeren Grünflächen das Viertel stark. Man hat das Bedürfnis sich auf die Brücke, welche über das Wassser führt, zu setzen und die Füße ins kalte Nass zu stecken. Das Ensemble der Bürogebäude und der kleine See besticht den Betrachter und strahlt unglaublich Ruhe aus. Im Vergleich zu missglückten Planungen, wie der Donauplatte oder der Wienerberg City bleibt zu hoffen, dass auch die Erdgeschossnutzung funktionieren wird. Alles in allem das erste Projekt seit Jahren, welches durch sein Gestaltungskonzept besticht.

Cornelia Dlabaja

Verloren in der Stadt: Auf Entdeckungsreise im Asphaltdschungel

8 Comments

  1. Charles

    11. März 2011

    Der Name ist ein Wahnsinn
    wo bleibt halb drei und auch dreiviertel fünf geht mir ab!

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  2. Nora G.

    11. März 2011

    Kühl ist es das Viertel Zwei
    durchaus schick, aber es lädt halt nicht zum verweilen ein.

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  3. Patrick

    11. März 2011

    Waterfront
    ist ein bisserl viel gesagt. Außerdem frage ich mich was mit den Bäumen in Bild 5 ist. Was fehlt denen, warum sidn sie so klein und verkümmert?

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  4. Razorblade

    11. März 2011

    Stimmt
    Viertel Zwei ist eines der gelungeneren Stadtentwicklungsprojekte. Ich hoffe, dass es in Aspern auch gelingt.

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  5. Cornelia

    11. März 2011

    @ Patrick
    Nun ja gut Ding braucht Weile, lass den Bäumchen doch ein wenig Zeit ; )

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  6. anna b.

    11. März 2011

    waterfront
    ich mag den künstlichen teich, laut schild darf man da auch ganz offiziell seine füße reinhalten! 🙂

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  7. anna

    9. Juli 2011

    die bäume…
    … gehören zum konzept und bleiben so. 😉 da wächst nimma viel dazu..

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  8. abc

    9. Juli 2011

    Hotel im Viertel Zwei
    Das Hotel im Viertel Zwei ist kein Marriott, sondern ein Courtyard by Marriott – ein äußerst erfolgreiches und sympathisches Business-Hotel neben der Wiener Messe, dem Prater und der neuen WU

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