Moderne Kunst im Wiener MQ

Das Museum Moderner Kunst Stiftung Leopold Wien im MQ beeindruckt nicht nur von außen!

Massiv und unübersehbar ragt der graue Basalt-Monolith des mumok aus der Ebene des MQ-Innenhofs in den Himmel empor. Wer hier vorübergeht oder vom lauschigen Café-Sesserl aus das Gebäude betrachtet, lässt seinen Blick fast schon zwangsweise auf dem riesenhaften Block verweilen. Doch wie wäre es, einmal hineinzuschauen? Das Museum moderner Kunst weiß nämlich nicht nur von außen zu beeindrucken.

Mumok Halle (c) Mautner stadtbekannt.JPG
Mumok Halle (c) Mautner stadtbekannt.JPG

Allerhand zu sehen …

… gibt es unter dem Namen mumok schon seit der Gründung der Sammlung im Jahr 1959. Seitdem und einige Umzüge sowie Werk-Zugewinne später hat sich das Museum allerdings zu einem regelrechten Hotspot für moderne Kunst gemausert. In seiner heutigen Form existiert das mumok seit 2001; die auf gut 4.800 Quadratmetern ausgestellten Werke setzen sich zu einem großen Teil aus Exponaten der Stiftung Ludwig zusammen. Mit von der Partie sind große Namen: Werke von Pablo Picasso, Andy Warhol, Niki de Saint Phalle, Gerhard Richter und vielen weiteren Stars der Kunstszene gibt es hier zu bestaunen. Auch den Wiener Aktionskünstlern der 1960er und 70er, die ohne Genierer das konsumverliebte Establishment in Aufregung versetzten, ist Raum gewidmet.

 

Sonderausstellungen

Damit die kunstaffinen Gäste des mumok immer wieder etwas Neues zu sehen bekommen, wird für einen regen künstlerischen Austausch und ein abwechslungsreiches Programm gesorgt. Zahlreiche Sonderausstellungen laden dazu ein, sich ganz und gar in eine Epoche oder ein Thema zu vertiefen.

55 Dates (c) Lisa Rastl mumok
55 Dates (c) Lisa Rastl mumok

Die laufende Ausstellung 55 Dates etwa präsentiert eine bunte, exquisite Auswahl zeitgenössischer Werke aus der rund 10.000 Werke fassenden Sammlung des mumok, kombiniert Bekanntes mit Unbekanntem und regt mit ihren Kontrasten zum Nachdenken an.

Doppelleben Ausstellungsansicht (c) Klaus Pichler mumok
Doppelleben Ausstellungsansicht (c) Klaus Pichler mumok

Die Ausstellung Photo/Politics/Austria hingegen entführt den Besucher auf eine fotografische Zeitreise durch das vergangene Jahrhundert: Schönes und Schreckliches, Spektakuläres und Alltägliches, Originelles und Banales. Angesichts der heutigen Entwicklungen bleibt der Konnex zwischen Bild und Politik auf jeden Fall brisant!

Marshallplan 1951 (c) © Votava/imagno/picturedesk.com
Marshallplan 1951 (c) © Votava/imagno/picturedesk.com

Und dann wäre da noch Hansi

Genauer gesagt, das Cafe Hansi. Mit dem von Hans Schabus erschaffenen, schachtelförmigen Bar-Café-Verschnitt hat das mumok Kino die wohl originellste Bar Wiens. Sie im geöffneten Zustand zu erleben, will allerdings geplant sein: nur jeden letzten Donnerstag des Monats kann man sich in der sehenswerten, detailverliebt gestalteten Bar einen Drink gönnen!

Cafe Hansi (c) Hans Schabus, Foto: Lisa Rastl mumok
Cafe Hansi (c) Hans Schabus, Foto: Lisa Rastl mumok

STADTBEKANNT meint

Kreative Köpfe und Kunstfreunde werden einen Besuch im mumok als herrlich geistreiche Alternative zu üblichen Sommeraktivitäten wie Baden oder Cocktails schlürfen erleben. Was einem hier geboten wird, unterscheidet sich doch merklich von dem üblichen Museums-Trott! So könnte ein mumok-Ausstellungsbesuch auch für weniger kunstaffine Geister als „Einstiegsdroge“ in die Welt der Künste dienen.

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