Kultur – Bühne

Staatsoper (c) STADTBEKANNT Pitzer
Staatsoper (c) STADTBEKANNT Pitzer

Oper in Wien

3. September 2018 • Bühne, Kunst & Kultur, Musik

Hochkulturgenuss in der Weltstadt der Musik

Viele haben Berührungsängste, andere genießen sie regelmäßig, andere wollen davon gar nichts wissen:  die Oper. Wir wollen dem Opernleben in Wien einmal auf den Grund gehen – und vielleicht den ein oder anderen dazu animieren, sie vielleicht doch einmal zu besuchen!

 

Berührungsängste?

Die Hochkultur der Hochkulturen – Oper in Wien. Viele haben Berührungsängste, wenn es darum geht ein Opernhaus zu besuchen. Was zieht man an? Kann man sich das überhaupt leisten? Und worum geht es dabei überhaupt? Oper ist nicht immer so leicht zu verstehen und manchmal bedarf es auch ein bisschen inhaltlicher Vorbereitung um einen Opernabend wirklich genießen zu können. Aber es ist lange nicht so, dass nur ältere Semester in die Oper gehen – und schon gar nicht so, dass dieses Vergnügen nur einer speziellen soziale Klasse  vorbehalten ist. Ihr werdet sehen!

 

Opernhäuser in Wien

In Wien gibt es drei große Häuser in denen Opern regelmäßig aufgeführt werden. Allen voran natürlich die Wiener Staatsoper, die im Jahr 2019 ihr 150 jähriges Bestehen feiert. Als zweites großes Opernhaus besteht seit dem Jahr 2006 das Theater an der Wien als „neues Opernhaus“. Zuvor wurden dort Musicals aufgeführt, mit dem Mozartjahr 2006 startete man neu und modelte auf einen Stagionebetrieb um. Etwas leichtere Kost wird zumeist an der Volksoper präsentiert. Sie ist bekannt für ihre Operetten-Produktionen, das Programm setzt sich bunt zusammen und hält Operette, Musical und Tanz gleichermaßen bereit.

 

Wiener Staatsoper

Am 25. Mai 1869 wurde die Wiener Staatsoper mit einer Aufführung von Mozarts Don Giovanni eröffnet. Sie wurde im Zuge der Ringstraßenerneuerung errichtet. Als Haus-Orchester wurden damals, wie auch heute, die Wiener Philharmoniker eingesetzt. Die Auslastung in der Wiener Staatsoper ist mit 99% so hoch, wie sonst fast nirgends auf der Welt. Trotzdem: ein Besuch ist eigentlich ganz einfach! Für nur 3,- Euro gibt es Stehplatz-Karten. Dafür müsst ihr euch einfach ca. 1 1/2 Stunden vor Vorstellungsbeginn an der Stehplatz-Kassa anstellen und schon bekommt ihr euer Ticket!

 

Theater an der Wien

Das Theater an der Wien war lange als Musicalhaus bekannt, schließlich wurde hier das Erfolgsmusical „Elisabeth“ aufgeführt. Im Jahr 2006 entschloss man sich jedoch, das Haus neu zu positionieren und neben Volksoper und Staatsoper ein drittes Opernhaus zu eröffnen. Dass das Theater aber trotzdem anders ist, beweist es durch den „Stagionebetrieb“ im Gegensatz zum Repertoirebetrieb in den anderen Häusern. „Stagione“ bedeutet, dass das Programm nicht täglich wechselt, sondern für ein ganzes Monat ein und dasselbe Werk aufgeführt wird. Danach kommt wieder eine völlig neue Oper auf die Bühne. Besonders hinsichtlich der Programmgestaltung ist auch, dass am Theater an der Wien vermehrt Barockopern oder zeitgenössische auf die Bühne kommen.

 

Volksoper Wien

Schon wieder ein Jubiläum! Im Jahr 2018 feierte die Volksoper ihr 120-jähriges Bestehen. Zu Beginn, also ab dem Jahr 1898, wurden hier nur Theaterstücke aufgeführt, aber schon bald kamen auch Singspiele und Opern ins Programm. Heute gliedert sich das Angebot in Oper, Operette, Musical und Ballett und ist bunt gemischt. Auch für die Volksoper kann man günstige Restkarten (ab 6,- Euro für Studenten) ergattern, wenn man 3o Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Kassa sein Glück versucht. Die Volksoper widmet sich als einziges Haus in Wien explizit dem Genre Operette und gehört genauso wie die Staatsoper und das Burgtheater zur österreichischen Bundestheater-Holding.

 

Oper, Oida!

Es gäbe ja so viel zu sagen über die Opernhäuser in Wien, über aktuelle Produktionen oder spannende Zusatzveranstaltungen. Aber am besten ist es doch immer noch, wenn ihr euch einfach selbst einmal in die Oper traut! Für 3,- Euro in die Staatsoper, mit einem Restticket in die Volksoper oder mit einer Backstageführung ins Theater an der Wien – Oper ist gar nicht so spießig, wie ihr vielleicht glaubt!

Und wer einmal ganz günstig und unverbindlich starten möchte, der sollte sich einmal die Oper live am Platz gönnen!

 

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