Wien – Kinos

METRO Kinokulturhaus Kinosaal (c) STADTBEKANNT
METRO Kinokulturhaus Kinosaal (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus

13. März 2018 • Kinos, Wien

Historisches Programmkino in der Innenstadt

Das METRO Kinokulturhaus ist, wie der Name schon sagt, nicht nur Kino sondern auch Kulturzentrum. Hier wird Film- und vor allem auch Kinogeschichte erlebbar gemacht. Und das beginnt schon bei der Geschichte des METRO Kinos selbst. 

Das METRO Kinokulturhaus ist seit 2002 im Besitz des Filmarchiv Austria und widmet sich mit Filmen, Filmgeschichte und Ausstellungen der Historie des Kinos. Neben dem kuratierten Film-Programm, werden aber auch zahlreiche Festivals hier abgehalten. Die oberen Stockwerke dienen als Ausstellungsfläche, dazwischen werden in zwei Sälen täglich etwa 6 Filme gezeigt!

METRO Kinokulturhaus Aufgang (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus Aufgang (c) STADTBEKANNT

Vom Elysium zum Kino

Am 1. März 1840 eröffnete genau hier in der Johannesgasse 4, unter dem St. Anna Kloster, das Neue Elysium. Eine phantastische Erlebniswelt in der „die Kulturen aller Welt“ mit einer Pferdeeisenbahn erlebt werden konnten. Ein unterirdischer Vergnügungspark sozusagen! 50 Jahre später wurde das Gebäude vom Kaufmännischen Verein zum Veranstaltungssaal umgebaut, 1924 schließlich zum „Modernen Theater“. Nach  einer turbulenten Geschichte inklusive Bombenschaden im Jahr 1945, übernahm schließlich die Kinobetriebsanstalt (KIBA) das Theater und machte es zum Premierenkino Wiens. Das METRO war geboren.

METRO Kinokulturhaus Teppich (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus Teppich (c) STADTBEKANNT

Eichinger und Aichinger

Nach vielen Jahren als Kino wurden die beiden Etagen über dem METRO frei und das Filmarchiv nutzte die Gelegenheit, um das Gebäude innen und außen zu renovieren und zu erweitern. Der Architekt Dominik Aichinger überlegte sich dabei das Konzept des Umbaus und den Neuentwurf des Gebäudes. Was früher Ballettsäle der mdw waren, ist heute eine 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche, der historische Saal erstrahlte wie nie zuvor und ein weiterer Kinosaal im ersten Stock wurde hinzugefügt. Für die Inneneinrichtung zeigte sich Gregor Eichinger verantwortlich. Er entwickelte die unverkennbaren Teppichkreation, die das METRO heute zu dem machen, was es ist.

METRO Kinokulturhaus Eric Pleskow Saal (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus Eric Pleskow Saal (c) STADTBEKANNT

Vom Kino zum Kulturhaus

Ab den 1950er Jahren wurden im METRO Kino also Filme gezeigt, seither entwickelte sich das Lichtspielhaus vom Premierenkino zum Programm- und Festivalkino und noch weiter: zum Museum. Das METRO zeigt Filme aus dem unbeschreibbar großen Bestand des Filmarchivs (etwa 200.000 Titel!), die themenbezogen und kuratiert gezeigt werden. Da das Filmarchiv aber nicht nur eine riesige Anzahl an filmischen Material hat, sondern auch Exponate der Kinotechnik, Filmfotos, Bücher oder Plakate, werden die oberen beiden Stockwerke genutzt, um in wechselnden Ausstellungen Einblicke in die Film- und Kinogeschichte zu liefern. Immer mit einem gesellschaftskritischen Anknüpfungspunkt! Momentan läuft die sehenswerte Ausstellung: DIE STADT OHNE!

METRO Kinokulturhaus Shop Wochenschau (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus Shop Wochenschau (c) STADTBEKANNT

Festival, Shop und Kinobar

Neben dem laufenden Betrieb, dient das METRO Kino auch vielen Festivals als Austragungsort. Das Kurzfilmfestival Tricky Women etwa, das Jüdische Filmfestival, die Viennale, oder die VIS finden unter anderem hier statt. Auch der Kinoshop ist einen Besuch wert, viele historische Filmschmankerl, Kataloge oder Bücher können direkt im METRO gekauft werden. Besonders beliebt sind die DVDs der Wochenschau! Und zu guter Letzt:  die METRO Kinobar. Hier stehen fast ausschließlich Produkte aus Österreich auf der Karte, es gibt kleine Snacks und natürlich Getränke und den besten Kaffee in der Umgebung!

METRO Kinokulturhaus Kinobar (c) STADTBEKANNT

METRO Kinokulturhaus Kinobar (c) STADTBEKANNT

STADTBEKANNT meint

Das METRO Kinokulturhaus ist mehr als „nur“ Kino. Es ist ein historischer Ort, ein Museum, ein offenes Plenum, eine gemütliche Bar, ein Shop und ein Festivalzentrum. Der historische Saal ist schon für sich ein Hingucker und wer sich für Filmgeschichte interessiert, für den ist der unglaubliche Filmarchiv-Fundus sowieso ein Muss! Zu Empfehlen ist nicht nur ein Besuch im Kino, sondern eben auch in den laufenden Ausstellungen.

 

Übringens

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