Laufen im Prater (c) Mautner stadtbekannt.at

Einfache Tricks für einen fitteren Alltag

Das Leben eines Wieners ist mitunter hart. Viel zu früh klingelt der Wecker, verschlafen wankt man zur Kaffeemaschine, an der Frisur fummelnd krallt man sich die Autoschlüssel und staut sich schlecht gelaunt durch bis zum Arbeitsplatz.

Nach acht oder mehr Stunden sitzender Tätigkeit geht’s vielleicht noch ins Trend-Fitnesstudio mit Tiefgarage und Lift, wo man ein bisserl am Radl-Ergometer schwitzt, ehe man sich vermeintlich verdient ein viel zu fettiges Abendessen mitsamt Biertschi gönnt. Gesund? Nicht wirklich. Genug bewegt? Naja. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät einem gesunden Erwachsenen zwischen 8.000 und 10.000 Schritte täglich sowie regelmäßige Bewegung in höherer Intensität.

Viele berufstätige Erwachsene scheitern an diesen Zielen. “Zu wenig Zeit für Sport” ist die beliebteste Ausrede, wenn die Bewegung im Alltag notorisch zu kurz kommt. Die Folgen: Übergewicht, Herzprobleme, Rückenschmerzen. Unter anderem. Dabei könnte es so einfach sein, eine gesunde Dosis Bewegung abzubekommen.

Wer jede Chance nutzt, um faul zu sein, braucht sich nicht wundern.
Wer jede Chance zum Trainieren nutzt, ebensowenig!

In der Großstadt lässt es sich prinzipiell gut bewegungsarm überleben. Auto, Bus, Bim, U-Bahn und neuerdings E-Scooter verkürzen jedwede Fuß- und Radlstrecke; selbst kurze Treppen überbrücken oft Rolltreppen und Lifte.

Nutzt man diese absichtlich nicht, bewegt man sich schon deutlich mehr – und intensiver. Es hilft tatsächlich, mal die Stiege zu nehmen, mal zwei Stationen zu Fuß zu gehen oder statt mit dem Auto mit dem Radl zum Hofer einkaufen zu fahren. An freien Tagen und Wochenenden kann man sich besonders gezielt Bewegung vornehmen: Warum nicht einmal die Wiener Hausberge erwandern, oder die Wachau per Rad erkunden? Warum nicht im Freibad Längen schwimmen anstatt nur zu baden?

Wer sich regelmäßig bewegt, entdeckt schnell die Freude daran.

Und sieht auch rasch Erfolge: Schon in den ersten Wochen der Umwandlung vom Faultier zum aktiven Menschen stellt sich der Körper um. Hat man sich früher die vier Stockwerke zur Wohnung schnaufend empor gekämpft, nimmt man sie nun fast im Flug. Längere Fußwege schrecken nicht mehr, sondern wirken wie ein netter Spaziergang. Selbst Hügel und Berge wandert man bald entspannt hinauf.

Es lohnt sich also definitiv, dem inneren Schweinehund einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten zu geben!

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