Foto: Mally, Neidhart und Sattler
Konzept „StraßenZug“
rk-Fotodienst

Der Wiener Westgürtel scheint langsam aber doch die Rolle des Wiener Problemkindes hinter sich zu lassen und Schritt für Schritt in einem neuen Licht zu erstrahlen. Besonders hat er diese Entwicklung der Wiener Stadtplanung zu verdanken, die mit finanzieller Unterstützung der EU einen besonderen Schwerpunkt „Gürtel“ legt und bis 2013 unter dem Titel „Gürtelfinale“ einige Projekte umsetzen will.

2009 wurde von der MA 21A (Stadtteilplanung und Flächennutzung) unter dem Motto „Go West“ im Rahmen eines Studentenwettbewerbes dazu aufgerufen, Ideen zur Verschönerung der Fußgängerbereiche einzureichen. Im Zielgebiet Westgürtel sollen ausgewählte Fußgängerverbindungen attraktiver und möglichst barrierefrei gestaltet werden, wobei sowohl temporäre als auch dauerhafte Elemente zur Gestaltung dieses sozialen Raumes erwünscht waren.

Aus den Einsendungen wurden vier Projekte ausgewählt, die durch Kreativität und Umsetzungspotenzial bestachen:

  • Konzept „Public Space Generator“: Philipp Benisch entwarf für „Go West“ modulartige Möbel, die je nach Jahreszeit und Bedarf als Bänke, Spielbereich, Punschhütte o.Ä. verwendet werden können. Zwischen parkenden Autos entstehen somit Bereiche, die die Fußgänger zum längeren Verweilen in den Zielgebieten bringen sollen.
  • Konzept „StraßenZug“: Helena Mally, Sarah Neidhart und Martina Sattler setzen in ihrem Konzept zur Attraktivierung der Westgürtler Fußgängerzonen auf ausklappbare Sitzgelegenheiten an Hauswänden sowie auf Gesteigverbreiterungen vor öffentlichen Gebäuden.
  • Konzept „Follow the Line“: Sabine Papst und Julia Rode entwarfen ein Konzept, das primär auf einer roten Linie basiert, die den Gesamten Fußgängerbereich durchläuft und sowohl am Asphalt als auch in der Luft als Rankgerüst für Kletterpflanzen oder in anderer Funktion das fahle Straßengrau durchbricht.
  • Konzept „Water Connecting People“: Benedikt Weingartner, Lisa Habenicht und Verena Pass wollen sowohl den Bereich für Fußgänger vergrößern als auch das Schlendern durch die Straßen durch Brunnen, künstliche Bäche und anderen Gestaltungselementen angenehmer und meditativer gestalten. 

Wir sind gespannt, wie viel von den Konzepten in den nächsten Jahren zu sehen sein wird!

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