FrauenFilmTage Wien

Von 25.2 bis 4.3 finden in Wien wieder die Frauenfilmtage statt.

Der Schwerpunkt der heurigen FrauenFilmTage liegt auf den „Unsichtbaren Rebellinnen“, also widerständigen Frauen in aller Welt. Die Eröffnung findet am 25. Februar, im Filmcasino, mit dem Film „Nothing Personal“ der Regisseurin Urszula Antoniak, die im Publikum anwesend sein wird, statt.

Heuer ist erstmals eine Personale Teil der Filmtage. Sie ist der österreichischen Regisseurin Karin Berger gewidmet. Alle Filme werden entweder im Filmcasino oder im Filmhaus Kino gezeigt. Der Spielplan kann hier eingesehen werden.

Eine Auswahl der Filme die bei den diesjährigen FrauenFilmTagen gezeigt wird:

Nothing Personal Urszula Antoniak, Niederlande/Irland 2009, Spielfilm, 85 Min, Farbe, 35mm, OmdU Anne verschenkt ihr gesamtes Hab und Gut und fährt als Tramperin nach Irland. Sie will alleine sein und weit weg von ihrem alten Leben. Auf ihrer Reise macht sie Halt auf einer kleinen Insel mit einem beschaulichen kleinen Haus. Der Besitzer, ein Witwer, gewährt ihr Essen gegen Arbeit. Anne willigt ein unter der Bedingung, dass es keine persönlichen Gespräche gibt. Sie will keine Nähe. Zu Beginn halten beide die Vereinbarung ein, doch im Laufe der gemeinsam verbrachten Zeit steigen auf beiden Seiten die Lust und der Wunsch, mehr über den Anderen zu erfahren. Urszula Antoniak ist ein bewundernswertes Spielfilmdebüt gelungen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung erzählt sie die Geschichte von Trennung, Kennen lernen, Annäherung und Verlust.

Torpedo Helene Hegemann, Deutschland 2008, Spielfilm, 45 Min, Farbe, DVD, DF Mia ist fünfzehn und durch den Tod der Mutter traumatisiert. Sie zieht zu ihrer Tante Cleo nach Berlin und wird somit in deren Leben und die alternative Kulturszene Berlins katapultiert. Statt eines geregelten Familienverhältnisses findet sie dort eine skurrile Erwachsenenwelt, die viel schräger ist, als es Mia für möglich gehalten hätte. Das Erstlingswerk des erst 16-jährigen Regietalents Helene Hegemann wurde 2009 mit dem Max-Ophüls-Preis für mittellange Filme ausgezeichnet.

Frozen River Courtney Hunt, USA 2008, Spielfilm, 97 Min, Farbe, 35mm, OmdU Ray lebt mit ihren zwei Kindern in einem kleinen und schlecht isolierten Fertighaus in einem Ort an der Grenze des Staates New York zu Kanada. Ihr Mann ist spielsüchtig und hat sich mit dem Geld, das für den Kauf eines neuen Hauses bestimmt war, davongemacht. Auf der Suche nach ihrem Mann lernt sie die Mohawk-Indianerin Lila kennen, die ebenfalls in einer verzweifelten Lage ist. Seit dem Tod ihres Mannes ist sie aus der Gemeinschaft ausgestoßen. Lila zwingt Ray mit ihr gemeinsam Immigranten illegal über den gefrorenen Saint Lawrence Fluss zu schmuggeln. Nachdem der Transport gelingt, beginnt auch Ray über die neue Einkommensquelle und über das schnelle Geld nachzudenken. Zwei Oscar-Nominierungen 2009 für Melissa Leo als Ray (Beste Hauptdarstellerinnen) und für Courtney Hunt (Bestes Drehbuch) und viele weitere Auszeichnungen.

Pray the devil back to hell Abigail E. Disney, Gini Reticker, Liberia 2008, Dokumentarfilm, 72 Min, Farbe, DVD, OmeU „We want peace, no more war!” So lautet die Forderung der Frauenbewegung „Mass Action Campaign for Peace”. Unabhängig von ihrer Religion schlossen sich unzählige Frauen in Liberia zusammen, um ein Ziel zu verfolgen: den lang andauernden liberianischen Bürgerkrieg zwischen Regierung und Rebellen zu beenden. „Pray the devil back to hell” zeigt eindrucksvoll, welche Kraft im gewaltfreien Aktivismus liegt. Dieser beeindruckende Dokumentarfilm wurde mit Preisen überhäuft.

Copoyright der Filmanküdigungen: FrauenFilmTage

Copyright der ersten beiden Fotos:Nothing Personal, Rinkel Film & TV Johnny Savage

Copyright des dritten Fotos: Pray the Devil back to hell, Pewee Flomoku

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