Elmayer und die Bestattung

Die Bestattung Wien beauftragte vor Kurzem Thomas Schäfer-Elmayer mit dem Verfassen eines Ratgebers, um auf das richtige Verhalten vor und während einer Trauerfeier aufmerksam zu machen.

Der Ratgeber beginnt mit der Frage, wie eine Parte am besten zu gestalten ist. Mit Muster und formalen Regeln wird klargemacht, wie eine Todesanzeige aussehen soll, was erlaubt ist, was nicht.

Weiter geht es mit dem Kondolenzbrief, auch hier werden Muster vorgegeben, Briefe für nahe Verwandte, ferne Verwandte und hinterbliebene von Geschäftspartnern. Großartig. Per Mail darf übrigens kondoliert werden, ja nicht per SMS!

Und so geht es weiter, der richtige Blumenschmuck evaluiert, die richtige Kleidung für die Trauerfeier beschrieben. In Jeans und Turnschuhen sollte man oder frau übrigens nicht trauern. Dann folgt eine detailierte Beschreibung einer Trauerfeier, wobei am Ende darauf hingwiesen wird, den nahen Angehörigen Beileid auszusprechen. Und bitte keine Skateboards auf dem Freidhof und auch nicht auf den Gräbern rumspringen!

Der Leichenschmaus wird ebenfalls beschrieben, Reden, Sitzordnung und das Erscheiungsbild des Kondolenzbuches werden hier festgelegt.

Ok. Das war sehr interessant Hr. Elmayer, aber ich frage mich (denke ich) zu Recht, warum die Bestattung Wien es nötig hält, so einen Ratgeber herauszugeben. Springen regelmäßig leichtbekleidete Frauen auf den Gräbern des Wiener Zentralfriedhofs herum, die per SMS kondolieren und eine Todesanzeige nicht hinbekommen?

Hier der Ratgeber.

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