Buchtipp: Aus dem Fluss

Der Albaner Ilir Ferra, vor allem durch seinen Roman „Rauchschatten“ bekannt, hat einen kleinen feinen Prosaband herausgebracht. „Aus dem Fluss“ heißt das Buch, das zehn poetische Reflexionen versammelt und scheinbar zufällig aufgegriffene Themen behandelt. So denkt der Autor etwa über den Ball sowie Plastiksackerl nach und philosophiert über die Entstehung der Zahlen. Der Titel ist also programmatisch zu verstehen, der Autor macht sich und uns die Bedeutung von Alltäglichem bewusst – nimmt es aus dem Fluss und ruft zur Entschleunigung auf. Eine zentrale Rolle spielt dabei auch die Sprache, die Ferra sehr bewusst und überlegt einsetzt – nicht nur als Handwerkszeug, sondern auch als Thema.

 

„Aus dem Fluss“ ist in der auffällig gestalteten Taschenbuchreihe „Textlicht“ erschienen, die neben Prosa auch offen für experimentelle Texte ist. So sind dort bisher neben einer Erzählung von Thomas Ballhausen und einem Kurz-Roman von Ulrike Schmitzer zum Beispiel auch ein Prosa-Theaterstück von Claudia Tondl und Poesie-Fragmente von Philipp Weiss erschienen.

 

Ilir Ferra
Aus dem Fluss
Prosa
Edition Atelier, € 7,95

 

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