Lifestyle

Foto: STADTBEKANNT Adamek
Foto: STADTBEKANNT Adamek

Zum Brunch mit der Kawasaki J300

18. Mai 2014 • Lifestyle

Ich geh eigentlich nicht gern brunchen. In der Redaktion bin ich damit ziemlich allein. Bemüht man die Suchfunktion unserer Seite mit dem Wort „Brunch“ findet man nicht weniger als 71 Seiten mit Artikeln zu diesem Thema, kein einziger davon von mir.
Doch vergangenes Wochenende habe ich mich hinreißen lassen. Vielleicht war es der Gruppenzwang, vielleicht die Frühlingsgefühle, vielleicht die Lust mit einem Roller wie ein italienischer Ragazzo zum Essen zu fahren. Dass die neue Kawasaki J300 so gar nicht italienisch auftritt, kann in diesem Fall vernachlässigt werden, schließlich ging es zur „Italian Brunch Party“ , das musste reichen.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

Foto: STADTBEKANNT Adamek

Japan, Taiwan und Italien

Nach dem Aufstehen noch schnell schick gemacht und zum Roller gelaufen. Das Wetter hätte durchaus ein bisschen wärmer ausfallen können und das sah nicht nur ich so. Es brauchte zwei, drei Versuche um die J300 mit dem elektrischen Anlasser zu starten und kurze Zeit später beschloss der Motor bei einer roten Ampel sich eine weitere Ruhepause zu gönnen und schaltete einfach ab. Aber kein Problem. Mit der Grandezza eines italienischen Roller-Routiniers, die sich in diesem Falle in hektischen Bewegungen zeigte, startete ich die Kawasaki erneut und fuhr weiter. Egal ob eingeordnet im Fließverkehr oder an stehenden Kolonnen vorbei. Ganz so wie es der Tennō  für diesen Roller erdacht hatte. Wobei wir uns hier nicht ganz sicher sind. Da die J300 auf dem Kymco Downtown 300i aufbaut und dieser in Taiwan produziert wird, könnte es auch der Gedanke des Gouverneurs von Taiwan gewesen sein. Ein schwieriger Sachverhalt.
Des Tennōs würdig wäre jedenfalls der Sitzkomfort. Um den zu gewährleisten, wurde der ursprüngliche Stauraum für zwei Integralhelme so lange mit Schaumstoff vollgestopft, bis nur noch ein Helm Platz hatte. Da wir aber zu zweit zum Brunch fuhren, musste der Zweite nun mitgenommen werden, was äußerst unpraktisch war. Glücklicher Weise habe ich oft genug Armageddon gesehen, um zu wissen, wie man mit einem Helm gehen muss. Lässig nahm ich ihn unter den Arm. Ich musste ihn nicht mitnehmen, nein, ich wollte es. Welch ein Auftritt! Selbst Adriano Celentano hätte es nicht besser machen können. Da schauen die Leute, wäre ich nicht beinahe der erste Gast gewesen…

Foto: STADTBEKANNT Adamek

Foto: STADTBEKANNT Adamek

Iss, fahr, tanz durch den Tag

Ja gut, brunchen ist nicht so schlimm. Nach viel Ciabatta und Pizza hatte ich aber irgendwann genug und beschloss das Feld zu räumen. Wieder rauf auf den Roller und ab auf die Autobahn. Die 28 PS reichen aus, um kurze Etappen gut zu bewältigen und selbst bei knapp 100 km/h liegt die J300 noch satt auf der Straße. Trotzdem war es ein schönes Gefühl bei Donaustadtbrücke wieder abfahren zu können.
Wären wir mit dem Auto gekommen, hätten wir keinen Parkplatz mehr gefunden, so aber stellten wir die J300 schnell ab und tanzten noch durch den Tag. Zugegeben: Diesmal störte der Helm schon.

 

STADTBEKANNT meint

Pro: Die Kawasaki J300 fährt sich komfortabel und gibt trotzdem immer gutes Feedback darüber, was gerade auf der Straße passiert. Der Motor bringt genug Leistung für Stadt, Land und Autobahn. Das Design ist schnittig und die Farbe Grün mögen wir bei Stadtbekannt sowieso.

Contra: Für den gesteigerten Komfort musste leider der Stauraum hinhalten. Bei kaltem Motor hatte unser Testfahrzeug leichte Startschwierigkeiten. Mit 191 kg ist die J300 außerdem kein Leichtgewicht.

Kawasaki J300 ab € 5.550,-
299 ccm – Einzylinder-Viertakt-Motor | max. Leistung 20,3 kW (28 PS) bei 7.750 U/min | max. Drehmoment 28,7 Nm bei 6.250 U/min | Stufenloses Automatikgetriebe | Einzelscheibenbremse vorne und hinten | ABS | Sitzhöhe: 775 mm | Tankinhalt: 13 Liter | Leergewicht: 191 kg | Verbrauch im Test: ca 4,0 l/100 km

 

 

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »