Wien – Gut zu wissen

Wien Aussicht (c) stadtbekannt.at
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Wohnungssuche in Wien

1. Oktober 2014 • Gut zu wissen, Wien

Strategische Tipps für die Wohnungssuche

Wer bereits einmal in Wien auf Wohnungssuche war, kennt die Tortur: Aus welchem Grund auch immer man sich nach einer Wohnung umsieht, sei es weil man sein Studium beginnt, endlich von Zuhause ausziehen will, es in der alten Wohnung und/oder mit den Mitbewohnern nicht mehr passt, oder einfach nur weil man einen Tapetenwechsel braucht. Bis man endlich die passenden vier Wände gefunden hat, muss man oft einiges an Zeit und Nerven investieren.

 

Wo sucht man am besten?

Beliebt und praktisch ist die Wohnungssuche über das Internet, beispielsweise mit immowelt.at. Dort gibt es auch gleich nützliche Tipps und Informationen zu Recht und Steuern für Mieter.

Wenn man einmal die Wohnung gefunden hat, kann man gleich über yelp sein neues Grätzel ausforschen. Dort findet man auch Möbel, Handwerker und Restaurants.

Der Vorteil ist natürlich, dass ganz bequem eine große Auswahl kompakt und übersichtlich zusammengefasst präsentiert wird. Allerdings tummeln sich hier wie in jeder Branche schwarze Schafe, weshalb professionelle Hilfe von Maklern durchaus nützlich und zeitsparend sein kann. Makler kennen sich meist sehr gut aus und haben einen guten Überblick über das aktuelle Angebot. Vor allem können sie sehr gut auf etwaige Sonderwünsche eingehen. Ein Nachteil ist die Provision, welche sich auf bis zu zwei Monatsmieten belaufen kann.

Ein weiterer Tipp sind Freunde, Bekannte und Verwandte, die für einen die Augen und Ohren mit offen halten.

Wien Immobilien Foto: STADTBEKANNT

Wien Immobilien Foto: STADTBEKANNT

Ist Wohnen in Wien leistbar?

Die Geldfrage. Dass das Wohnen in Wien immer kostspieliger wird, ist wohl keine Neuigkeit. Von 2007 bis 2013 sind die Wohnungspreise um 39 % teurer geworden. Ein solcher Anstieg wurde in keinem anderen Euroland beobachtet. Vor allem innerhalb des Gürtels ist es schwierig, eine halbwegs günstige und doch bewohnbare Wohnung zu finden. Immer mehr Menschen zieht es in die Ballungsräume. Da in der vergangenen Zeit nicht viele Neubauten geschaffen wurden, sind horrende Preise unvermeidbar. Wien wird mittlerweile zu den zehn teuersten Städten Europas gezählt.

Wir haben uns die Bezirke hier schon einmal ganz genau angeschaut. Die derzeitigen Top 3 der teuersten Bezirke sind ganz klar der 1., der 7., und der 19., wesentlich günstiger ist es beispielsweise im 15 …

Mariahilferstraße, 6. und 7. Bezirk, Foto: STADTBEKANNT

Mariahilferstraße, 6. und 7. Bezirk, Foto: STADTBEKANNT

Wer suchet, der findet

Wenn man sich auf aktive Wohnungssuche begibt, gilt es neben der Preise auch einige andere Dinge zu beachten: mögliche Bezirke, Zimmeranzahl, Balkon oder Garten usw.  Auch das Umfeld sollte in Augenschein genommen werden: Wie weit ist es bis zu den Öffis? Wie lange braucht man bis zur Arbeit bzw. Uni? Gibt es Supermärkte, Drogerien und Apotheken in der Nähe? Bevorzugt man eine ruhige Lage oder ist man gerne im Zentrum des Geschehens?

Leer stehende Wohnungen sehen bei der Besichtigung auch oftmals größer aus, als sie im Endeffekt sind. Deshalb sollte man schon einen ungefähren (Kosten-)Plan zur Einrichtung haben, denn das kann ganz schön ins Geld gehen. Gebrauchte Möbel, die teilweise noch wie neu und recht günstig sind, findet man u.a. auf flohmarkt.at, bei Carla und Gebrauchtwarenhändlern, die über die gesamte Stadt verteilt sind.

Sind diese Dinge geklärt, muss man auch das Wohnobjekt der Begierde unter die Lupe nehmen. Vor allem die Betriebskosten darf man nie vernachlässigen, denn die können die tatsächlichen Kosten weit in die Höhe treiben. Da sollte man auch schauen, ob die Fenster wirklich dicht sind, sonst heizt man gleich mal für die globale Erderwärmung mit.

Um es sich mit den Nachbarn nicht von Anfang an zu verscherzen, hilft auch mal die Überprüfung der Schalldämmung. Wenn die nicht so gut ist und jeder Nieser durch die Wände dringt, dann sollten schleunigst Möbel und dicke Vorhänge ins Heim, denn die dämmen zu einem guten Teil mit.

Und zu guter Letzt muss man sich auch um die eigene Gesundheit kümmern und schauen, ob es Schimmel- oder Wasserflecken gibt. Denn wenn die einmal da sind und nicht beseitigt werden, sitzt man schneller mit Lungenproblemen beim Arzt als man Atemwegserkrankung buchstabieren kann.

Und weil, wie bei so vielen Dingen im Leben, auch Glück dazugehört: Viel Glück bei der Wohnungssuche!

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