Wo isst Österreich

Wo isst Österreich? Die besten Wirtshäuser Wiens

16. September 2012 • Gut zu essen2 Kommentare

Österreich ist bekanntlich berühmt für seine herausragende und durchaus auch deftige Küche. Da wir wie jeder andere Mensch mit Geschmacksnerven Schnitzel, Tafelspitz, Eiernockerl und Co. nicht wiederstehen können, präsentieren wir euch mit Hilfe des kürzlich erschienenen österreichischen Wirtshausführer “Wo isst Österreich?” für euch die Créme de la Créme der österreichischen Wirte.

Gemütliche Atmosphäre, guter Wein, kaltes Bier, dazu Köstlichkeiten aus Österreich am Tisch – ein durchaus schönes Szenario. In Wien gibt es einige Wirten, an denen man einfach nicht vorbeikommt – insbesondere wegen der ausgezeichneten Küche und der hohen Qualität der Produkte. In den letzten Jahren ging der Trend weg vom schäbigen Wirtshaus mit fettigem Schnitzel hin zu tollen Wiener Lokalen, die die österreichische Küche durchaus modern interpretieren. Auch die Nachfrage nach gesunder, frischer und insbesondere regionaler Kost ist gestiegen.

Dieser Trend spiegelt sich im kürzlich erschienenen “Wo isst Österreich?” wieder – ein Wirtshausführer für Österreich, der auch Wirte in Friaul, Istrien, Slowenien und Südtirol vorstellt. In dem Lokalführer wird auch die Wein-, Bier- und Edelbrandproduktion aus Österreich gewürdigt sowie ausführlich über Preisniveau, Atmosphäre und die Speisekarte berichtet. Einige Wiener Wirten sind in “Wo isst Österreich?” vertreten – wir stellen euch die besten vor.

 

Schutzhaus am Schafberg, Czartoryskigasse 190-192, 1170 Wien

Das kürzlich eröffnete Schutzhaus am Schafberg bietet sehr bodenständige Wiener Küche zu moderaten Preisen. Fiakergulasch, Reisfleisch oder faschierte Laibchen werden hier kredenzt – wobei auch immer wieder modernere Gerichte auf der Saisonkarte stehen. Die Palatschinker hier sind ein Traum, sollte man unbedingt einmal probiert haben. Das Schutzhaus ist sehr modern eingerichtet, der Gastgarten ist wunderbar gemütlich und der Service gut und schnell.

 

Der Gmoa Keller, Am Heumarkt 25, 1030 Wien

Der Gmoa Keller ist nicht nur wegen Wirt Sebastian Laskowsky und seiner Auszeichnung zum Wirten des Jahres empfehlenswert, sondern auch wegen der ausgezeichneten Küche und perfektem Service. Der Gmoa Keller ist gemütlich, immer ziemlich voll und stellt seine Gäste zufrieden. Was manche vielleicht überraschen wird: Die Preise im Gmoa Keller sind relativ moderat, das riesige Kalbs-Wiener-Schnitzel kommt auf 14,90 Euro, das Rindsgulyas kostet hier 8,50 Euro. Die Gerichte werden hier liebevoll angerichtet, im Gmoa Keller werden übrigens auch Mittagsmenüs angeboten.

Gmoa Keller

Zum Andreas Hofer, Brückengasse 11, 1060 Wien

Nicht nur den TirolerInnen schlägt hier das Herz höher, sondern eigentlich allen Gästen, die im “Zum Andreas Hofer” speisen. Natürlich werden hier unzählige Tiroler Speisen und selbstredend auch Produkte angeboten, sowie Schaumsuppe mit Bergkräutern oder Arlberger Lamm mit Tannenrinde – auch um den Graukäse kommt man hier einfach nicht herum. Auf Vorbestellung bekommt man hier auch Fondue serviert, die Preise sind etwas gehoben – die Küche allerdings auch.

 

Stadtgasthaus Eisvogel, Riesenradplatz 5, 1020 Wien

Im Eisvogel trinkt man Wein aus Österreich und bekommt Wirtshaus-Kreationen kredenzt, die nur geschmacklich mit ihren traditionsreichen Vorbildern vergleichbar sind. Ob Wild, köstlicher Käse oder Perlhuhnbrust, hier wird raffiniert kombiniert und besonderer Wert auf Genuss gelegt. Die Karte begeistert schon auf den ersten Blick, immer wieder Altbekanntes, aber doch irgendwie neu und spannend. Das Wiener Schnitzel vom Milchkalb kommt hier auf 19,90 Euro.

 

(c) Mautner stadtbekannt

(c) Mautner stadtbekannt

Herzog’s Wirtshaus, Sechshauserstraße 120, 1150 Wien

Der 15. Bezirk mag nicht unbedingt für seine kulinarischen Hotspots bekannt sich – wer sich in Wien aber auskennt, der weiß, dass es auch jenseits des Gürtels einige ausgesprochen gute Lokale gibt. So zum Beispiel das Herzog’s Wirtshaus, in dem österreichische Küche mit einem dezenten mediterranen Einschlag serviert wird. Was gut klingt, schmeckt auch so und wird meist sehr klassisch serviert. Ein ausgezeichnetes Wirtshaus mit moderaten Preisen und feiner Weinkarte.

 

Das Rebhuhn, Berggasse 24, 1090 Wien

Im Rebhuhn ist nicht nur die Einrichtung bodenständig, sondern auch die Küche. Auf der kleinen feinen Karte finden sich sowohl traditionsreiche Wiener Gerichte als auch modernere Kreationen. Das großartige Wiener Schnitzel kostet hier 15,50 Euro und ist sein Geld auf jeden Fall wert. Seit mehr als hundert Jahren gibt es das Rebhuhn nun schon, und wir sehen keinen Grund, warum es nicht noch weitere hundert Jahre bestehen sollte.

 

(c) Mautner stadtbekannt

(c) Mautner stadtbekannt

Am Nordpol 3, Nordwestbahnstraße 17 / Ecke Nordpolstraße 3, 1020 Wien

Dass es auch günstig gut geht, beweist das Am Nordpol 3 im 2. Bezirk. Hier wird auf bodenständige Küche gesetzt, mit Schwerpunkt auf die Wurst. Käsekrainer, Sacherwürstel, alles wunderbar simpel und wunderbar gut. Schopfbraten, Grammelknödel und ähnliche Klassiker erwarten die Gäste im Am Nordpol 3, alles in der Tradition der böhmischen Küche. Das Lokal selbst ist wie die Speisen: urig, gemütlich und warm. Dazu ein kaltes Velkopopovicky-Bier und der Zufriedenheit steht nichts mehr im Wege.

 

Die Liste der ausgezeichneten Wiener Wirte ließe sich noch problemlos weiterführen, wer mehr über Wiens Wirtshäuser und ihre Vorzüge erfahren will, der blättert am besten in “Wo isst Österreich?”.

Wo isst Österreich?
September 2011
Styria Verlag
19,99 Euro


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