Wien – Leben

Urlaub Meer Strand (c) STADTBEKANNT
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Wieviel Urlaub reicht für die Erholung vom Arbeitsstress?

30. Juni 2016 • Leben

Laut der zuletzt veröffentlichten Arbeitsklima Analyse der Oberösterreichischen Arbeitskammer reicht der Urlaub für knapp ein Viertel der Arbeitnehmer in Österreich nicht aus, um sich vollständig zu regenerieren. Besonders betroffen sind Arbeitnehmer aus der Handel- und Gesundheitsbranche.

 

Viele Beschäftigte nutzen die freie Zeit im Urlaub unter anderem für häusliche Angelegenheiten, Arzttermine oder um Krankheiten auszukurieren. Laut der Studie musste jeder fünfte Angestellte mindestens einen Tag in den vergangenen zwei Jahren frei nehmen, um Behördengänge zu erledigen. Das reduziert die Anzahl der Tage, die tatsächlich der Erholung dienen. Und auch im Urlaub können viele Arbeitnehmer nicht abschalten. Rund 50 Prozent der Befragten gab an, auch während des Sommerurlaubs für Kollegen und Vorgesetze per SMS, Anruf oder E-Mail erreichbar zu sein.

 

Dabei geht bei vielen Arbeitnehmern der Erholungseffekt nahezu vollständig verloren. Erhält der Körper nicht genügend Erholung, so kann das der eigenen Gesundheit stark zusetzen. Es drohen Herz- und Kreislaufbeschwerden, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Erschöpfungszustände oder im schlimmsten Fall Burn-out. „Erholung in der Freizeit ist wichtig für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit – und um Ressourcen aufzubauen. Wenn das nicht stattfindet, häufen sich Stressreaktionen und führen zu negativen Gesundheitsfolgen“, so Psychologin Christine Syrek. Dabei kommt es auf die Länge des Urlaubs gar nicht an. Viel wichtiger ist, dass der Urlaub vorbereitet wird und keine Arbeit vor der Abreise liegen bleibt. Nur so können Arbeitgeber entspannt in die Ferien starten. Für Rückkehrer ist es außerdem wichtig, dass die Erinnerung an den Urlaub gepflegt wird. Durch die Beschäftigung mit Urlaubsthemen können viele Arbeitgeber das positive Gefühl der Erholung zurückholen. Weiterhin ist es wichtig, dass vorher mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden klar geklärt wird, dass die Urlaubszeit der Erholung dient und innerhalb dieser keine geschäftlichen Angelegenheiten erledigt werden.

 

Urlauber sollten auf genügend Abwechslung achten

Bei der Urlaubsplanung sollten Arbeitnehmer darauf achten, dass sie auf abwechslungsreiche Aktivitäten setzen und die Balance zwischen Unternehmungslust und Entspannung finden. „Erholung findet statt, wenn alle funktionalen Systeme, die bei der Arbeit beansprucht sind, in der Freizeit ausgeglichen werden – wenn beispielsweise Schreibtischtäter ihre geistigen Tätigkeiten durch Sport ausgleichen“, erläutert die promovierte Psychologin und Wissenschaftlerin, Verena C. Hahn. Und die Auswahlmöglichkeiten für einen aktiven Erlebnis- und Kurzurlaub sind schier unüberschaubar. Anbieter wie mydays.at oder Reisebüros bieten mittlerweile viele Kurzurlaube an, die ein gutgeschnürtes Paket aus Erholung und Erlebnis bieten.

 

Rechtzeitige Planung verhindert Stress

Wenn die Planung für den nächsten Trip weiter in die Ferne gehen, dann sollten Urlauber darauf achten, dass die Planung rechtzeitig beginnt. Fahrten in ferne Reiseländer sind meist mit zusätzlichem Aufwand und Stress verbunden. Ungewohntes Essen, Sprachprobleme, lange Flüge oder das Bedürfnis, in kürzester Zeit möglichst viel zu erleben, können für zusätzliche Belastung sorgen.

 

Die beste Regeneration erreicht man durch eine ausgewogene Urlaubsplanung. Ein Urlaub über zwei oder drei Wochen im Jahr kombiniert mit Kurzurlauben über das Wochenende oder Feiertage bilden die perfekte Erholungsmischung. Und auch wenn der Griff zum Smartphone noch so verlockend ist, wer im Urlaub abschaltet, hat danach mehr Energie für den Job.

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