Wien – Kinos

Foto: Alexi Pelekanos - Filmarchiv
Foto: Alexi Pelekanos - Filmarchiv

Wiener Metro Kino

12. August 2014 • Kinos, Leben

Das Metro Kino in der Wiener Johannesgasse ist zur Zeit eine Baustelle. Dort wird gerade am Prestigeprojekt des Filmarchivs Austria gearbeitet. Ein neues multifunktionales Kulturhaus wird ab Mitte Oktober den Film in seiner ganzen Dimension und Formenvielfalt ausstellen.

 

In den Räumlichkeiten des ehemaligen Filmtheaters entsteht das künftige Aushängeschild österreichischer Filmkultur. Ein Kompetenzzentrum, in dem man den Leitsatz des Filmarchivs „to preserve and to show“ optimal umsetzen will. Das Metro soll demnach zu einem multifunktionalen Ort werden, der die historische Dimension der Kinematografie in Erinnerung hält und gleichzeitig deren Gegenwart und Zukunft beschwört.
Das Filmarchiv Austria beherbergt in seinen Depots in Laxenburg mehr als 200.000 Filmtitel, darunter sämtliche erhaltenen österreichischen Spielfilme und eine umfangreiche Sammlung historischer Dokumente. Die ältesten Titel etwa sind die Wien-Aufnahmen der Gebrüder Lumière aus dem Jahr 1896, die älteste österreichische Filmproduktion ist die Dokumentation „Der Kaiserbesuch in Braunau/Inn“ aus dem Jahr 1903.

 

Archiv für jedermann zugänglich

Um dieses umfangreiche Oeuvre nutzbar machen zu können, werden audiovisuelle Sichtungsplätze eingerichtet, die es sowohl Forschenden als auch einer allgemein interessierten Öffentlichkeit ermöglichen sollen, unter kontrollierten, urheberrechtlich geschützten Bedingungen jene riesigen Archivbestände zu begutachten, die noch dem Copyright unterliegen und somit nicht ins Netz gestellt werden können.
Grosse Bedeutung neben Film selbst, wird dem Aufführungsort beigemessen, dort wo das Archivmaterial gezeigt wird und damit lebendig bleibt. Damit einhergehend wird die Technik in ihrer ganzen Bandbreite vorgestellt, von ganz frühen analogen Formaten bis zum heutigen digitalen Format.
Neben der Präsentation der historischen Filmdokumente wird das Kino auch Ort der Auseinandersetzung mit dem aktuellen österreichischen Film in seinen vielfältigen Formen und Genres sein.

 

Gemeinsames Programm mit Peter Handke

Zur geplanten Wiedereröffnung des Metro-Kinos Mitte Oktober haben das Filmarchiv Austria und die Viennale gemeinsam ein besonderes Programm vorbereitet.
Für die Viennale hat der Schriftsteller Peter Handke auf Einladung des Festivals erstmalig eine Auswahl von Filmen getroffen, die für ihn und seine Arbeit im Laufe der Jahre von besonderer Bedeutung waren. Das Programm „Peter Handke geht ins Kino“ umfasst rund 25 Filme und reicht von Klassikern der Filmgeschichte bis zu unbekannten Werken.

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