Kultur – Bühne

(c) Alexi Pelekanos - Schauspielhaus
(c) Alexi Pelekanos - Schauspielhaus

Wiener Festwochen: Auf ins letzte Drittel!

8. Juni 2012 • Bühne, Kultur

Drei spannende Festwochen später kann bereits ein kleiner Rückblick gegeben werden:

„Cate sehen“, gehörte natürlich zu den Highlights. Obwohl die Inszenierung von „Big and Small/ Groß und klein“ insgesamt eher unaufregend war, ist Cate Blanchett live natürlich ein Erlebnis für sich. In der Rolle der Lotte-Kotte konnte man die bekannte Schauspielerin von einer ganz ungewöhnlichen Seite sehen.

Die Adaption von Bulgakows Roman „The Master and Margaritha“ erzählte in einer technisch aufwändigen und temporeichen Inszenierung über eine große Liebe in den späten 1930er Jahren in Moskau. Verknüpft mit faustischen Motiven und der Begegnung zwischen Jesus Christus und Pontius Pilatus.

Böse Buben, fiese Inszenierung

In äußerst zähen zweieinhalb Stunden ohne Pause bietet die Inszenierung (wie erwartet?) heftige Einblicke in sexuelle Machtfantasien von eben „Bösen Buben“ oder „Fiesen Männern.“ Das Premieren-Publikum nahm das mutwillige überspannen des Geduldsfaden teilweise mit Humor, teilweise zum Anlass, die Vorstellung früher zu verlassen. Beim Applaus mischten sich Buhs und Bravos. Mit Vorsicht für sehr geduldige und unempfindliche Gemüter noch bis Montag, den 11. Juni, zu „genießen“.

Seit 6. Juni auch mit einer ähnlichen Themenstellung: Keller, Männer, besitzergreifende Hingabe  „Conte d’amour“.

Ansonsten dürfen wir uns in der nächsten Zeit noch auf die Uraufführung von „Makulatur“ im Schauspielhaus und die Inszenierung von Glaube, Liebe, Hoffnung von Christoph Marthaler freuen.

Programm auf www.festwochen.at

Eva Maria Krappinger liebt Theater und Literatur im Allgemeinen und Arthur Schnitzler im Besonderen. Deshalb betreibt sie Theatania, das Online-Theaterportal für Wien.

, ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »