Essen & Trinken

Wiener Kaffeehaus Dommayer (c) STADTBEKANNT
Wiener Kaffeehaus Dommayer (c) STADTBEKANNT

Wien und die Kaffeehaus-Kultur

23. August 2014 • Essen & Trinken

Wie wichtig Kaffeehäuser für Wien sind, erkennt man an den zahlreichen Legenden, die sich um den Ursprung der Wiener Institution ranken. Eine davon berichtet von einem Mann namens Georg Franz Kolschitzky, der für seine gewagten Kurierdienste während der zweiten Türkenbelagerung (1683) von den Stadtobersten reich beschenkt wurde – mit 500 Sack Kaffee. Der Mär zufolge soll aus dieser Kriegsbeute das erste Kaffeehaus Wiens erwachsen sein.

Tatsächlich war es allerdings der Armenier Johannes Theodat, der 1685 das erste Wiener Kaffeehaus in seinem Wohnhaus in der Rotenturmstraße 14 eröffnete. Rasch erfolgreich, folgten dem ersten Pionier bald andere nach. Auch in der Bevölkerung erfreuten sich die Kaffeehäuser wachsender Beliebtheit.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Wiener Kaffeehäuser in etwa das, wofür sie heute bekannt sind: Gesellige Treffpunkte für Politik, Intellekt und Kultur, stilvoll-elegant und gemütlich, durchzogen vom Duft der gemahlenen Bohne, der Speisen und der Zigaretten, bestückt mit flatterndem Zeitungswerk in diversen Größen und Farben und besucht von Gästen, die gerade tun, was sie am liebsten tun – genießen.

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