Wien – Wienerisch

Schnackseln wie ein echter Wiener - Tattoo (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi
Schnackseln wie ein echter Wiener - Tattoo (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi

Wie sagt man richtig?

7. Dezember 2017 • Wienerisch

Wörter und Redewendungen rund um die schönste Nebensache der Welt

Kaum eine Sprache ist so vielseitig wie das Wienerische, wenn es darum geht, intime Aktivitäten zwischen zwei Menschen sowie die dabei involvierten Körperteile zu umschreiben.

 

Beidl, m.: Penis; abgeleitet vom „Beitel“, einem stemmeisenähnlichen Tischlerwerkzeug. Das Wort ist auch als Beschimpfung gebräuchlich.
bempern: „hämmern“, „klopfen“; unter Geräuschbegleitung Sex haben
Bixn, Buxn, f.: „Büchse“, Vagina
bokn: „aufbocken“; wie ein Ziegenbock bespringen
bomasln: fast vergessenes Wort für langweiligen, spießigen Sex (Bomasl bzw. Pomeisl war früher einmal der Klischee-Name für den bürgerlichen Spießer)
Brunzbuschn, m.: derb für Intimbehaarung, „Pinkel-Busch“
bumsn: „bumsen“ – hierbei darf der Lärm nicht fehlen
ditschkerln: aus dem Tschechischen, abgeleitet von dem Wort für „Degenspitze“ – gemeint ist hier natürlich die Verwendung einer ganz anderen Spitze
Duttln, Mz.: weibliche Brüste; unterschieden werden weiters Eiaspeisduttln, die flach wie eine Eierspeise aussehen oder falsche Schmähduttln.
Duttlzipf, m.: Brustwarze, Nippel
Eia, Mz.: Hoden
Fut, f. (Mz. Futna): derb für Vagina; auch als Schimpfwort gebräuchlich
Gigaritschn, f.: altes Wort für Vagina
Gogerln, Mz.: Hoden
G’spusi, n.: Affaire, Kurzzeit-Geliebte/r
in de Kistn hupfm: miteinander ins Bett gehen
Moikarei, f.: „Molkerei“, praller weiblicher Busen
nogln: „nageln“, eher wilder Geschlechtsverkehr mit Geräuschentwicklung
Nudl, f.: „Nudel“, Penis
pudern: derbe Bezeichnung für „Geschlechtsverkehr haben“; abgeleitet von „buttern“, einer alten bäuerlichen Technik der Buttererzeugung aus Rahm per Stössel, die von Geräusch und Rhythmus her an Beischlaf erinnert
remmln: von „Rammler“ (männlicher Hase) – ähnlich geschwind wie beim Nagetier-Sex geht es hierbei wohl zu
Ruam, f.: „Rübe“, Penis
schnackseln: liebevolle Bezeichnung, bei diesem Sex kann schon einmal das Bett schnackeln (scheppern und wackeln)
schuastern: „schustern“, hierbei handelt es sich um intensiven, aber etwas gehudelten (übereilten) Geschlechtsverkehr nach dem Motto „schnell gewinnt“
Schwanzkistl, n: Vagina
Spatzi, n.: kindliches Kosewort für das beste Stück beim Mann
Tschuri, m.: Sperma; berühmt geworden durch Georg Danzers Wienerlied-Klassiker „Ballade vom verlorenen Tschurifetzn“
vegln: „vögeln“ – ein Standardwort
wamperln: von Wampe (dicker Bauch); Geschlechtsverkehr mit aneinander reibenden Bäuchen praktizieren
wixn: masturbieren

 

Prädikat: Unverzichtbar.

Wer nun Lust bekommen hat, wie ein echter Wiener zu flirten, zu lieben und auch zu schnackseln, sollte sich diese Lektüre zu Gemüte führen!

, , ,

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »