Kultur – Musik

Schallplatte Vinyl (c) STADTBEKANNT Hofinger
Schallplatte Vinyl (c) STADTBEKANNT Hofinger

Wer bitteschön ist noch nicht genervt?

29. Mai 2010 • Musik

Da ist er wieder: Pete Doherty. Diesmal mit einem Soloalbum, wo doch seine vorige Band die Babyshambles schon die Soloband waren. Kann er überhaupt noch Musik machen? Oder ist er nur mehr Yellow-Press-Inhalt?

Pete Doherty ist eine verwegene Figur. Er taucht auf den Titelseiten der Boulevard-Blätter dieser Welt auf und das nicht wegen seiner Musik, sondern früher wegen seiner Freundin Kate Moss. Oder eben wegen seiner Drogen-Eskarpaden.

Fast absurd, dass seine britische Skandal-Kollegin Amy Winehouse fast zeitgleich mit der Veröffentlichung seines Soloalbums vor Gericht steht. Wegen Körperverletzung an einem Fan. Was soll man dazu sagen…

Sie haben sich ein bisschen ausgelutscht, diese britischen Popstars, die eigentlich nur ob ihres Drogenkonsums berühmt sind. Amy Winehouses dieser Welt – wir haben genug von euch. Wir sind gelangweilt.

Genau deshalb musste Pete Doherty wohl wieder Musik machen, damit er nicht ganz in der Yellow-Press versinkt. Ob das gelungen ist? Grace/Wastland heißt das Album, was sein Image ja schon namentlich weiter ziehen möchte. Pete Doherty, oder eben Peter Doherty, wie er sich nun nennt, beginnt Genres zu mischen und geht von seinem Schrammel-Rock ein bisschen weg. Keine schlechte Idee, so erinnert auch die gelungene, das kann man ohne weiteres zugeben, Single an lauschige Reggaeabende. Das Konzept geht im Ganzen allerdings nicht auf – wenn man überhaupt von einem Konzept sprechen kann. Eine wilde Mischung, das ist Pete Dohertys letztes Werk, aber auch hier gilt wahrscheinlich: Am Besten sich selbst davon überzeugen.

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