Wien – Leben

Auto in Wien (c) STADTBEKANNT
Auto in Wien (c) STADTBEKANNT

Weniger Autos in Wien

1. August 2011 • Leben3 Kommentare zu Weniger Autos in Wien

Der Verkehrs Club Österreich (VCÖ) hat in einer Untersuchung festgestellt, dass seit 2005 der Autoverkehr in 20 Wiener Bezirken zurück gegangen ist, am stärksten im Asergrund.

Fast sieben Prozent weniger PKWs als 2005 gibt es heute im Alsergrund, gefolgt von Neubau wo der Rückgang 6,2 Prozent beträgt und Mariahilf mit einem Minus von 5,5 Prozent. Auch auf den weiteren Plätzen folgen die Innengürtelbezirke: Josefstadt minus 5,3, Margareten minus 5,2, Wieden ebenfalls minus 5,2, wie auch die Leopoldstadt.

Am niedrigsten fällt der Rückgang in Meidling und Floridsdorf mit minus 1,1 beziehungsweise minus 1 Prozent aus. Gesunken ist der Autoverkehr auch in den Landeshauptstädten Innsbruck und Graz.

Gestiegen ist der Verkehr hingegen in der Inneren Stadt und in Donaustadt. Der Trend zu abnehmendem PKW-Verkehr hält aber weiter an, so ist der PKW-Verkehr beispielsweise allein im vergangenen Jahr im Alsergrund um 2,5 Prozent zurück gegangen.

Die meisten und die wenigsten Autos

Nirgendwo in Österreich gibt es weniger Autos als in Rudolfsheim-Fünfhaus. Auf tausend Einwohner kommen dort 305 Autos. Auf den Plätzen folgen weitere Wiener Bezirke, Brigittenau mit 312, Margareten mit 325, Ottakring mit 326 und die Leopoldstadt mit 331 Autos.

Unter den 30 österreichischen Bezirken mit dem niedrigsten Motorisierungsgrad finden sich 21 Wiener Bezirke, also alle außer dem Ersten Bezirk. Unter den Bezirken mit dem höchsten Motorisierungsgrad findet sich kein einziger Bezirk Wiens. Die meisten Autos gibt es in Waidhofen an der Thaya mit 652, in Rust mit 642 und in Zwettl mit 639 PKWs pro tausend Einwohner.

Kleine Erfolge und viel zu tun

An sich ist es wenig überraschend, dass es in Städten weniger PKWs gibt als am Land, kann doch in der Stadt sehr viel leichter darauf verzichtet werden. Trotzdem ist es erfreulich, dass auch in Wiener Bezirken mit jetzt schon recht niedrigen PKW Zahlen, die Motorisierung weiter zurück geht.

Das ist allerdings auch dringend nötig, hat sich die Stadtregierung doch vorgenommen, den Individualverkehr in Wien bis 2015 um rund ein Drittel zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen muss der PKW Verkehr wohl noch deutlich stärker zurückgehen, als dies aktuell der Fall ist.

Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs und der Ausbau der Öffis sind zur Erreichung dieses Ziels geplant. Aktuell „hilft“ bei dieser Entwicklung auch der hohe Benzinpreis, der das Auto für mehr und mehr Menschen zum unerschwinglichen Luxus macht.

Mehr Carsharing

Der VCÖ fordert zur weiteren Reduktion des PKW-Verkehrs einen Ausbau der Bahn nach Schweizer Vorbild und die verstärkte Förderung von Carsharing Modellen in den Städten. Der VCÖ argumentiert, dass Zürich 181 Carsharing-Standorte hat und Amsterdam mehr als 300, Wien hingegen nur 49 und das, obwohl beide Städte deutlich kleiner als Wien sind. Autos sind im Schnitt nur eine Stunde pro Tag im Betrieb, den Rest des Tages stehen sie sinnlos herum. Bis zu acht PKWs könnten durch ein Carsharing-Auto ersetzt werden.

In Wien fehlt es vor allem noch an Standorten und der nötigen Sichtbarkeit dieses Modells im öffentlichen Raum. Aber auch das Car2go Modell, das beispielsweise in Hamburg angewendet wird und die rasche unkomplizierte Nutzung von Kleinwagen im öffentlichen Raum ermöglicht, fehlt in Wien noch komplett.

Was meint ihr, wie lässt sich der Autoverkehr in Wien am besten reduzieren?

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3 Antworten auf Weniger Autos in Wien – Verstecken

  1. Kaliman sagt:

    Am besten weniegr mit dem auto fahren
    und dafür mehr mit dem rad, das würde schon helfen.

  2. Maximilianus sagt:

    Der Radverkehr ist der schlüssel
    JE mehr Leute Fahrrad fahren um so weniger können Auto fahren. Daher bedeutet jeder Ausbau des Radverkehrs weniger Autoverkehr.

  3. Alex sagt:

    Der Gürtel ist eine Autobahn!
    Mitten in der Stadt! Eine Katastrophe das Ding. Man sollte um die Stadt herum eine Autobahn gescheit ausbauen, dafür den Gürtel dicht machen. Der sorgt für schlechte Luft, Lärm und Gefahren.

    Eigentlich ein Wahnsinn sowas mitten in der Stadt zu haben.

    Wie man das anstellt? Keine Ahnung, sollte sich mal wer den Kopf drüber zerbrechen!

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