Lifestyle – Skurriles

Schlamm (c) stadtbekannt.at
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Warum wir nicht aufs Frequency fahren…

14. August 2013 • Skurriles

Trost für Daheimgebliebene

Allein ein Blick in den Wetterbericht sollte viele zu Hause Gebliebene schon trösten: denn neben Affenhitze ist auch Regen angesagt – denkbar schlechte Bedingungen also für ein Open-Air Festival.

Aber auch abseits von derartigen Nebensächlichkeiten gibt es einige Gründe, nicht auf das Frequency zu fahren.

Line-up

Ein Blick auf das Frequency 2013 Lineup läuft unter „Déjà vu“, kurz denkt man eventuell vielleicht, man hätte unabsichtlich das Lineup des Vorjahres angeklickt. Denn unorigineller geht eigentlich kaum, bestenfalls könnte man es noch als zeitlos bezeichnen – immerhin spielen seit fünf Jahren jedes Jahr die selben Bands auf dem Festival. Offensichtlich wächst aber jedes Jahr eine neue Generation von 16-jährigen heran, die die immer gleichen Konsens-Bands noch nicht gesehen hat.
Aber selbst wenn man eine gute Band in der Liste findet – verpassen tut man sie sowieso. Denn entweder man ist zu verkatert vom Vortag, zu betrunken, um die Bühne (oder die Freunde, die man sowieso immer verliert!) zu finden oder man bleibt irgendwo stecken – entweder bei ewigen Sicherheitskontrollen am Eingangsbereich oder im Gatsch.

 

GTI Treffen für FM4 Publikum

Insofern hat die langweilige Musikauswahl doch wieder einen Vorteil – denn wenn die Bands nicht ablenken, kann man sich ganz auf das Saufen konzentrieren. Das tun dann aber leider auch die meisten anderen Besucher, weshalb böse Zungen das Frequency auch gerne mal mit dem GTI-Treffen vergleichen. Und da viele junge Besucher noch nicht viel Erfahrung mit Alkohol haben, stehen Entgleisungen aller Art auf der Tagesordnung. Über Lärmbelästigung will man sich ja auf einem Festival, auf dem auch die Killerpilze spielen, gar nicht aufregen, und zum Schlafen fährt man ja auch nicht auf ein Festival, allerdings sind umgeworfene Dixie-Klos neben dem Zelt auch keine Augenweide. (Die hygienischen Verhältnisse seien an diesem Punkt nur erwähnt – und mit dem Wort „verheerend“ auch schon hinreichend beschrieben.)

Zumindest die Abreise gestaltet sich meist unkompliziert, denn Zelte sind nach dem Frequency meist sowieso auch unbrauchbar geworden und müssen nicht wieder abgebaut werden. Also, liebe Daheimbleiber: 140,- Euro (ohne Getränke und Verpflegung!), Zeit und Nerven gespart – Gratulation!

(Raphael Maria Dillhof)

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