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Computer (c) Mehofer stadtbekannt.at
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Vorsicht im Internet – sicherer surfen

16. Oktober 2015 • Lifestyle

Das Internet steckt voller Möglichkeiten, aber auch voller Gefahren. Kriminelle missbrauchen es, um Nutzer zu betrügen, zu bestehlen oder zu erpressen. Um Opfer von Cyber-Kriminalität zu werden, muss man sich noch nicht einmal auf dubiosen Seiten herumtreiben. Die Kriminellen schlagen bei alltäglichen Aktivitäten am häufigsten zu. Doch schutzlos ausgeliefert ist man ihnen nicht.

 

Lieber einmal öfter hinschauen

Jeder, der sich im Internet bewegt, kann Opfer von Computerkriminalität werden. Die Gefahren sind vielfältig. Doch Nutzer können einiges dafür tun, es Kriminellen nicht zu einfach zu machen. Das fängt mit einer genauen Betrachtung der besuchen Seiten an. Vor allem diejenigen, die gerne online shoppen, sollten vor einer Bestellung die Webseite gründlich prüfen. Eindeutige Hinweise auf einen unseriösen Shop sind ein fehlendes Impressum sowie fehlende Kontaktmöglichkeiten, Rechtschreibfehler oder nicht vorhandene AGB. Stutzig sollte man auch werden, wenn man sich registrieren soll, obwohl der Webseiten-Inhalt als kostenlos angepriesen wurde. Von einer Bestellung sollte man auf jeden Fall absehen, wenn die einzugebenden Daten auf der Webseite unverschlüsselt übertragen werden. Seriöse Shops lassen sich bei Anbietern wie 1&1 ein SSL-Zertifikat ausstellen. Dass eine Verschlüsselung vorliegt, erkennt der Nutzer an dem https:// in der Adresszeile. Unseriöse Shop-Betreiber machen sich diese Mühe nicht, sie setzen auf die Unwissenheit der Seitenbesucher. Bevor man bei einem neuen Anbieter bestellt, kann es sich lohnen, vorher ein wenig zu recherchieren. Dazu gibt man einfach den Namen des Shops und die Begriffe „Problem“ oder „Erfahrung“ in eine Suchmaschine ein. Auf diese Weise findet man die Bewertungen von anderen Kunden.

 

Schutz beim Online-Banking

Genaues Hinschauen ist auch beim Online-Banking unerlässlich. Das https:// in der Adresszeile weist wieder auf eine verschlüsselte Verbindung hin – bei Banken ist sie Standard. Die URL der Bank sollte jedes Mal von Hand über die Tastatur eingeben werden. Wer die URL der Bankseite aus dem Browser-Speicher oder über eine Suchmaschine aufruft, läuft eher Gefahr, auf einer gefälschten Seite zu landen. Wird beim Login nach einer TAN gefragt, ist man garantiert auf einer Fake-Webseite gelandet. Weitere Hinweise auf eine Fälschung sind eine minimal unkorrekte Schreibweise, zusätzliche Bindestriche und Adressen, die mit Nummern beginnen. Besondere Vorsicht sollte man beim Online-Banking über Smartphones und Tablets walten lassen. Viele Nutzer unterschätzen den Schutzbedarf der mobilen Geräte. Leichtsinnigerweise verzichten daher viele auf einen Virenschutz für ihre Geräte oder benutzen veraltete Apps. Diese Sicherheitslücken sollte man zügig stopfen. Beides ist wie eine Einladung an Kriminelle, vertrauliche Daten abzufangen. Dies versuchen sie häufig mithilfe von Späh-SMS, die einen Link zu einem angeblichen Sicherheitszertifikat enthalten. Solche SMS sollte man sofort löschen.

 

Nicht auf jeden Link klicken

Doch nicht nur beim Online-Shopping und -Banking muss man auf der Hut sein. In sozialen Netzwerken sind ebenfalls schwarze Schafe unterwegs. Dort setzen die Kriminellen hauptsächlich auf Phishing. Dafür nutzen sie aus, dass in den Netzwerken pausenlos Links hin und her geschickt werden. Über einen vermeintlichen Link zu einem lustigen Video oder einem interessanten Artikel werden die Nutzer auf eine betrügerische Seite gelockt. Diese ähnelt der Seite des sozialen Netzwerkes. Der Besucher wird dazu aufgefordert, seine Account-Daten einzugeben. Aufpassen sollte man besonders bei sogenannten Kurz-URLs, die die eigentliche Zieladresse nicht anzeigen. Browser-Add-Ons wie „LongURL“ (für Google Chrome) oder „Long URL Please“ (für Firefox) helfen dabei, ohne Draufklicken das tatsächliche Linkziel der Kurz-URLs zu ermitteln.

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