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Foto:  STADTEBAKNNT
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Vorsicht beim Buchen einer Finca

9. Oktober 2014 • Reise

Vor zwei Jahren fielen einige Mallorca-Urlauber auf Trickbetrüger herein, die ihnen mit einer sehr geschickten Masche das Geld für die Buchung einer Finca aus den Fingern zogen. Im vergangenen Jahr gingen ähnliche Meldungen durch die Medien. Die Betrüger stahlen Fotos von Fincas seriöser Vermieter und stellten sie auf einer eigenen illegalen Buchungsseite ins Netz. Urlauber, die darüber ihre Buchung vornahmen, wurden zwar ihr Geld los, konnten jedoch nie in der Finca Urlaub machen. Eine seriöse Vermietung über den Eigentümer hatte schließlich nicht stattgefunden. Damit euch so etwas nicht passiert, solltet ihr bei der Buchung auf einige grundlegende Hinweise achten.

 

Impressumspflicht ist einzuhalten

Es ist wichtig, mit einer gewissen Skepsis bei der Auswahl einer Finca vorzugehen. Wenn ihr ein schönes Haus bei einem Anbieter gefunden habt, schaut zuerst auf das Impressum. Gemäß der Impressumspflicht müssen dort folgende Angaben zu sehen sein:
– Anschrift (ein Postfach ist nicht ausreichend!)
– E-Mail-Adresse
– Telefon
– Ist der Anbieter Mitglied einer Wirtschaftskammer, muss dies im Impressum erwähnt werden.
– Die Umsatzsteuer-Identnumer darf nicht fehlen.
– Gibt es spezielle Vorschriften für das Gewerbe beziehungsweise den Beruf, muss dies ebenso im Impressum zu lesen sein.

 

Skepsis bei Anbietern außerhalb Österreichs

Bei einem seriösen Anbieter sind diese Angaben vorhanden. Ebenfalls kein Problem ist es, bei einem hochwertigen Anbieter im Vorfeld Fragen zu dem Objekt zu stellen. Außerdem gibt es im Allgemeinen mehrere Fotos und eine ausführliche Beschreibung zum Ferienhaus. Fehlen Angaben, solltet ihr euch nicht scheuen, den Vermieter über E-Mail oder eine Hotline zu kontaktieren.
Anders kann es allerdings aussehen, wenn ihr euch einen Reiseveranstalter aussucht, der seinen Sitz nicht in Österreich hat. Eine Finca über einen Anbieter zu buchen, der außerhalb von Europa sitzt, ist gewagt. Es gilt bei Rechtsstreitigkeiten das Gesetz des jeweiligen Landes, wodurch eine Reklamation schwer sein kann.

 

Schnäppchenpreise als Lockmittel

Skeptisch solltet Ihr ebenfalls werden, wenn lediglich eine kostenpflichtige Sonderrufnummer für Rückfragen angegeben ist. Bei solchen Nummern können hohe Kosten entstehen, wodurch ein günstiges Angebot schnell teuer werden kann. Seriös ist es, eine kostenlose Hotline, ein Telefonat zum Ortstarif oder einen kostenlosen Rückruf anzubieten, um die Kunden zu entlasten.
Natürlich achtet ihr vor der Buchung auf die Preise der Finca. Ein Flug ab Wien nach Mallorca ist schon günstig zu bekommen. Um noch mehr Geld zu sparen, suchen viele Urlauber zusätzlich nach einem Ferienhaus-Schnäppchen. Allerdings ist die Gefahr groß, dass es sich um einen Betrug handelt, wenn die Finca wesentlich günstiger als vergleichbare Häuser auf der Insel im Angebot ist. Betrüger versuchen dadurch, besonders viele Menschen anzulocken und zu einer Buchung zu bewegen.
Handelt es sich um ein Last-Minute-Angebot, kann ein günstiges Ferienhaus aber durchaus zu finden sein. Bei einer hochwertigen Finca ist dann aber im Allgemeinen die Kennzeichnung „Last Minute“ zu sehen.

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