Lifestyle – Skurriles

Fahne Österreich (c) STADTBEKANNT
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Verstärkung im Innenministerium

8. September 2015 • Skurriles

Christian Konrad wurde zum Flüchtlingskoordinator berufen

Die Task Force für Asyl (nicht verwandt mit der Fernsehserie SOKO Donau) der Bundesregierung hatte die undankbare Arbeit satt und bestellte einen Flüchtlingskoordinator. Eine kompetente Person wurde gesucht und im Trachtenmoden-Trendsetter Christian Konrad, seineszeichen Ex-Raiffeisen Boss, gefunden. Seine Qualifikationen liegen auf der Hand: top Management Fertigkeiten, Networking Skills, einen marokkanischen Schwiegersohn und Erfahrung im alljährlichen kollektiven Betroffen-tun bei diversen Charity Events.

 

Ab ins Abstellkammer’l

Natürlich wird Konrad auch ehrenamtlich arbeiten, sagt er, die Staatskassa der Republik soll ja nicht mehr belastet werden. Die eigentlich mit der Aufgabe betreuten Beamten atmen auf, ihre 2 Stunden Mittagspause wird laut einschlägigen Berichten doch nicht gekürzt und das traditionelle Nachmittagsschlaferl bleibt erhalten. Nicht nur beim Gehalt, sondern auch bei der Situation am Arbeitsplatz will Christian Konrad neue Wege gehen.

Er wird in einen Container ziehen, welcher an einem noch unbestimmten Platz in Wien aufgestellt wird. Dort soll dann das neue Flüchtlingskoordinationsbüro sein, in welchem Herr Konrad seiner Arbeit nachgehen wird. Fraglich ist, ob dieser PR-Gag nicht eigentlich den Stellenwert symbolisiert, den Flüchtlingspolitik in den letzten Jahren in Österreich innehatte und alles im Endeffekt ein riesiger Scherz ist. Eine Abstellkammer im Innenministerium wäre genauso groß und hätte weniger gekostet.

 

Luxus-Container im Cottage-Grätzl

700 solcher Container wurden von der Republik zum sagenhaften Stückpreis von rund 17.000 Euro ergattert, das doppelte des normalen Marktpreises. Für diese stattliche Summe bekommt man nicht nur die Blechwände plus Isolierung, sondern auch noch dazu eine Fußbodenheizung, 360° Dusche und einen Anschluss bei Sky.

Das solche Luxus-Container nicht auf irgendeinem Acker bei Unterstinkenbrunn aufgestellt werden können, ist eh klar, deshalb ist bereits ein Gespräch mit der Bezirksvorsteherin von Hietzing angedacht um über das ideale Nachbarschaftsverhältnis zu philosophieren, selbstverständlich in einer basis-demokratischen Gruppendiskussion mit den betroffenen Anrainern.

 

Konrad muss sich noch ein Bild machen

Seine weitern Pläne will der Banken-Magnat aber noch bedeckt halten und die Situation noch genauer unter die Lupe nehmen. Insiderinformationen geben aber einige Details preis: man munkelt von Bausparverträgen mit guten Konditionen, gratis Sumsi-Plüschfiguren und Lagerhaus-Gutscheinen. Für besonders Interessierte soll es auch Hermann Maier – Pappfiguren geben, an denen Kundenbindung und Integration gleichermaßen geübt werden können. Im Detail könnte auch eine groß angelegte Finanzierung von Start-up’s mit Microkrediten kommen. 8% Zinsen, die Hälfte übernimmt das Land Österreich.

Ein schönes Gefühl zu wissen, dass es in Österreich doch nicht immer nur um Freunderlwirtschaft geht.

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