Wien – Ganz Wien aufgelistet – Freizeit & Sport

Schnackseln wie ein echter Wiener - Fiaker (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi
Schnackseln wie ein echter Wiener - Fiaker (c) STADTBEKANNT Patricia Fontanesi

Ungewöhnliche Orte der Lust

25. Jänner 2018 • Freizeit & Sport, Skurriles, Wienerisch

Wien, wie es abseits des Schlafzimmers liebt

Glaubt man reißerischen Zeitungsberichten von U-Bahn- oder Donauinsel-Intimitäten, dann hat es Outdoor-Sex oder Sex an ungewöhnlichen Orten den Wienern und Wienerinnen angetan. Viele geben sogar zu, schon einmal in der Öffentlichkeit mit jemandem intim geworden zu sein.

Aber aufgepasst – offensichtlicher Freiluft-Sex ist in Österreich laut StGB § 218 als „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ untersagt. Darum gilt: Gut versteckt, nicht zu provokant, und am Besten nicht erwischen lassen! Als Inspiration für Euch hier ein paar originelle Platzerln für die heiße Zeit zu zweit, sortiert nach individuellen Vorlieben:

 

Top 3 für Touristen

1. Beichtstuhl im Stephansdom
Oft unbesetzt, sehr privat – allerdings heißt es hier: Pssst! Touristen haben gute Ohren. Und Gott sieht auch alles. Obwohl: Der Stephansdom selbst ist mit seinem Portal samt Riesen-Vagina und Riesen-Penis eh alles Menschliche gewohnt.

2. Riesenrad-Gondel
Beeilung beim Geschlechtsakt ist angesagt, denn eine Umdrehung des Riesenrads dauert nur etwa 10 Minuten! Dafür locken die herrliche Aussicht und das Gefühl, auf Wolke 7 zu schweben.

3. Fiakerkutsche
Wer absolut keinen Genierer hat, hat mehr Spaß im Leben. Neu ist die Idee vom Kutschensex allerdings nicht. Im alten Wien waren solche Fahrten gang und gäbe und als „Porzellanfuhre“ bekannt: Der Fahrer fuhr nämlich extra vorsichtig, um das Liebesspiel seiner Passagiere nicht zu gefährden.

 

Top 3 für Naturliebhaber

1. Tretboot auf der Alten Donau
Kaum etwas ist romantischer als der Blick über das Wasser in der Abenddämmerung. Mit Gelsenspray, Rotwein und Picknickdecke im Gepäck besonders. Achtung: Bei regem Bootsverkehr kann der Verkehr recht auffällig sein.

2. Weingarten in Grinzing
Nach dem Heurigenbesuch in die Weinberge spazieren, Sterne beobachten und zwischen den dichten Reben zur Sache kommen – heiß!

3. Lainzer Tiergarten
Versaut geht es in der grünen Idylle wegen der vielen frei herumlaufenden Wildschweine ohnehin schon zu, da machen ein paar menschliche Sauereien auch nichts mehr aus.

 

Top 3 für Masochisten

1. Geisterbahn / Foltermuseum
Modriger Geruch, schaurige Düsternis und morbides Gesamtflair – wer auf sowas steht, findet in der Geisterbahn einen idealen Platz für ein Schäferstündchen. Tipp: Weder von Pappmaché-Geistern noch von pfeifenden Luftzügen und verdattert dreinschauenden Kassierern am Ende der Fahrt sollte man sich stören lassen! Ganz Harte und SM-Fans versuchen alternativ, sich im Foltermuseum zu vergnügen.

2. Bei Gewitter im Stadtpark
Prasselnder warmer Regen, gleißend helle Blitze – was gibt es intensiveres als Outdoor-Sex mitten im Sommergewitter, noch dazu an einem so schönen Ort wie dem Stadtpark? Vorteile: Die Sache ist geil. Nachteile: Erde, Ameisen, Taubenkot und Gras kleben nass am Körper. Darüber hinaus besteht durchaus eine Chance, selbst zum Blitzableiter zu werden.

3. Bankerl vorm Flex
Im Flex Club am Donaukanal kann’s bekanntlich ganz schön heiß hergehen – wer spontan einen Ort zum Schnackseln sucht, könnte also die Bankerl vorm Flex in Betracht ziehen. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an Zuschauern, brennenden Zigarettenstummeln, verschüttetem Bier, ein bisserl Grind und einer möglichen Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.

 

Top 3 für Wagemutige

1. Dinner in the Dark
Es ist der Inbegriff von Romantik: Man isst im Dunklen, genießt mit allen Sinnen und erfreut sich der trauten Zwei-
samkeit. Wer hier mit seinem Partner nicht nur kulinarische, sondern auch intime Höhenflüge erleben will, muss allerdings leise, unauffällig und versiert vorgehen – wo man nichts sieht, hört man nämlich umso besser.

2. Sauna
Saunen hat Wien zur Genüge: Viele städtische Bäder und auch die Therme Wien können damit aufwarten. Wer mit dem Schwitzen in der Sauna noch nicht genug beschäftigt ist und diese zudem menschenleer vorfindet, mag hier auf dumme Gedanken kommen. Die Haken daran: Verdoppelte Anstrengung kann für Nicht-Profisaunierer schnell zum Kreis- laufkollaps führen. Und: Die Tür ist nicht abschließbar, was für „witzige“ Szenen bei Neuzugängen sorgen kann.

3. Fotoautomat
Platz ist hier zwar nicht viel, aber immerhin gibt es einen Vorhang – und eine Kamera, die die Unanständigkeiten für alle Ewigkeit festhält. Automaten befinden sich übrigens gerne bei U-Bahn-Stationen.

 

Top 3 für Notgeile

1. Graben-Toilette
Für die Mehrheit der Menschheit bleibt ein Klo (selbst ein nobles wie die berühmte Graben-Toilette) beengt, klein, unbequem und grauslich. Im schlimmsten Fall holt man sich noch eine Geschlechtskrankheit. Allerdings – wenn das Bedürfnis gar zu groß ist, kann man auch nichts machen.

2. Bim 71 nach Simmering
Sie fährt von der Börse bis zum Zentralfriedhof, sie hält in 27 Stationen und hat kaum videoüberwachte Garnituren – die Straßenbahn-Linie 71 nach Simmering. Einziges Problem: Privatsphäre hat man nur selten, und wenn, dann eher bei späten Fahrten und Stationen in Friedhofsnähe.

3. Auto-Rücksitz
Yoga-Profis und andere Verrenkungswillige mögen Freude dabei empfinden, flankiert von Rücklehnen, Mini-Beinraum und Fußmatten auf der Auto-Rückbank zu kopulieren; für die meisten ist es ein Krampf. Wenn keine andere Möglichkeit besteht, ist das Auto aber immer noch besser als nichts. Tipp für alle, die den Extra-Kick suchen: Im Taxi steigt der Nervenkitzel.

 

Prädikat: Unverzichtbar!

Wer nun Lust bekommen hat, wie ein echter Wiener zu flirten, zu lieben und auch zu schnackseln, sollte sich diese Lektüre zu Gemüte führen! Erhältlich im Onlineshop oder im gut sortierten Buchhandel.

Schnackseln wie ein echter Wiener

Schnackseln wie ein echter Wiener
Holzbaum Verlag
12,99 Euro

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