Essen & Trinken

Eurosnacks (c) stadtbekannt.at
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Underground Food-Guide

11. Mai 2013 • Essen & Trinken, Ganz Wien aufgelistet, Kulinarik3 Kommentare zu Underground Food-Guide

Der schnelle Happen beim Sprint zur U-Bahn

Die Wiener U-Bahn-Station dient den gestressten Wienern nicht nur als wichtigste Schnittstelle für den staulosen Verkehr, von der aus wir in die ganze Welt kommen, sondern auch als eine unversiegbare Nahrungsquelle. Wir hetzen von einem Termin zum nächsten, dabei werden die Lokale in den Stationen zu unserem Freund und Helfer.

Wir zeigen euch die wichtigsten Anlaufstellen für eine unterirdische Mahlzeit im Wiener Untergrund.

 

Sushi am Schottentor

Der namenlose Sushi-Laden bei der U-Bahn-Station Schottentor besticht mit traditionell, heruntergekommenen Asia-Ambiente. Die kleine Küche mit Schaufenster bietet genug Platz als Abstellraum für so ziemlich alles und die zwei Mitarbeiter fühlen sich in der kuscheligen Kajüte sichtlich wohl. Die Maki sehen appetitlich aus, sind günstig und weich genug, dass auch alte Menschen kein Problem haben dürften diese zu kauen.

Das Sushi haben wir uns nicht kosten getraut. Das Teriyaki Chicken schmeckt etwas fasrig, und ist so klein gehackt, dass es auch nicht als Huhn erkennbar ist, dürfte aber nicht gesundheitsschädigend sein. Wirklich empfehlenswert sind aber die knackigen Mini-Frühlingsrollen, mit viel Panier und kräftig rausgebacken, schmeckt man das Fleisch nicht mehr, das in der vegetarischen Variante drin ist.

U-Bahnstation Schottentor, unten bei der Rolltreppe zur Universität

 

Der Anker, schmeckt nach Tradition

Anker Schottentor (c) STADTBEKANNT

Anker Schottentor (c) STADTBEKANNT

Ein Wiener Traditionsbetrieb, das schmeckt man auch! Die Semmerln sind schon ein bisschen alt, das Gemüse im Weckerl etwas schlapp. Aber die Zuckerschicht auf der Topfengolatsche lenkt vom trockenen Teig ab und die Mitarbeiter vereinsamen hinter der Theke.

Aber hey, das Wiener Frühstücks-Angebot gibt es schon um 4,20 Euro. 2 Stück Gebäck nach Wahl, eine Marmelade und Butter, und ein Heißgetränk inklusive. All over the city: z.B. U-bahnstationen Schottentor, Stephansplatz, U2 Station Donaumarina, U3 Erdberg, Schwedenplatz, Schottenring außerhalb der U-Bahn, Opernpassage, Hütteldorferstraße, Bahnhofcity Wien West, U-bahnstation Ottakring, etc.

 

Quick Lee, das wahre Experimental Sushi

Sushi (c) stadtbekannt.at

Sushi (c) stadtbekannt.at

Quick Lee am Schwedenplatz ist zwar nicht direkt in der U-Bahnstation, aber mit der Rolltreppe leicht zu erreichen und der Tipp für asiatisches Essen to go. Also, gut genug um in unsere Bestandsaufnahme aufgenommen zu werden. Von asiatischen Take Away Lokalen erwartet man sich ja keine kulinarischen Höhenflüge, aber Quick Lee überzeugt hier auf kreative Art und Weise vom Gegenteil. Der Butterfisch schmeckt nach Leder und das Sushi hat eine gummiartige Konsistenz, sowas hat man vorher noch nie gegessen.

Besonders interessant sind aber die Nudelvariationen: Vegetable Noodles mit Gemüse und Tofu können schon mal nach Zigaretten schmecken, ein spannendes Abenteuer für die Geschmacksknospen. Wer es weniger experimentell mag, nimmt einfach Chicken sweat-sour, mit einer Flut an picksüßer Sauce, schmeckt panierter Karton einfach am besten.

Schwedenplatz 3, 1010 Wien

 

McDonalds, mit großer Macht kommt große Verantwortung

In der U-Bahn-Station Karlsplatz findet man den Fast-Food-Klassiker. McDonalds sorgt auch hier streng für die gute Qualität seiner Speisen. Wer also Burger mag, ist hier wirklich gut beraten.

Die Atmosphäre am Karlsplatz gibt dem Burger-Laden allerdings ein spezielles Flair. Beim Da-Essen kann es schon mal passieren, dass einem ein Bettler ins Essen spuckt, wenn man ihm die Münze verweigert. Oder man wird von einem unter dem Einfluss von benebelnden Substanzen stehenden Gesellen anrempelt, so dass man sein Tablett fallen lässt. Oder die Tauben im filialeigenen Innenhof fallen über einen her. (Alles schon erlebt!) So wird das Essen zum spannenden Abenteuer und vor allem für Familien mit Kindern sehr empfehlenswert.

U-Bahnstation Karlsplatz

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3 Antworten auf Underground Food-Guide – Verstecken

  1. sali sagt:

    danke
    endlich mal ein ehrlicher artikel!

  2. Natalie sagt:

    ubahn fast food, der retter in der not
    man gewöhnt sich an alles und irgendwann schmeckts auch, also einfach durchhalten! 😉

  3. Anna sagt:

    Es hat Spaß gemacht…
    …den Bericht zu lesen. Man sollte wirklich nicht alles hinein fressen – auch wenn die Zeit knapp wird.

    Jetzt warte ich auf einen ebenso amüsant geschriebenen Artikel mit positiven Beispielen.

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