Kultur – Bühne

Gutrufs Erben Pressefoto (c) Arnd Ötting
Gutrufs Erben Pressefoto (c) Arnd Ötting

Theatertipp: Gutrufs Erben

15. Mai 2016 • Bühne

Musikhighlight in der Kulisse Wien

Ein besonderes Musikhighlight erblickt am 21.Mai in der Kulisse das Bühnenlicht. Christoph Michalke und Martin Mader präsentieren als Gutrufs Erben ein mitreißend kurzweiliges und humoristisch gespicktes Programm zu Ehren der heimischen Musik.

 

Wienerische musikalische Vielfalt

Gutrufs Erben haben ein Herz für Lieder in ihrer Muttersprache. Wie groß dieses Herz ist, zeigt das Repertoire der beiden Leidenschaftsmusiker: von den Wienerliedern des frühen 20. Jahrhunderts, den Couplets und Kabarettliedern der 1940/50/60er Jahre über die Popsongs der 70/80er, die Renaissance des Wienerlieds in den 90ern bis zum aktuellen Schaffen zeitgenössischer Liedermacher – Eigenkompositionen inklusive.

 

Christoph Michalke und Martin Mader

Wie kräftig dieses Herz pumpt, sollte man bei der Premiere am 21. Mai nicht verpassen.
Christoph Michalke, auch bekannt als Frontman der Wiener Band „remasuri“, textet und komponiert, ist (Co-)Autor mehrerer preisgekrönter Hörspiele, moderiert, erzählt, singt und unterhält gerne Menschen.
Martin Mader ist Pianist am Wiener Burgtheater und hat bereits mit nahezu allen Größen der österreichischen Musikszene gearbeitet – so zum Beispiel mit Georg Danzer, Willi Resetarits, Andy Baum, André Heller, Karlheinz Hackl u.v.a.

 

Im Gespräch plaudern die beiden über das Gutruf, heimische Musik und ihr aktuelles Programm.
Wer oder was ist Gutruf?
Mader: Das Gutruf ist ein legendäres Lokal in der Inneren Stadt, in dem einige Menschen, die unser Schaffen geprägt oder inspiriert haben, ein und aus gegangen sind. So zum Beispiel Helmut Qualtinger oder H.C. Artmann.
Michalke: Es fühlt sich ein bisserl so an, als wäre dort die Zeit stehen geblieben oder als hätte jemand am Flux-Kompensator herumgespielt…
Mader: Wir haben es sozusagen als Begleiter bzw. als Kulisse für unser Repertoire der Musik der letzten 100 Jahre gewählt.

 

Was war die Idee hinter diesem Projekt und was ist euch daran besonders wichtig?
Michalke: Wir wollten Lieder spielen, die uns selbst berühren, die uns eine Gänsehaut bescheren, uns nachdenklich machen oder uns zum Lachen bringen. Lieder, also eine Kombination aus Text und Musik, die uns berühren – auf welche Art auch immer.
Mader: In den meisten europäischen Ländern ist es durchaus üblich, heimische Musik zu hören. Auch im Radio. Das hat sich bei uns – warum auch immer – anders entwickelt. Wobei der Fundus an heimischer Musik ja schier unerschöpflich ist!
Michalke: Dazu wäre noch zu sagen, dass für mich die Zuneigung zur heimischen Musik gar nichts mit Heimattümelei zu tun hat. Muttersprache bzw. Dialekt ist für mich einfach die naheliegendste Form des Ausdrucks.

 

Was erwartet die Besucher eurer Show?
Michalke: Es ist eigentlich keine „Show“. Es ist ein Konzert, wo zwischen den Liedern – durchaus humorvoll – über Sinnfragen, Kochrezepte oder andere vermeintliche Belanglosigkeiten nachgedacht werden kann.

 

Und was erwartet ihr von euren Besuchern?
Michalke: Pünktlichkeit und ein gepflegtes Äußeres – zumindest aber Oberbekleidung (lächelt).
Mader: Die Fähigkeit, Rufe nach „Schifoan“ oder „Großvoda“ zu unterdrücken (lacht).

 

Aus welchem Grund sollte man eure Premiere am 21.Mai auf keinen Fall verpassen?
Beide: Weil es vermutlich die einzige Gutrufs Erben-Premiere an diesem Tag sein wird.

 

Gutrufs Erben
Premiere 21. Mai 2016
Kulisse Wien
Tickets unter 01/485 38 70
tickets@kulisse.at oder www.kulisse.at

Kulisse

Rosensteingasse 39
1170 Wien

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