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Supper Clubs in Wien

17. Juli 2015 • Essen, Ganz Wien aufgelistet, Kulinarik

Kulinarischer Underground in den eigenen vier Wänden

Supperclub, Paladare, Anti-Restaurant, Guerilla Dining, Pop Up, Home Restaurant. Genauso viele Namen wie das Konzept des Underground Restaurants haben kann, genauso unterschiedlich kann die Motivation sein, die dahintersteckt eines zu eröffnen. Was sie jedoch alle gemeinsam haben sind die eigenen vier Wände, in denen sich alles abspielt.

 

Das Konzept

Was es zu den eigenen vier Wänden noch braucht um einen Supper Club zu führen, ist in erster Linie der Wille zum und die Freude am Kochen. Dafür benötigt man – ganz richtig – einen Herd und des Weiteren einen Tisch, Freunde, Fremde und Bekannte, die sich um den Tisch zum Essen versammeln. Zu den Gästen kommt kann entweder über Mundpropaganda oder kündigt sein Event irgendwo im Internet an. Wieso das manche Menschen machen, kann unterschiedlicher Natur sein. Mancher Gastgeber und Koch möchte einfach eine preiswerte Alternative zu den herkömmlichen Restaurants schaffen, um eine Möglichkeit bieten nicht alleine zu essen sondern in einer geselligen Runde, was bekanntlich mehr Spaß macht, oder um sich eine, wenn auch illegale, Einnahmequelle zu verschaffen. Denn offiziell angemeldet und somit den gesetzlichen Bestimmungen unterworfen, sind Home Restaurants prinzipiell nicht.

Zum ersten Mal stieß ich auf das Konzept des Supper Clubs in Jamie Olivers USA Kochbuch. Gegründet als Rebellion gegen das high-class-dining, wo ganze Familien am Restaurantbetrieb beteiligt sind, wie etwa die bolivianische Familie, welche Jamie Oliver besucht, kommt der Trend aus den USA. Zur Zeit der Finanzkrise schossen die Guerilla Restaurants auch in London aus dem Boden. Aber nicht nur im Englisch sprachigen Raum lassen sich Supper Clubs finden, sondern weltweit. Hier findet ihr beispielsweise einige Adressen.

 

In Wien?

Ganz hingerissen von dieser Guerilla Restaurant-Idee, habe mich dann in Wien umgesehen, was sich diesbezüglich tut. Der eine oder andere Erfahrungsbericht ist zu finden, doch nicht, wie man an eine Einladung kommt.  Außer es handelt sich um high price Home Dining Adressen, wie the diningroom oder der m77 Dinner Club. Das sind aber nicht Beispiele dafür, was mich am Ghetto-Gourmet begeistern lässt, zu legal, unspektakulär und bei Preisen bis 60,- Euro kann von preiswerter Alternative keine Rede mehr sein.

Zu erwähnen hier sicherlich nicht fehl am Platz ist Open Kitchen. Open kitchen lädt zu gemeinsamen Kochevents in unterschiedliche Lokalitäten ein. Wann und wo das nächste Mal rund um den Herd gestanden werden kann, erfahrt ihr auf ihrer Website.

Solltet ihr, auf welchem Weg auch immer, einmal zu einer Einladung an einem privaten Supper Club kommen, ergreift die Gelegenheit Menschen kennen zu lernen, Neues auszuprobieren oder einfach einen netten Abend in Gesellschaft zu verbringen. Vielleicht habt ihr euch aber inspirieren lassen und greift selber zum Kochlöffel! Auf welchem Weg auch immer, viel Freude mit Guerilla Dining!

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