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Computer (c) Mehofer stadtbekannt.at
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Suchmaschinen – Die jungen Wilden

9. Mai 2010 • Lifestyle

Über Google ist es nicht nötig etwa viele Worte zu verlieren: Jeder kennt die Erfolgsgeschichte der beiden Nerds die mit einem so unscheinbaren Algorithmus steinreich geworden sind. Auch über den Status von Google, als Erzfeind von Datenschutzaktivisten muss nicht all zu weit ausgeholt werden. – Unbestritten bleibt, dass Google in naher Zukunft nicht von seiner Vormachtstellung enthoben werden wird, und doch gibt es eine Vielzahl innovativer Projekte, die die hergebrachten Vorstellungen einer einfachen Suchanfrage über den Haufen werfen. Die Köpfe von wired.com haben vor kurzem das www nach alternativen Suchmaschinen durchkämmt und stellen im Artikel Cool Search Engines That Are Not Google einige interessante Gegenentwürfe zur Google-Suche vor.

Keine davon werde Google als die go-to Suchmaschine für einfache Anfragen ersetzen, meint Ryan Singel, der Wired.com Autor, und doch besäßen einige davon ein Potential, welches dem Monopolisten gemeinhin noch abginge.

Am nächsten zum Puls der Zeit bewegen sich so genannte real-time search engines. – Wie der Name schon sagt, liefern Suchmaschinen jener Art Ergebnisse im Echtzeitverhältnis zu den Updates in populären Blogs, News Sites, Social Media oder Seiten wie Flickr, Facebook oder Myspace. Da wären zum Beispiel IceRocket, OneRiot oder Collecta.

SearchMe überdenkt in weiterer Folge generell das Interface von Suchmaschinen, wenn sie Suchergebnisse in Form von iTunes-Plattencovern darstellt und es euch auf diese Weise ereichtert sich nach visuellen Parametern für die dienlichste Website aus den ungefähr 1.510.000 Treffern in 0,14 Sekunden zu entscheiden.

So schnell und kompakt wie über fizy können Streams zu ansonsten unauffindbaren Musiktiteln wohl kaum wo gefunden werden. Und tunezee sollte es ermöglichen, von dem bisschen Songtext, an den ihr euch erinnern könnt, den dazu passenden Titel aus der Datenbank zu finden.

WolframAlpha scheint dann aber der ambitionierteste Jungspund aus der Welt der Suchmaschinen zu sein. (Der Tipp zu dieser Website findet sich in den Kommentaren zum genannten wired.com Artikel) – Sie selbst sagen:

Wolfram|Alpha’s long-term goal is to make all systematic knowledge immediately computable and accessible to everyone. We aim to collect and curate all objective data; implement every known model, method, and algorithm; and make it possible to compute whatever can be computed about anything. Our goal is to build on the achievements of science and other systematizations of knowledge to provide a single source that can be relied on by everyone for definitive answers to factual queries. (Quelle: http://www65.wolframalpha.com/about.html)

Ein interessantes Aufgebot, welches hier angetreten ist, um Google seine Position strittig zu machen oder wenigstens ein wenig am Kuchen mitzunaschen. Auf zwei weitere Projekte sei am Ende aber noch hingewiesen: Diese stützen sich zwar auf die Suchergebnisse von Google bzw. Yahoo und heißen Znout und Forestle, haben dafür aber andere Qulitäten.

Wie einigen vielleicht bekannt ist, verbraucht eine Google-Suche so viel Strom, wie etwa eine Stunde lang das Licht brennen zu lassen. Znout und Forestle bieten zwar nichts Neues, wollen aber die Welt retten. Die Einen kaufen Zertifikate für erneuerbare Energien an, um den von ihnen verursachten CO2 Austoß auszugleichen und die Anderen erwerben mit jeder bearbeiteten Suchanfrage 0,1 Quadratmeter Regenwald, um sich für ihr Dasein als Ressourcenschleuder zu entlasten. – Entschuldigung angenommen.

wired.com

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