Wien – Leben

(c) Adamek stadtbekannt
(c) Adamek stadtbekannt

Sterne sehen im Chevrolet Trax

6. Oktober 2013 • Leben, Unterwegs

Wer sich in Wien ein Gläschen in feucht-fröhlicher Gesellschaft genehmigen will, landet nicht selten im Bermudadreieck. Ein paar Drinks zu viel oder ein Stelldichein mit den falschen Leuten und schon sieht man Sterne. Tja, was für eine Nacht. Dasselbe dachten wir uns neulich auch, als wir an einem klaren Altweiber-Sommerabend mit dem Chevrolet Trax einen Ausflug auf die Sophienalpe machten (bennant übrigens nach der Mutter Kaiser Franz Josephs). Denn etwas abseits der Stadtbeleuchtung trafen wir auf die Mitglieder der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie, die uns ein Stück vom Himmel zeigten. Ist eine wolkenlose Nacht angekündigt, wird per Email und Facebook der Ort für die gemeinsame Beobachtung bekanntgegeben, meistens Sophienalpe oder Wiener Hütte, aber bitte nur rotes Licht mitnehmen!

Sternenkunde

Im Gespräch mit Alexander Pikhard, dem Präsidenten des Vereins, erfuhren wir in kurzer Zeit so manches über den Himmel und das All. Zum Beispiel, dass oben genanntes Sommerdreieck aus den Sternen Wega, Altair und Deneb besteht. Letzterer ist mehrere tausend Lichtjahre von der Erde entfernt, 300 mal so groß und 100.00 bis 200.000 mal so hell wie unsere Sonne. Bei so unvorstellbar großen Dimensionen fühlten wir uns klein. Auch der bullige Trax konnte daran nichts ändern. Aber durch sein Schiebedach konnte man den Blick weiterhin in die Unendlichkeit des Himmels richten – zumindest der Beifahrer.

Der Chevy

Die Serpentinenstraße meisterte der Chevy problemlos, sofern man den Motor ordentlich drehte, und der Allradantrieb sorgte dafür, dass wir auch vom abschüssigen und sandigen Bankett wieder locker fortkamen. Die weit hinuntergezogene Frontschürze und harten Federn laden sonst aber eher nicht zum Fahren abseits der Straße ein. Der Trax fühlt sich in der Stadt deutlich wohler. Dort lebt laut Chevrolet auch seine Zielgruppe: Imagebewusst und urban sind sie und wollen die Vielseitigkeit eines SUV mit den Abmessungen eines Kleinwagens. Auch das Multifunktionssystem MyLink ist am Trend festgemacht. Statt eines integrierten Navis, kann die Routenführung als App dazugekauft werden und die Sprachsteuerung kann per Lenkradtaste aktiviert werden. In Sachen Cockpitdesign hat man beim Trax wohl ein Motorrad als Vorbild genommen. Das schadet dem Kompakt-SUV aber nicht, Die Anzeige ist kompakt gehalten und gut ablesbar. Als wir nach unserem astronomischen Debüt zu Hause ankamen, hatten wir das Gefühl von den Sternen zurückgekehrt zu sein. Leider sprach auch der Verbrauch des Trax dafür. Denn mit deutlich über neun Litern lag er eher auf dem Niveau eines Raumschiffs als auf dem eines Kleinwagens.

Stadtbekannt meint

Der Chevrolet Trax trifft mit Konzept und Design den Zeitgeist. Und selbst in der Topausstattung ist er beinahe ein Schnäppchen. Leider muss man aber auf alle neueren Assistenzsysteme verzichten, mit denen der baugleiche Opel Mokka ausgestattet werden kann. Zudem muss der 1.4-Liter-Turbobenziner sehr sachte behandelt werden, will man den Verbrauch nicht ständig über neun Litern sehen. Wer damit leben kann, findet im Trax einen günstigen Alrounder.

Chevrolet Trax LT+ 1.4T ECO AWD, ab € 24.190,-
Länge: 425 cm, Gewicht: 1.379 kg, Kofferraum: 356 – 1.370 l, 1,4-Liter 4-Zylinder-Turbobenzinmotor, 6-Gang-Schaltgetriebe, Allradantrieb, 103 kW (140 PS), 200 Nm, 0-100 in 9,8 s, Vmax 194 km/h, MVEG-Verbrauch: 8,0/5,5/6,4 (N), CO2 149 g/km, Verbrauch im Test: 8,9 l

Christoph Adamek

Weitere Artikel

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

« »