Wien – Leben

Foto: STADTBEKANNT
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STADTBEKANNT unterwegs mit dem VW Golf Variant

27. April 2014 • Leben, Unterwegs

Golf fahren soll langweilig sein? Kommt eben drauf an wie!

 

Fast jedes fünfte Auto, das in Österreich zugelassen wird, ist ein Volkswagen und ungefähr jedes zwanzigste Auto auf der Straße ist ein Golf. So sichert sich VW sowohl bei den Marken als auch bei den Modellen den ersten Platz in der Zulassungsstatistik.
Wer so erfolgreich ist, hat natürlich auch viele Feinde. Nach der Vorstellung des aktuellen Golf waren die Onlineforen übersät von Kommentaren wie: “Ein neuer Golf? Und in China fällt ein Sack Reis um.” Ganz so falsch ist diese Analogie gar nicht. In China kommen so mehrere hunderttausend Reiskörner auf die Straße, in Europa VW Golf.
Das macht dieses Auto natürlich zum Gegenteil eines Exoten und wir können nachvollziehen, dass manch einer vom Überfluss der Sichtungen auf Wiens Straßen und der biederen Funktionalität im Innenraum gelangweilt ist. Wir wollen euch jedoch zeigen wie man in einem Golf ähnlich viel Spiel, Spaß und Spannung haben kann wie mit einem Überraschungsei.

 

Der Touchscreen

Wie in fast allen modernen Autos gibt es auch im aktuellen Golf ein großes Display, das über Musik, Navigation und Fahreinstellungen informiert. Die Bedienung erfolgt über ein paar Knöpfe und ein Rädchen bzw. über den Touchscreen.
Doch dieser hat so seine Eigenheiten. Nähert man sich ihm mit der Hand erscheinen auf dem Bildschirm neue Tabs, die man drücken kann. Eben war noch klar was ich anwählen wollte, jetzt habe ich mit einem Informationsüberfluss zu kämpfen. Auch seitliches Annähern zum Bildschirm weiß der Golf mit seinem gut versteckten Sensor irgendwie zu erkennen und uns so vor dasselbe Problem zu stellen. Erst durch geschickte Finten und dann blitzschnelles Drücken konnten wir dem Touchscreen zeigen wo es lang geht.

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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Tanken

Unser 122 PS starker Test-Golf ist mit seinen rund sechs Litern auf 100 Kilometern zwar ein sparsamer Zeitgenosse, trotzdem muss auch er einmal zur Tankstelle. Die Auskunft eines Passanten auf die Frage nach der nächstgelegenen: “Da kann man zur OMV rauffahren”, haben wir wörtlich genommen. Ohne Allrad, ohne Sperrdifferential, aber zugegeben mit der Fahreinstellung Sport statt Eco, haben wir dieses Projekt in Angriff genommen und dabei brilliert. So muss sich Rocky vor dem Modern Art Museum in Philadelphia gefühlt haben. “Eye of the Tiger” war natürlich auch dabei.

Foto: STADTBEKANNT

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Fly Bridge

Man kennt es sonst nur aus Filmen. Harte Kerle fahren in schnellen, offenen Booten über das Wasser. Unser Vorbild war Arrow, der zwar eigentlich nie Boot fährt und dessen Serie auch sonst eher mittelmäßig ist, der aber auch ein grünes Hoodie trägt und Dinge tut, die man nicht nachmachen sollte.
Und dieses Auto soll langweilig sein? Vielleicht wird es ja so oft gekauft, weil man damit so aufregende Dinge erlebt…

Foto: STADTBEKANNT Adamek

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STADTBEKANNT meint
Pro: Funktionalität, Ergonomie und Verbrauch sind top, der Federungskomfort sehr angenehm und der große Kofferraum obendrein noch praktisch. Der Golf will’s eben allen recht machen…

Contra: …dadurch büßt er ein wenig an Charakter ein. Jede/r 20. fährt auch einen. Unser Testwagen hatte außerdem eine leichte Anfahrschwäche.

Volkswagen Golf Variant Sky 1,4 TSI BMT, ab € 28.740,-
Länge: 456 cm, Gewicht: 1.329 kg, Kofferraum: 605 – 1.620 l, 1.395 ccm, 4-Zylinder-Turbo, 6-Gang-Schaltgetriebe, Frontantrieb, 90 kW (122 PS), 200 Nm, 0-100 in 9,7 s, Vmax 204 km/h, MVEG-Verbrauch: kombiniert 5,3l, CO2 124 g/km, Verbrauch im Test: 6,3l

 

 

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