Lokalführer – 2go

Trzesniewski
Trzesniewski

Trzesniewski

24. Juli 2012 • 2go

Es muss ja nicht immer gleich ein dreigängiges Menü sein. Manchmal hat man eben keinen Bärenhunger, sondern eher Lust auf etwas Kleines, Schnelles, so zwischendurch. Und die momentan so populären, fetttriefenden Asianudeln oder einen Burger aus der Cholesterinhölle sind auch nicht jedermanns Sache. Was also essen?

Foto: STADTBEKANNT

Foto: STADTBEKANNT

Eine Erfolgsgeschichte

Wie wäre es mit Brötchen von Trzesniewski? In Wien gibt es derzeit neun Filialen, wobei sich das erste und somit älteste Lokal in der Dorotheergasse im 1. Bezirk befindet. Dort eröffnete der gebürtige Krakauer Francisek Trzesniewski 1902 seine Imbissstube. 1939 übernimmt Tochter Maria den Brötchenladen und macht aus dem etwas biederen Imbissladen einen hippen Treffpunkt, in dem Wiens Schickeria verkehrt.

Fast jedeR WienerIn kennt die rechteckigen, kleinen Brötchen. Die handliche Form hat eine lange Tradition: In den 20er-Jahren herrschten bekanntlich raue Zeiten, deswegen zerschnitt Herr Trzesniewski die Brötchen kurzerhand in kleine Portionen, die sich jeder leisten kann. Dieses Format wurde bis heute beibehalten.

Foto: Trzesniewski

Foto: Trzesniewski

Die unaussprechlich guten Brötchen

Ingesamt 22 verschiedene Sorten gibt es bei Trzesniewski (die Brötchen kann man übrigens auch online bestellen). Die Rezepte für die Aufstriche werden seit ihrer Erfindung streng gehütet, aber angeblich liegt das Geheimnis in der Art, wie die Eier gekocht werden.

Legendär ist daher die Sorte „Ei mit Ei“. Andere Geschmacksrichtungen, die wir sehr empfehlen können, sind: Champignon, Matjes mit Zwiebel, Pikantes Ei, Schwedischer Hering, Thunfisch mit Ei, Räucherlachs und Geflügelleber – richtig deftig-böhmische Aufstriche! Ein Brötchen kommt auf 1,- Euro, vier Stück reichen für den kleinen Hunger zwischendurch.

Also: Vorbeischauen bei Trzesniewski lohnt sich allemal, gerade bei kleinem Hunger ist der Brötchenladen eine tolle Alternative zu den sonstigen Snackmöglichkeiten in Wien. Und wer seine Party ein wenig mit Fingerfod aufmotzen möchte, dem sei Trzesniewski wirklich ans Herz gelegt – Oldie but Goldie!

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