Lifestyle – Skurriles

Mariahilfer Straße (c) STADTBEKANNT
Mariahilfer Straße (c) STADTBEKANNT

Sperrzone Mariahilferstraße?

18. November 2011 • Skurriles1 Kommentar zu Sperrzone Mariahilferstraße?

Stau von Morgens bis Abends, Fußgänger, die kreuz und quer über die Fahrbahn laufen und Radfahrer die grundsätzlich über Schutzwege rasen: die Mariahilfer Straße tobt täglich ein Krieg, den die Wiener Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou nun einzudämmen plant. Wir haben auch ein paar Vorschläge…

Gestern wurden also die die drei Vorschläge präsentiert, wie die Verkehrshölle Mariahilfer Straße in Zukunft aussehen könnte, und wie dort Fußgänger, Rad- und Autofahrer in Frieden zusammenleben könnten: Fußgängerzone, Shared Space oder eine Mischform aus beidem soll die „Mahü“ in Zukunft also sein – uns sind diese Vorschläge allerdings zu wenig radikal, deshalb haben wir unsere eigenen Modelle entwickelt:

Zum Sperrgebiet erklären

Eine Lösung aus der Kindergarten-Pädagogik: wenn sich mehrere Kinder ein Spielzeug nicht teilen können, dann soll es eben niemand haben. Ganz nach dieser Logik würden wir die Mariahilfer Straße komplett zum Sperrgebiet erklären – und zwar für Alle (Ja, auch für Anrainer!). Die Geisterstaße würde als stummes Mahnmal nur noch von Außen zu betrachten sein, ein kleines Gedenkmuseum im MQ würde an die schlimmen Zeiten der Shopping-Hölle und des Verkehrs-Kriegs erinnern. Zusätzlich würde ein Stillegen auch als Schuldenbremse für Privathaushalte fungieren, denn wo sonst gibt man dann sein Geld aus?

Untertunneln

Es wäre wohl wirklich am Besten, die Mariahilfer Straße auf ganzer Länge zu untertunneln und damit endlich eine klare Trennlinie zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmer-Parteien zu ziehen. Oben die Autofahrer und unten die Fußgänger. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Shoppingmeile wäre überdacht und somit vor Wind und Wetter geschützt, es wäre angenehm kühl im Sommer und warm im Winter, während sich oben die Autokolonnen zwischen Gürtel und Ring frei bewegen könnten – endlich auch zwei- oder dreispurig in jede Fahrtrichtung, damit wären dann wirklich alle Verkehrsprobleme gelöst – nur für die U3 müsste man sich dann etwas überlegen.

Fluten

Venedig in Wien war ein Erfolg, warum also nicht eine Neuauflage davon auf der Mariahilfer Straße aufziehen? Touristenmassen würden nach Wien strömen um die idyllischen Szenen zu bewundern und würden das Geschäft beleben, Gondeln würden zwischen Westbahnhof und MQ pendeln, der 13A würde den „Canale Maria Aiutare“ über eine kleine Brücke queren. Nur das Verkehrsproblem wäre wahrscheinlich ein ähnliches: Schwimmer, Gondeln und Sonntags-Tretbootfahrer würden sich wohl genauso hart bekriegen wie die jetzigen Verkehrsteilnehmer.

 

, , , , , , ,

Weitere Artikel

Eine Antwort auf Sperrzone Mariahilferstraße? – Verstecken

  1. Charles sagt:

    Eindeutig
    fluten alles andere ist sinnlos!

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

« »